Glasfaser in Nordkirchen: So soll es weitergehen

Entscheidung im Dezember

Die Gemeinde befinde sich in einer „komfortablen Situation“, sagt Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann in Bezug auf den Breitbandausbau in Nordkirchen. Nun haben zwei Anbieter starkes Interesse bekundet, das geplante Glasfasernetz der BBV Münsterland zu übernehmen.

NORDKIRCHEN

, 14.11.2016, 16:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Anfang Dezember soll die Politik über die Angebote der beiden Interessenten diskutieren. Bis Mitte Dezember will die Gemeinde Klarheit. Nach dieser Konstellation habe es zum Start der Breitband-Bestrebungen durch die BBV Münsterland vor über einem Jahr noch nicht ausgesehen, sagt Manuel Lachmann.

Zu diesem Zeitpunkt war das Unternehmen das einzige, das in Nordkirchen ein Glasfasernetz bauen wollte. Einige Terminverschiebungen später – plus Ausstieg der BBV –, ist die Ausgangssituation für die Gemeinde Nordkirchen auf einmal besser als vorher.

Nordkirchen ist interessant für die Unternehmen

Nach Aussage von Manuel Lachmann ist der Grund für das Interesse gleich mehrerer Breitbandanbieter an der Schlossgemeinde einfach erklärt: „Nordkirchen ist unbefleckt“, sagt der Wirtschaftsförderer. Das mache Nordkirchen interessant. Die Anbieter, die jetzt auf eine Zusage hoffen, wollen jeweils der Erste am Markt sein.

Jürgen Grüner, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Kreis Coesfeld, sagt, dass es das erste Mal sei, dass zwei Anbieter um einen reinen Glasfaserausbau konkurrieren. Dies lasse sich auch damit begründen, dass es in Nordkirchen bereits eine Vorvermarktung gegeben habe und der Bedarf somit belegt sei.

Entscheidung für Anbieter Anfang Dezember

Aktuell habe die Gemeinde Angebote von beiden Anbietern angefordert, die grundlegende Fragen beantworten sollen: Wie soll der Ausbau genau aussehen? Welche Gebiete sollen ausgebaut werden? Lachmann macht deutlich, dass sich die Ausbaugebiete wahrscheinlich nicht vergrößern werden, es werde bei den Kerngebieten bleiben.

Für die Außenbereiche sucht die Gemeinde eine andere Lösung. Am Dienstag trafen sich Vertreter der Verwaltung mit dem Anbieter „Muenet“ aus Rosendahl, der sich auf den Breitbandausbau in Außenbereichen spezialisiert hat. Welcher Anbieter das Glasfasernetz in Nordkirchen und Capelle ausbauen wird, soll im nächsten Haupt- und Finanzausschuss (6. Dezember) und anschließend im Rat (8. Dezember) diskutiert werden.

Wer es auch wird, die Gemeinde will anschließend aufs Tempo drücken. „Wir fordern, dass genug Mitarbeiter im Einsatz sind, damit der Ausbau schnell über die Bühne geht“, so Manuel Lachmann.

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