Haushalt: Nordkirchen macht überraschend Gewinn

Finanzausschuss

Große Freude im Nordkirchener Finanzausschuss: Geplant war für dieses Jahr von der Gemeindeverwaltung ein Defizit in Höhe von 224.000 Euro. Doch nun erwartet Kämmerer Bernd Tönning ein positives Ergebnis in Höhe von 1,16 Millionen Euro.

NORDKIRCHEN

, 09.11.2016 / Lesedauer: 3 min
Haushalt: Nordkirchen macht überraschend Gewinn

Geplant war im Haushalt ein Defizit, nun wird es am Jahresende ein Plus geben.

Verständlich, dass die Fraktionen am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss den Finanzzwischenbericht erfreut zur Kenntnis nahmen. „Es ist natürlich schön, dass wir mehr Gewerbesteuereinnahmen erhalten. Allerdings ist besonders positiv, dass der schon auf Kante genähte Haushaltsentwurf im Rahmen bleibt“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Heiko Theis. Dem schloss sich Markus Pieper für die CDU an. „Uns beruhigt es außerordentlich, dass alles planmäßig verläuft.“ Man sei auf dem richtigen Weg.

Mehreinnahmen der Gewerbesteuer sind Einmaleffekt

Kämmerer Bernd Tönning betonte, die Verbesserung durch Nachzahlungen von Gewerbesteuer sei allerdings ein Einmaleffekt. Und in zwei Jahren würden diese Mehreinnahmen bei den Schlüsselzuweisungen des Landes berücksichtigt. „Wir werden so auch keine höheren Einnahmen bei der Gewerbesteuer im Haushalt für das nächste Jahr einsetzen“, so der Kämmerer. Jedoch sei dieser Einmaleffekt für die Gemeinde von Vorteil, könne man doch die Liquidität der Gemeinde verbessern und Zinsen bei Krediten einsparen.

Bernd Tönning ging auf die einzelnen Bereiche des Haushalts ein. So verliefen die Verkäufe der Gewerbe- und Baugrundstücke bisher überplanmäßig. Man rechne mit Mehrerträgen in Höhe von 60.000 Euro. Tönning: „In den Folgejahren können diese Einnahmen aber nicht mehr erzielt werden.“ Wie der Kämmerer mitteilte könne über die Leistungen für Flüchtlinge sowie deren Unterkünfte noch keine verlässlichen Prognosen ermittelt werden.

Die Aufwendungen würden bisher aber noch deutlich unter den geplanten Ansätzen liegen. Tönning: „Nach Schließung der Notunterkunft im Hallenbad sind bislang keine weiteren Personen zugewiesen worden.“ Diese könne sich bis zum Jahresende aber noch ändern. Tönning: „Wir rechnen noch mit Zuweisungen, doch werden wir wohl nicht über die Haushaltsansätze kommen.“

Zahlen abwarten

Über den Ansätzen befinden sich Ausschreibungsergebnisse für Tiefbauarbeiten. „Die Unternehmer haben volle Auftragsbücher, so gibt es in den Angeboten auch höhere Kosten.“

Der Haushalt für das kommende Jahr wird, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage der Redaktion erklärt, nicht mehr in diesem Jahr eingebracht. Man wolle erst die überregionalen Zahlen abwarten. Eingebracht werden soll er nun Anfang des Jahres. 

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