Gewerbegrundstücke in Nordkirchen: Gemeinde sucht weitere Flächen

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Die Nachfrage von Unternehmen ist da, Gewerbeflächen werden in der Gemeinde Nordkirchen aber langsam rar. Deshalb sucht die Gemeinde bereits nach geeigneten Flächen für Gewerbeansiedlungen.

Nordkirchen

, 10.08.2020, 15:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über mangelndes Interesse von Unternehmen, sich in Nordkirchen an- oder innerhalb des Orts umzusiedeln kann sich die Gemeinde offensichtlich nicht beschweren: Die Gewerbeflächen in der Gemeinde sind „praktisch ausverkauft“, wie Nordkirchens Bürgermeister Dietmar Bergmann im Gespräch mit dieser Redaktion sagt. Das bedeutet allerdings gleichzeitig, dass perspektivisch Gewerbegrundstücke fehlen werden. Denn die Nachfrage von Unternehmen sei da, wie Bergmann hinzufügt.

Derzeit wirbt die Gemeinde auf ihrer Internetseite mit dem Gewerbegebiet V an der Ferdinand-Kortmann-Straße und mit dem erst vor wenigen Jahren erschlossenen Gebiet an der Wilhelm-Raiffeisen-Straße in Südkirchen. Laut Angaben der Gemeinde sind demnach in Nordkirchen von insgesamt 6,7 Hektar Fläche noch 3 Hektar verfügbar. In Südkirchen sind es 1,1 Hektar von insgesamt 2,1.

Das Gewerbegebiet Südkirchen ist innerhalb von vier Jahren vermarktet worden.

Das Gewerbegebiet Südkirchen ist innerhalb von vier Jahren vermarktet worden. © Arndt Brede (Archiv)

Perspektivisch müsse die Gemeinde weitere Flächen für Gewerbeansiedlungen ermitteln und in die politische Diskussion bringen, kündigte Bergmann bereits 2019 gegenüber dieser Redaktion an. Wo genau diese erschlossen werden könnten, sagt Bergmann allerdings noch nicht. Dabei gehe es nicht nur darum, auswärtigen Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, in die Gemeinde zu ziehen. Auch bei Betrieben vor Ort gebe es einen spürbaren Bedarf, sich zu vergrößern.

Ein aktuelles Beispiel ist der Fahrradhandel Kai Witteler, der sich im Baugebiet V in Nordkirchen vergrößern möchte. Im selben Gewerbegebiet plant ein weiteres Unternehmen einen Standort mit Büroflächen. Um welches Unternehmen es sich dabei handelt, ist derweil noch nicht öffentlich gemacht worden.

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Dass nicht nur neue Flächen erschlossen werden müssen, zeigt der geplante Gründerhof im Gewerbegebiet Ermener Straße. Dort will ein privater Investor ein Gebäude in direkter Nachbarschaft zum Euronics-Markt an der Lüdinghauser Straße errichten.

Der Gründerhof soll neben Büroräumen auch mehrere Garagen mit angeschlossenen Büros und Sanitärräumen beinhalten. Letztere könnten unter anderem von kleineren Handwerksbetrieben genutzt werden. Bereits in der politischen Diskussion, die der Planung des Gründerhofs vorausgegangen ist, wurde von Verwaltungsseite gesagt, dass es sich dabei nicht um einen Garagenpark als reine Abstellmöglichkeit für Fahrzeuge handeln soll. Der Zweck sei, dass dort auch Gewerbe einzieht.

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Die Fläche zwischen Lüdinghauser und Ermener Straße wurde früher von einem Autohändler genutzt. Seit der Elektronikhändler Euronics Dworak in dem ehemaligen Verkaufsgebäude des Autohauses untergebracht ist, war die Fläche weitestgehend unbenutzt.

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