Gibt es bald eine Nordkirchen-App?

Einzelhändler sind gefragt

Die Zukunft ist digital – auch beim Einzelhandel, erst recht beim Tourismus. Die Gemeindeverwaltung Nordkirchen will deshalb eine Nordkirchen-App einführen. Ob das Projekt durchstartet oder in den Startlöchern stecken bleibt, entscheiden jedoch in erster Linie die örtlichen Einzelhändler.

NORDKIRCHEN

, 21.09.2017 / Lesedauer: 3 min

170 örtliche Unternehmen sowie 49 Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe hat die Gemeinde Nordkirchen kürzlich angeschrieben. Möglichst bis zum Wochenende sollen sie sich äußern, ob sie grundsätzlich Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Firma „cm city media“ – sie Firma betreut die Internetseite www.nordkirchen.de' type='' href='http://www.nordkirchen.de – haben.

Die Verwaltung hofft auf möglichst großes Interesse. „Wir haben 500.000 Touristen im Jahr. Bestenfalls informieren sie sich schon vor der Ankunft über die Gemeinde, den örtlichen Einzelhandel und die Gastronomie“, sagt auf unsere Anfrage Anne Büscher von der Verwaltung. Doch die Gemeinde hat auch die eigenen Bürger im Blick. Sie könnten sich über die App über neueste Angebote des Einzelhandels informieren.

Die App ist kein Selbstläufer

Dass die Einführung einer App kein Selbstläufer ist, wissen die Verantwortlichen nur zu gut. Schon andere Städte und Gemeinden wollten mit einer App punkten – und fanden am Ende aber zu wenige Einzelhändler, die sich beteiligen wollten.

Anne Büscher sagt deshalb: „Wenn nur recht wenige Einzelhändler und Gastroniebetriebe Interesse bekunden sollten, müssen wir natürlich genau überlegen, ob wir sie einführen wollen.“ Sollte es künftig diese App geben, könnten die Betriebe individuell aus einem größeren Baukasten auswählen:

Möchten sie ausschließlich mit Name, Adresse und Telefonnummer vertreten sein, sollen Öffnungszeiten angezeigt werden, soll ein Routenplaner integriert sein oder sind auch Push-Nachrichten gewünscht? Je vielfältiger die Informationen sein sollten, desto höher wäre die monatliche Gebühr für die Betriebe. Als Größenordnung nennt Anne Büsche 5 bis 10 Euro. Für die Nutzer der App sollen hingegen keine Kosten entstehen.

Mit Wandel der Zeit gehen

„Der Handel der Zukunft sieht das Thema Online-Shopping sehr weit vorne“, schreibt die Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung. „Für uns ist es wichtig, mit dem Wandel der Zeit zu gehen und die Wirtschaft vor Ort bei wegweisenden Innovationen zu unterstützen.“

„Mit der App kann sich der Nutzer optimal auf seinen Einkauf in der Gemeinde Nordkirchen vorbereiten. Die App bietet somit den Nutzern als auch den Händlern vor Ort eine Chance, in Zeiten von Onlineshopping miteinander zu agieren“, ergänzt Bürgermeister Dietmar Bergmann.

Unternehmen mit Sitz in der Gemeinde Nordkirchen, die kein Anschreiben erhalten haben sollten, finden entsprechende Informationen auf der der Gemeinde.

 

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