Haushaltsplan: Nordkirchen setzt Sparkurs fort

Mehrausgaben und Investitionen

Die Gemeinde Nordkirchen wird auch 2017 den Weg der Haushaltskonsolidierung fortsetzen. Die Bürger müssen sich aber nicht auf Steuererhöhungen einstellen. Wir fassen die wichtigsten Punkte des Haushaltsplans zusammen: Mehrausgaben, Wirtschaftlichkeit und Investitionen.

NORDKIRCHEN

, 19.01.2017 / Lesedauer: 3 min

„Es gibt auch keine Kürzungen bei den freiwilligen Leistungen“, erklärte Bürgermeister Dietmar Bergmann am Donnerstag in einem Pressegespräch vor der Einbringung des Haushaltsentwurf für dieses Jahr bei der Ratssitzung. Vorgesehen sind Investitionen in Höhe von 5,2 Millionen Euro.

Mehrausgaben bei Kreis- und Jugendamtsumlage

Für das Jahr 2017 sieht der Entwurf ein Defizit von 453.540 Euro vor. „Die Schlüsselzuweisungen sinken um rund 578.000 Euro“, so Kämmerer Bernd Tönning. Zudem gebe es bei der Kreisumlage eine Mehrausgabe von 193.000 und sogar 200.000 Euro bei der Jugendamtsumlage. Tönning: „Dies summiert sich auf 971.000 Euro.“

Der Bürgermeister erklärte, so eine Summe könne man nicht auffangen. Bergmann: „Glücklicherweise können wir dies durch einen voraussichtlichen Überschuss aus dem letzten Jahr auffangen.“ Denn im Entwurf für das Jahr 2016 war man von einem Minus von 342.000 Euro ausgegangen. Bernd Tönning: „Wir können nun aber wohl von einem Plus von 1,3 Millionen Euro ausgehen.“ Dietmar Bergmann erklärte, man hoffe im Laufe des Jahres ebenfalls aus einem geplanten Minus ein Plus erzielen zu können.

Der Haushaltsentwurf hat bei den Einnahmen ein Volumen von 20,079 Millionen Euro. Geplant sind Ausgaben in Höhe von rund 20,5 Millionen Euro.

Wirtschaftlichkeit wird genau geprüft

Bürgermeister Dietmar Bergmann erklärte, man habe in den letzten Jahren in vielen Bereichen Einsparpotenzial gefunden. Bergmann: „Wir werden weiterhin jede Maßnahme genau untersuchen und jeden Stein zweimal umdrehen.“ Bernd Tönning ergänzte, bei jeder Maßnahme müsse die Frage der Wirtschaftlichkeit untersucht werden. Im Blick müsse man immer die Folgekosten haben.

Der Kämmerer erklärte, man habe im letzten Jahr 2,5 Millionen Euro an Kassenkrediten zurückzahlen können. „Im Jahr 2009 standen wir mal bei 9 Millionen Euro“, so der Kämmerer. Zurzeit belaufen sich die Kassenkredite auf 4 Millionen Euro. Tönning: „Auch in diesem Jahr möchten wir die Kassenkredite weiter zurückführen.“ Bergmann: „Bei den Krediten gehen wir auch in Zukunft den Weg, langfristige Investitionskredite mit sehr niedrigen Zinsen aufzunehmen.“ Kurzfristige Kredite mit hohem Zinsrisiko wolle man vermeiden.

Investitionen in Sporthalle und Kindergarten

Der Entwurf sieht 5,2 Millionen Euro für Investitionen vor. Im vergangenen Jahr waren es 3,8 Millionen Euro. So sind 440.000 Euro für den Bau einer Sporthalle, 600.000 Euro für einen Kindergarten, 242.000 Euro für Fahrzeuge und Geräte für die Freiwillige Feuerwehr vorgesehen. „Enthalten sind rund eine Millionen Euro für die Erschließung des Baugebiets Rosenstraße-West“, erklärte Bernd Tönning.

Bergmann: „Bei den Investitionen reden wir in diesem Jahr eher über eine Vielzahl an Projekten, als über ein großes Projekt, das wir in den letzten Jahren gestemmt haben.“

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