Gegen Flüchtlinge - Nazi-Graffiti in Nordkirchen

An mehreren Stellen

Am Wochenende sind an verschiedenen Stellen in Nordkirchen Schmierereien unter anderem mit Parolen gegen Flüchtlinge aufgetaucht - und das im direkten Umfeld der Notunterkunft am Schlosspark. Nun hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

NORDKIRCHEN

, 20.10.2015, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Laut Aussage von Polizeisprecher Martin Pollmann seien am Samstag gegen 9 Uhr zwei Fälle gemeldet worden, einer im direkten Umfeld der Notunterkunft für Flüchtlinge am Schlosspark. Dort haben Unbekannte an eine Mauer geschrieben „Merkel muss weg“, zusammen mit zwei Rautenzeichen und einer Reichsflagge, wie Pollmann gegenüber unserer Redaktion erklärte. Außerdem habe jemand auf eine Parkbank mit Lack SS-Runen geschrieben. Weitere Parolen lauteten: „Refugees not welcome“ und „Antifa – nein danke“.

An der Ermener Straße an der Kreuzung mit der K2 sei außerdem ein Hakenkreuz auf ein Hinweisschild geschmiert worden, dazu der Satz „Nein zum Asylheim“.

Polizeisprecher: Ermittlungen meist schwierig

Der Staatsschutz in Münster hat die Ermittlungen in der Sache aufgenommen, wie die Sprecherin der Polizei Münster, Antonia Linnenbrink, am Dienstag bestätigte. Es gebe derzeit allerdings noch keine Hinweise auf den oder die Täter. „Die Ermittlungen dauern an“, so die Sprecherin.

Die Erfahrung zeige allerdings, das sagte Martin Pollmann, dass die Ermittlungen in solchen Fällen sehr schwierig seien und oft ergebnislos verlaufen.

Um die Entfernung der Schmierereien hat sich die Gemeinde gemeinsam mit der Fachhochschule für Finanzen, die für den Bereich am Schlosspark zuständig ist, bereits gekümmert. Die Parolen seien entfernt worden, so Bauamtsleiter Josef Klaas.

Wer hat etwas Auffälliges beobachtet und kann Hinweise auf die Sprüher geben? Hinweise nimmt die Polizei in Münster unter 0251 / 275-0.

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