In Capelle wird ein Haus für 25 Asylbewerber gebaut

Spatenstich im Sommer

Ein neues Mehrfamilienhaus für Asylbewerber soll am Baumeisters Kamp entstehen. Geplant ist der Bau für den Sommer, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage dieser Redaktion sagte. Das ist bisher über das neue Gebäude und die Planung bekannt.

CAPELLE

, 29.04.2016, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Notunterkunft für Flüchtlinge im Nordkirchener Hallenbad.

Die Notunterkunft für Flüchtlinge im Nordkirchener Hallenbad.

Die Firma Hilbers Bau aus Nottuln soll das Mehrfamilienhaus bauen – das hat der Rat der Gemeinde in seiner Sitzung am Donnerstag entschieden. Das Gebäude könne man sich so ähnlich vorstellen, wie eins der beiden Häuser für Asylbewerber an der Unterstraße direkt am Ortseingang von Südkirchen, wie Bauamtsleiter Josef Klaas auf Anfrage erklärte. Gebaut wird ein zweigeschossiges Haus, mit kleinen Wohneinheiten, die später noch erweitert werden können, „wenn der Bedarf da ist“, so Klaas weiter.

In jeder Wohnung soll es ein Badezimmer und eine kleine Küche geben. „Wir halten nicht viel davon, zentrale Kücheneinheiten einzurichten“, erklärte Klaas die Entscheidung. Draußen sollen Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder entstehen. 640.000 Euro soll der Neubau komplett kosten – die Ausgabe ist im aktuellen Haushalt bereits einkalkuliert, so Bergmann. Das Haus soll nächstes Jahr fertig sein und hat Platz für 25 Personen.

Darum ist der Neubau nötig:

Hauptgrund ist die Schließung der Notunterkunft im Hallenbad- und Turnhallenkomplex. Dadurch, dass die Gemeinde dort Platz für rund 150 Flüchtlinge geschaffen hatte, wurden ihr seitdem keine kommunalen, also fest zugewiesenen, Flüchtlinge mehr zugeteilt. Das ändert sich ab dem 30. Juni, wenn die Notunterkunft geschlossen wird.

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Mit einer Frist von vier Monaten muss die Gemeinde dann wieder mehr kommunale Flüchtlinge aufnehmen und dauerhaft unterbringen. Mit wie vielen genau zu rechnen ist, konnte der Bürgermeister noch nicht sagen. „Das ist einfach schwer vorauszusehen“, so Dietmar Bergmann. „Fest steht: Wir brauchen weiteren Wohnraum“, sagte er weiter. Deshalb prüfe man auch jetzt weiter, wo die Gemeinde zusätzlichen Wohnraum – ob durch Neubau oder Kauf – schaffen kann.

Deshalb baut die Gemeinde direkt in einem Wohngebiet:

Von Anfang an war die Absicht der Verwaltung, Asylbewerber dezentral unterzubringen und dadurch die Integration zu erleichtern. „Es ist nicht unsere Absicht, irgendwo Container aufzustellen“, machte der Bürgermeister deutlich. Man könne diese Lösung zwar nicht ausschließen, versuche aber auf jeden Fall, sie zu vermeiden. In das Haus am Baumeisters Kamp sollen, wenn möglich, Familien und Einzelpersonen einziehen, kündigte Bergmann an. „Das ist ein guter Mix“, so der Bürgermeister weiter.

So will die Gemeinde die Nachbarschaft informieren:

Es hat bereits Gespräche mit den Anwohner gegeben und auch in Zukunft will die Verwaltung die Nachbarschaft umfassend über die Planung informieren, kündigte Bergmann an.

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