Hund Nono besucht regelmäßig den Unterricht

Maximilian-Kolbe-Schule

NORDKIRCHEN Dienstagnachmittag, 14 Uhr, die Pausenglocke schrillt durch die Flure. Ein ganz normaler Tag in der Maximilian-Kolbe-Schule? Nicht ganz, denn jeden Dienstag ist Nono, der Schulhund, zu Besuch.

von Von Alexandra Neuhaus

, 27.11.2009, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

  Nono und Andrea Brune-Jakob – ein Team, das sich blind versteht, Kollegen, die sich vertrauen, eine Teamfähigkeit, ohne die das Projekt Schulhund nicht möglich wäre. Die Aufmerksamkeit aller Schüler zu Beginn der Stunde gilt Nono. „Lass‘ dich knuddeln“, sagt der zehnjährige Marcel und krault das glänzende Fell des Tieres. „Es darf immer nur einer streicheln“, erinnert er den dazukommenden Jona. Andrea Brune-Jakob lächelt stolz. „Wir haben Regeln aufgestellt zum richtigen Umgang mit Nono“, sagt die drahtige Frau mit dem modischen Bob-Schnitt und zeigt auf sechs Foto-Kärtchen an der Wand. Rücksichtnahme, Empathiefähigkeit, Verständnis für andere Kreaturen – allein die pure Anwesenheit des Hundes lässt die Schüler anders reagieren. „Ich passe auf, dass ich nicht zu laut bin, damit ich Nono nicht erschrecke“, sagt Marko aus Selm und schleicht tatsächlich ganz vorsichtig um den vor sich hindösenden Hund herum. Seine Klassenkameradin Jessica ergänzt: „Wir können ihn immer streicheln, das finde ich toll.“

Nono hört zu, hat keine Vorurteile und schmust – vielfachen menschlichen Grundbedürfnissen wird so ganz einfach Rechnung getragen. Thema der Stunde: Körpersprache der Hunde. „Ausnahmsweise ist Nono Sachunterrichtsthema“, sagt die Lehrerin. Der Grund hinter dieser Unterrichtseinheit? „Irgendwann sollen die Schüler anderen interessierten Klassen einen Hunde-Vortrag halten“, erklärt Tierfreundin Brune-Jakob. Der Vortrag – auch das ist Teil des tierpädagogischen Konzepts. 

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