Gemeinde will Familienkonzept zertifizieren lassen

Rat für Verfahrenseinstieg

Im Oktober 2011 beschloss der Nordkirchener Rat das Familienkonzept. Nun will sich die Gemeinde um ein entsprechendes Zertifikat bemühen, um die Familienfreundlichkeit auch nach außen hin sichtbar zu machen und dabei gleichzeitig wichtige Schritte umzusetzen.

NORDKIRCHEN

von Von Matthias Münch

, 09.02.2012, 16:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Nordkirchener Familienkonzept, im vergangenen Jahr von Klara Döbbelin-Südfeld  vorgestellt, soll nun zertifiziert werden. Das empfiehlt der Rat.

Das Nordkirchener Familienkonzept, im vergangenen Jahr von Klara Döbbelin-Südfeld vorgestellt, soll nun zertifiziert werden. Das empfiehlt der Rat.

Zunächst muss der Rat den Beschluss zum Einstieg ins Audit fassen. Dann beginnt ein einjähriger Prozess, der vom Verein „Familiengerechte Kommune“, begleitet wird. Am Ende steht die Zertifizierung, die dann durch ständige Überprüfung und Weiterentwicklung der Qualität alle drei Jahre erneuert werden muss. Inhaltlich geht es um die Bereiche Familie, Arbeitswelt, Kinderbetreuung, Bildung und Ausbildung, Wohnumfeld, Seniorenpolitik und das Zusammenleben der Generationen. Hier habe die Schlossgemeinde schon einiges auf den Weg gebracht, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann am Dienstag erklärte. Unter anderem nannte er das Familienbüro im Rathaus mit der Familienbeauftragten Klara Döbbelin-Südfeld, den Besuch junger Familien mit neu geborenen Kindern sowie den Ausbau der offenen Jugendarbeit, der U3-Betreuung in den Kindergärten oder der Oberstufenräume für die Gesamtschule.

Einstimmig empfahl der Familienausschuss am Dienstag dem Rat den Einstieg in das Zertifizierungsverfahren, das in den vier Jahren bis zur Rezertifizierung 17 500 Euro kosten wird. Ein Großteil dieser Mittel werde aber ohnehin für die Umsetzung des Familienkonzeptes gebraucht, erklärte Sozialamtsleiter Bernd Tönning. Außerdem bemühe man sich um Sponsoren. Zusätzliche Haushaltsmittel werden nicht gebraucht. Es sei gut investiertes Geld, so Tönning, weil man durch das Audit von den Erfahrungen des Vereins „Familiengerechte Kommune“ aus einem Pilotprojekt mit acht Kommunen profitieren könne.

Lesen Sie jetzt