Grundschüler beschäftigen sich mit dem Tod

Aktion der Hospizgruppe

Seit Montag und noch bis Freitag arbeiten ehrenamtliche Mitarbeiter der Hospizgruppe Selm-Olfen mit Drittklässlern der Grundschule Südkirchen zu den Themen Sterben und Tod. Die Kinder stünden dem offen gegenüber, erklärt Dorothea Stockmann, Koordinatorin der Hospizgruppe. Im Video erläutert sie zudem, wie sinnvoll es ist, Kinder mit den Tabus "Tod" und "Sterben" zu konfrontieren.

SÜDKIRCHEN

, 21.05.2015 / Lesedauer: 2 min
Grundschüler beschäftigen sich mit dem Tod

Die Drittklässler der Grundschule Südkirchen beschäftigen sich mit dem Thema Sterben und Tod. Die Hospizgruppe Selm-Olfen arbeitet mit ihnen.

Die Hospizgruppe baut die Projektwoche behutsam auf. Die Mädchen und Jungen brachten Babyfotos und Kinderfotos von sich mit. „So sehen sie, wie sich alles verändert und nichts so bleibt wie es ist“, sagt Dorothea Stockmann. Die Kinder malen auch Bilder zu den Themen. Julia hat zum Beispiel ein Haus gemalt, über dem ein lachender Engel schwebt. Berührend. Aber so malen Kinder eben den Tod. Es ist ihre Sicht. Und die ist ganz natürlich. Scheu vor den Themen Sterben und Tod? Fehlanzeige. „Ich habe schon mal meinen Hasen verloren und mein Opa ist auch schon gestorben. Da ist es mir sehr schlecht gegangen.“  Jetzt gehe es ihm aber nicht mehr schlecht, sagt er. Warum? „Weil ich mit meinen Eltern darüber geredet habe.“

Schütteltanz zum Abschluss

Dorothea Stockmann ist sicher, dass die Kinder fürs Leben vom Projekt „Hospiz macht Schule“ profitieren: „Die Kinder werden sich sicherlich, wenn ein naher Verwandter stirbt oder ein Haustier, an die Themenwoche erinnern. Das bleibt nachhaltig bei den Kindern hängen.“

Die Mädchen und Jungen beschäftigen sich auch mit Trost und führen am Freitag zum Abschluss vor ihren Eltern den Schütteltanz auf. Sie schütteln dabei quasi die Schwere der Themen, mit denen sie sich beschäftigt haben, ab.

Mehr über die Hospizgruppe Selm-Olfen gibt es unter www.hospiz-selm.de 

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