Gemeinde verabschiedet Mechtild Kammert in den Ruhestand

Rathaus Nordkirchen

Die Gemeinde hat ihre langjährige Mitarbeiterin und Zweite Vertreterin des Bürgermeisters, Mechtild Kammert (62) in den Ruhestand verabschiedet. Ein Abschied unter besonderen Bedingungen.

Nordkirchen

, 02.05.2020, 09:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Abschied in Zeiten des Kontaktverbots: Mechtild Kammert (vorne l.) hatte am Mittwoch ihren letzten Arbeitstag im Nordkirchener Rathaus. Blumen und eine kleine Abschiedsfeier gab es vom Verwaltungsvorstand rund um Bürgermeister Dietmar Bergmann (r.)

Ein Abschied in Zeiten des Kontaktverbots: Mechtild Kammert (vorne l.) hatte am Mittwoch ihren letzten Arbeitstag im Nordkirchener Rathaus. Blumen und eine kleine Abschiedsfeier gab es vom Verwaltungsvorstand rund um Bürgermeister Dietmar Bergmann (r.) © Gemeinde Nordkirchen

Die Gemeinde Nordkirchen hat ihre langjährige Mitarbeiterin Mechtild Kammert (62) in den Ruhestand verabschiedet. Kammert hatte im Rathaus zuletzt den Fachbereich Bürgerservice, Familie und Soziales geleitet, war Standesbeamtin und seit 2003 Zweite Vertreterin des Bürgermeisters.

Für Mechtild Kammert war es am Mittwoch gleich aus mehreren Gründen ein außergewöhnlicher Tag. Der Abschied von den Kollegen sei die eine Sache gewesen, die andere war das Kontaktverbot, erzählt Kammert einen Tag später am Telefon. „Das war schon merkwürdig“, erklärt sie. Es habe aber einen Vorteil gehabt: „Mit Umarmungen wäre mir der Abschied sehr viel schwerer gefallen“, fügt Kammert mit einem Lachen hinzu.

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1977 begann ihre Laufbahn in Nordkirchen, als Auszubildende Verwaltungsfachangestellte. Kammert wurde als Angestellte übernommen und übernahm 1993 die Leitung des Sozialamtes. Sie war die erste weibliche Amtsleitung bei der Gemeinde Nordkirchen. Dass sie ihre berufliche Karriere und das Familienleben so gut unter einen Hut bekommen hat, habe viel damit zu tun, dass die Gemeinde Nordkirchen als Arbeitgeber den Angestellten viel Flexibilität ermöglicht habe, so Kammert. In Zeiten, in denen es noch keine Gleichstellungsgesetze oder Förderstellen für Frauen gab, sei das eher ungewöhnlich gewesen.

Für die 62-Jährige bricht jetzt ein neuer Lebensabschnitt an. Pläne habe sie dafür, aber jetzt müsse sie erst einmal Platz für Neues schaffen, sagt Mechtild Kammert.

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