Die Spritpreise sind derzeit hoch. In Nordkirchen lassen die Autofahrer ihren Frust aber noch nicht an den Tankstellen raus. © dpa
Tankpreise

Hohe Spritpreise: Gibt es noch einen günstigen Zeitpunkt zum Tanken?

Der Blick auf die Preisangabe an der Zapfsäule lässt so manchen Autofahrer hinsichtlich der aktuellen Benzin- und Dieselpreise im Moment tief durchatmen. Doch zum Personal sind alle freundlich - zumindest in Südkirchen.

Der Dieselpreise von 1,57 Euro am Mittwochvormittag (20. Oktober) ließ so manchen Tankenden den Atem anhalten. „Das fällt schon auf, dass der sehr hoch ist“, sagt Julia Bauhaus, Angestellte in der Raiffeisen-Tankstelle in Südkirchen.

Seit Tagen schnellen die Spritpreise in Deutschland nach oben.

Chancen, günstig das Auto vollzutanken, gäbe es aber nicht, ergeben sich aber rein zufällig. „Tipps, wann man vielleicht günstiger tanken könnte, haben heute keine Wirkung mehr“, weiß Julia Bauhaus. „Das ändert sich im Laufe des Tages immer wieder. Man kann nicht mehr vorhersagen, wann es günstiger sein wird.“

Hilfreich können da allenfalls entsprechende Handy-Apps sein, die lokalisiert die Spritpreise vergleichen und anzeigen, wo man gerade etwas günstiger tanken könnte. Wie lange diese Preise aber Bestand haben und ob nicht andere Tankstellen nachziehen, kann niemand mit Sicherheit sagen. Denn natürlich gucken auch die Tankstellenbetreiber, was die Konkurrenz gerade macht.

Hoher Ölpreis hat Auswirkungen

Beim Treibstoff regeln klar Angebot und Nachfrage den Preis – und aktuell ist der Ölpreis sehr hoch, der wiederum Auswirkungen auf die Benzinpreise hat. Zu der hohen Nachfrage, weil viele Betriebe nach der Corona-Krise wieder durchstarten wollen, kommen wirtschaftspolitische Machtspielchen der Förderländer.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Steuern und Abgaben, die man innerhalb Deutschlands auf Benzin und Diesel zahlen muss. Hinzu kommt sei Anfang des Jahres eine CO-Abgabe, die alternative Energien interessanter machen soll. Während sich die Energiesteuer (ehemals Mineralölsteuer) jedoch auf den Liter bezieht und somit stets eine feste Größe in der Preisgestaltung ist, profitiert der Staat bei der Mehrwertsteuer. Diese 19 Prozent werden nämlich von der Rechnungssumme erhoben – und je teurer der Sprit ist, desto höher fällt auch die zu zahlende Mehrwertsteuer aus.

Frust der Leute hält sich noch in Grenzen

„Aber der Frust über die hohen Preise hält sich noch in Grenzen, wir bekommen nicht viel ab“, ist Julia Bauhaus dankbar über gleichbleibende Freundlichkeit. „Aber unsere Kunden wissen auch einfach, dass wir mir der Preisgestaltung nichts zu tun haben. Da gibt es keine Diskussionen.“ Aber: „Wenn das länger anhalten sollte, bekommen wir bestimmt auch mehr von der Frustration zu spüren.“

Keine Auskunft möchten die Mitarbeiter der Aral-Tankstelle in Nordkirchen geben und verweisen wegen allgemeiner Informationen zum Sprit-Preis an die Pressestelle von Aral.

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