Gemeinderat stimmt für Bau der neuen Turnhalle

Knapp 1,6 Millionen Euro

Eine Sporthalle für Nordkirchen und ein größerer Lebensmittelmarkt für Südkirchen: Der Rat der Gemeinde hat in seiner Sitzung am Donnerstag über zwei lange diskutierte Projekte abgestimmt. Wir fassen die Ergebnisse der Ratssitzung zusammen.

NORDKIRCHEN/SÜDKIRCHEN

, 11.05.2017 / Lesedauer: 3 min
Gemeinderat stimmt für Bau der neuen Turnhalle

Hinter der bestehenden Sporthalle der Gesamtschule wird die neue Sporthalle gebaut. Das Basketballfeld wird versetzt.

Neue Sporthalle für Nordkirchen: Darin, dass die Gemeinde Nordkirchen eine neue Turnhalle für Sportunterricht und Vereine braucht, sind sich alle Fraktionen einig. Dass die Kosten nach Berechnungen des münsterschen Planungsbüros Planwerk mit etwa 1,69 Millionen Euro rund 240.000 Euro höher liegen als in einer ersten groben Kostenplanung, hatte zwar im Bauausschuss zuletzt keine Begeisterung ausgelöst – trotzdem stimmten die Fraktionen mehrheitlich für die vorgestellten Pläne des Architekturbüros.

Grund dafür war auch, dass die Gemeinde von Beginn an eine auf das Nötigste reduzierte Sporthalle planen ließ. Heißt: nur ein Spielfeld ohne Tribünen, wenige Umkleide- und Duschräume, ein ausreichend großer Eingangsbereich.

Planänderung spart 100.000 Euro

Am Ende entschied der Rat wie der Bauausschuss in der vergangenen Woche: Die Sporthalle soll den vorgestellten Plänen entsprechend realisiert werden. In der, ebenfalls im Bauausschuss vorgestellten, reduzierten Form. So wird das Gebäude um rund 50 Quadratmeter verkleinert, um dadurch etwa 100.000 Euro einzusparen. Das bedeutet, dass die ursprünglich geplanten Besuchertoiletten nicht gebaut, sondern dafür die Toiletten der benachbarten Sporthalle mitgenutzt werden.

Wie zuletzt im Bauausschuss kritisierten die Fraktionen von UWG und Grünen am Donnerstag das vorangegangene Planungsverfahren. Beide Fraktionen hätten einen Architektenwettbewerb vorgezogen und stimmten deshalb gegen den Vorschlag der Verwaltung – nicht aber gegen die Sporthalle grundsätzlich, wie im Rat noch einmal betont wurde.

Alternative Vorschläge vermisst

Ihre Kritik äußerten UWG und Grüne im Rat erneut. Uta Spräner (Grüne) vermisste alternative Vorschläge, auf deren Grundlage die Politik besser hätte Kosten und Ideen vergleichen können. Sowohl Gereon Stierl (SPD) als auch Thomas Quante (CDU) hielten hingegen dieses Argument für fraglich. Thomas Quante sagte, es handle sich „nicht um ein Kunstwerk, sondern um ein einfaches Gebäude“, das auf das Nötigste reduziert sei. Gereon Stierl gab zu bedenken, dass ein Architektenwettbewerb aus seiner Sicht zu einem anderen planerischen Ergebnis, nicht aber zu einem anderen Preis geführt hätte.

Bauamtsleiter Josef Klaas machte darüber hinaus erneut deutlich, dass er einen Vergleich mit dem zu Beginn vorgestellten groben Kostenrahmen von 1,45 Millionen Euro nicht zulasse. Dies sei eine reine Kostenschätzung gewesen, so Klaas weiter. Die jetzt veranschlagte Summe von 1,6 Millionen Euro sei „die erste realistische Zahl“, sagte der Bauamtsleiter.

Am Ende wurde der Vorschlag der Verwaltung mehrheitlich bei sechs Gegenstimmen angenommen.

Erweiterung des K+K-Marktes: Der Südkirchener K+K-Markt soll erweitern dürfen, das sagte nach dem Bauausschuss auch der Rat und beschloss die 20. Änderung des Flächennutzungsplans sowie die erste Änderung des Bebauungsplans „Lebensmittelmarkt Oberstraße“. Im nächsten Schritt werden jetzt die Änderungsentwürfe öffentlich ausgelegt, außerdem wird eine vorgezogene Bürger- und Behördenbeteiligung vorbereitet.

Bei zwei Gegenstimmen wurde der Vorschlag angenommen.

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