Gibt es bald WLAN im Nordkirchener Ortskern?

Pläne der Verwaltung

Mobil surfen beim Stadtbummel und das ohne das eigene Datenvolumen zu verbrauchen - vielleicht auch bald in Nordkirchen? Die Gemeinde soll in absehbarer Zeit einen öffentlichen WLAN-Hotspot bekommen. Der könnte im Zuge der Ludwig-Becker-Platz-Umgestaltung eingerichtet werden.

NORDKIRCHEN

, 15.03.2015, 15:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim Umbau des Ludwig-Becker-Platzes in Nordkirchen soll auch ein WLAN-Zugang eingerichtet werden.

Beim Umbau des Ludwig-Becker-Platzes in Nordkirchen soll auch ein WLAN-Zugang eingerichtet werden.

Auch Nordkirchen soll in absehbarer Zeit einen Hotspot bekommen. Das kündigte Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage unserer Redaktion an. Geplant sei, den freien Internetzugang im Zuge der Ludwig-Becker-Platz-Umgestaltung einzurichten, erklärte Bergmann.

Der WLAN-Hotspot soll sich am Beispiel Lüdinghausen orientieren. Dort gibt seit etwa einem Jahr das kostenlose Internet, das täglich für eine Stunde genutzt werden kann. Auch Lüdinghausen arbeitet mit einem Partnerunternehmen zusammen, das den Netzzugang ermöglicht. Dort ermöglicht der Berliner Anbieter "Hotsplots" den öffentlichen Internetzugang. Hotsplots gehört nach eigenen Angaben zu einem der größten Anbieter in Deutschland und betreibt insgesamt über 6500 Hotspots.

Externes Unternehmen bietet Vorteile

Derzeit führe die Verwaltung Nordkirchen Gespräche mit mehreren Partnerunternehmen. Für die Gemeinde ist der Auftrag an ein externes Unternehmen aus mehreren Gesichtspunkten sinnvoll. „Es ist nicht damit getan im Rathaus einen WLAN-Router aufzustellen“, erklärt Bergmann. Die technische Seite sei komplizierter als das Standard-Netz im Privathaushalt, vor allem aber die rechtliche Seite bietet einige Fallstricke.

Die sogenannte Störerhaftung ist dabei das größte Problem. Der Begriff bezieht sich darauf, wer juristisch verantwortlich ist, wenn jemand über ein ungesichertes WLAN-Netz illegale Seiten aufruft, Raubkopien herunterlädt und so weiter. Bislang haftet der Netzbetreiber – in diesem Fall also die Stadt oder Gemeinde.

Stadt kann im Netz anonym bleiben

"Hotsplots" beschreibt auf seiner Internetseite, dass das Unternehmen einen nicht identifizierbaren Internetzugang anbietet. Bei möglichen Rechtsübertretungen werden Ermittlungsbehörden direkt an den Anbieter und nicht an die Gemeinde weitergeleitet. Auf deutsch: Die Stadt oder Gemeinde bleibt im Netz anonym, der Anbieter setzt sich mit Ermittlungen der Polizei auseinander und liefert den Behörden die Informationen, die zur Aufklärung nötig sind.

Ob Nordkirchen auch mit dem Berliner Unternehmen zusammenarbeiten wird, ist unklar. Die Gemeinde wollte mit Hinblick auf laufende Verhandlungen noch keine Namen nennen.

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