Glasfaser-Netz: Frist für Nordkirchen verlängert

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Ascheberg hat es geschafft, Nordkirchen nicht. Nur knapp 350 Nordkirchener haben einen Vorvertrag für einen Glasfaseranschluss mit der Breitbandversorgung (BBV) Münsterland beziehungsweise der Heli Net abgeschlossen. Trotzdem bekommt die Schlossgemeinde noch eine letzte Chance.

ASCHEBERG

, 31.08.2015, 11:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

1700 Verträge haben die Ascheberger bis zum Stichtag, 31. August,  gesammelt. 200 mehr als die BBV für den Ausbau-Start vorgesehen hatte. In Nordkirchen fehlen hingegen auch zum Fristende noch rund 240 Verträge. „Das Ziel ist deutlich verfehlt“, erklärte Wolfgang Ruh, Vertriebsleiter der BBV Deutschland, bei einer Pressekonferenz im Nordkirchener Bürgerhaus am Montag.

Erst nach intensiven und auch harten Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung habe sich die BBV dazu bereiterklärt, die Frist noch einmal zu verlängern. Bis zum Jahresende, „allerspätestens bis zum 31. Dezember“, so Ruh, hat Nordkirchen jetzt noch Zeit, um die nötigen 590 Verträge zu sammeln.

„Die Chance, Glasfaser zu bekommen, war eigentlich schon weg“, sagte Bürgermeister Dietmar Bergmann. Er sei überrascht davon gewesen, dass die Nordkirchener Bürger diese Möglichkeit nicht genutzt haben. Jetzt wolle man mit allen Kräften daran arbeiten, dass es doch noch klappt mit der Glasfaser-Versorgung in Nordkirchen.

Welche Argumente sprachen gegen die Unterschrift?

Woran es lag, dass die Vermarktung in der Schlossgemeinde bis zuletzt so zäh verlaufen ist, konnten sowohl die Vertreter von BBV Münsterland und Heli Net und der Bürgermeister nur erahnen. Zumindest ein Argument, das offensichtlich aus der Sicht vieler Nordkirchener gegen den Ausbau sprach, konnte Wolfgang Ruh benennen: In den vergangenen Wochen habe sich herausgestellt, dass viele davon abgeschreckt sind, dass vor der Haustür wieder eine Baustelle entsteht, dass es dabei Verzögerungen geben könnte und sich der Ausbau ewig zieht.

Vor allem bei Anwohnern der Schloßstraße seien diese Sorge groß, fügte Bergmann hinzu. Dabei liegen in der Schloßstraße bereits Leerrohre. Die Kabel müssen hier nur noch über einen Zugang in die Rohre gelegt werden.

BBV und Gemeinde wollen Nordkirchener aufklären

In den kommenden Wochen und Monaten wollen BBV Münsterland, Heli Net und die Gemeinde weiter über die Vorteile der Glasfaserversorgung aufklären. Es soll weitere Informationsveranstaltungen geben, kündigt Wolfgang Ruh an. Allerdings werde man einen stärken Fokus auf die technische Umsetzung legen, also wie die Kabel verlegt werden und wie sie bis zum Haus kommen.

Fest steht jetzt schon, dass der Anschluss für diejenigen, die sich jetzt für Glasfaser entscheiden, teurer wird. Bislang gewährten die beiden Unternehmen einen Rabatt von 600 Euro auf Neuanschlüsse. Wie teuer es jetzt genau wird, wollen die BBV und Heli Net noch bekanntgeben.

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