Hundewiese in Nordkirchen: Neue Initiative muss eine grundlegende Voraussetzung erfüllen

rnHunde in Nordkirchen

Nordkirchen soll eine Hundewiese bekommen. Das schlagen die Grünen dem Rat vor. Solche Pläne gab es bereits vor rund fünf Jahren in Capelle. Und sie scheiterten an einem Grund.

Nordkirchen

, 05.03.2020, 13:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nordkirchen könnte eine Hundewiese bekommen. Mit diesem Vorschlag gehen zumindest die Nordkirchener Grünen in die kommende Sitzung des Rats (12. März, 17.30 Uhr im Bürgerhaus). Über 1000 Hunde seien in Nordkirchen gemeldet, „für eine gesunde Sozialentwicklung sowie für die körperliche Gesundheit“ sei es für Hunde unverzichtbar, regelmäßig Kontakt zu anderen Hunden zu haben, argumentieren die Grünen.

Der Vorschlag ist nicht neu in Nordkirchen, sagt auf Anfrage Bürgermeister Dietmar Bergmann. Vor circa fünf Jahren hat es in Capelle eine ähnliche Initiative gegeben. Petra Schröer, damals Vorsitzende des Nordkirchener SPD-Ortsvereins, vermittelte damals zwischen Capeller Bürgern, die ebenfalls eine Freilauffläche für Hunde wünschten, und der Gemeindeverwaltung.

Gemeinde stellte eine Bedingung

Allerdings liefen die Bemühungen damals unter dem Radar der breiteren Öffentlichkeit, wie Petra Schröer erklärt. Denn nach und nach gerieten die Bemühungen ins Stocken.

Die dafür vorgesehene Fläche liege in der Nähe der Pumpstation an der Straße Hagen Kamp, hinter dem heutigen Dorfgemeinschaftshaus. Die Bedingung der Gemeinde war damals, dass sich Freiwillige finden müssten, die sich um die Umzäunung und Pflege der Freilauffläche kümmern. Heißt: auch regelmäßig kontrollieren, dass Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere entsorgen.

„Es muss jemand die Verantwortung übernehmen“, sagt Schröer entschieden. Das gelte auch heute noch. Das Thema Hundekot war auch der Auslöser für die Überlegungen in Capelle. Damals mehrten sich die Beschwerden, dass der Capeller Dorfpark zur Hundetoilette umfunktioniert werde und die Kothaufen einfach liegen bleiben, erklärt Schröer.

Das Problem, das die Hundebesitzer schilderten, war der fehlende Platz, wo sich Hunde begegnen können. Mit der Freilauffläche sollte diese Lücke geschlossen und gleichzeitig das Problem behoben werden, dass der Dorfpark als Begegnungsfläche für Hunde zweckentfremdet wird.

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Letztlich sei die Fläche dann allerdings nie wirklich umgesetzt worden, sagt Petra Schröer, weil sich niemand habe den Hut aufsetzen und sich ehrenamtlich um den Platz kümmern wollen. Damals habe die SPD auch über eine mögliche Fläche im Ortsteil Nordkirchen nachgedacht. Nach dem Versuch in Capelle blieb es aber bei Überlegungen.

Für die Nordkirchener Verwaltung ist klar: Auch für neue Versuche, eine Freilauffläche für Hunde einzurichten, müssten sich Bürger finden, die den Platz pflegen, sagt Bergmann. Für den Vorschlag sei die Verwaltung aber offen und habe auch mögliche Standorte im Blick. Diese müssten aber noch genau geprüft werden, fügt Bergmann hinzu.

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