Keime in Wasserleitung verzögerten die Freigabe

Neubaugebiet Auf dem Hegekamp

In dem Neubaugebiet Auf dem Hegekamp ist es zu Verzögerungen bei der Freigabe der Wasserleitungen gekommen. Das bestätigte Bauamtsleiter Josef Klaas auf Anfrage der Redaktion. Schuld daran waren Keime in der neu verlegten Hauptleitung, die der Versorger Gelsenwasser bei einer Prüfung festgestellt hat.

NORDKIRCHEN

, 24.09.2015, 16:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Keime in Wasserleitung verzögerten die Freigabe

Die ersten Grundstücksbesitzer in dem Baugebiet Auf dem Hegekamp haben im Juli 2015 mit dem Hausbau begonnen. Jetzt kommt es zu Verzögerungen bei der Freigabe der Wasserleitungen.

Wegen der Keimbelastung konnte Gelsenwasser die Leitungen nicht sofort freigeben, sondern musste sie zunächst reinigen. Das sei allerdings nicht ungewöhnlich, wie Josef Klaas erklärte. "Bevor sie in die Erde gelegt werden, liegen die Rohre auf der Baustelle herum und gehen durch viele Hände", so Klaas. Da können Verunreinigungen auftauchen, erklärt der Bauamtsleiter weiter.

Rohre mittlerweile gereinigt und freigegeben

Mitarbeiter von Gelsenwasser haben diese Verunreinigung bei einer Trinkwasserprüfung entdeckt und die Freigabe zunächst nicht gegeben. Mittlerweile seien die Rohre aber gereinigt und freigegeben, so Klaas.

Laut Gelsenwasser-Sprecherin Heidrun Becker werde eine Leitung nur dann ans Trinkwassernetz angebunden, wenn die Druckprüfung und die bakteriologische Prüfung einwandfrei seien. Becker: "Bei der bakteriologischen Prüfung durch die Westfälische Wasser- und Umweltanalytik GmbH (WWU) wurde anschließend ein häufig vorkommendes Bakterium 'Pseudomonas aeruginosa' ('Pfützenkeim') nachgewiesen, sodass die Leitung nicht direkt in Betrieb genommen werden konnte."

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Gelsenwasser untersuche neue Leitungen freiwillig auf dieses Bakterium, so Becker weiter. Vorgeschrieben sei die Prüfung durch die deutsche Trinkwasserverordnung nicht. Mithilfe von Frischwasser-Spülungen, verschiedenen Desinfektionen und dem sogenannten "Molchen" der Leitung (mechanische Reinigung mit Schwammgummibällen) habe die Zahl der Keime bei jeder weiteren Probe verringert werden können. Die letzte Probe am 20. September sei völlig einwandfrei gewesen, sodass die Leitung am 22. September ins Netz eingebunden wurde.

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