Kinderheilstätte: Neue Räume für Kita-Gruppen

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Endspurt in der Kinderheilstätte Nordkirchen: Der Umbau läuft unter Hochdruck. Zukünftig sollen 1,5 Kita-Gruppen in den umgestalteten Räumen Platz finden. Die Arbeiten waren notwendig geworden, weil der Bedarf enorm gestiegen ist. Dabei war es eher Glück, dass überhaupt ein Ausbau möglich war.

NORDKIRCHEN

, 28.07.2017 / Lesedauer: 3 min
Kinderheilstätte: Neue Räume für Kita-Gruppen

Die Räume für die neue Kindergartengruppe der Kinderheilstätte sind fast fertig. Bürgermeister Dietmar Bergmann (unten rechts, v.l.), Thomas Pliquett, kaufmännischer Leiter der Kinderheilstätte und Familienbeauftragte Klara Döbbelin-Südfeld haben sich umgesehen.

„Mal eben“ – so war der Gedanke des kaufmännischen Leiters der Kinderheilstätte, Thomas Pliquett, und Bürgermeister Dietmar Bergmann, als es um den Planungsweg der neuen Kindergartengruppe ging. Erste Gespräche wurden im Februar geführt, aus „mal eben“ entwickelte sich ein „längerer Prozess“, erklärte Pliquett bei einem Rundgang durch die neuen Räume am Donnerstag.

Hohe Vorgaben verlangsamen den Umbau in der Kinderheilstätte

Nicht geahnte bauliche Auflagen und Vorgaben des Brandschutzes verlangsamten den Plan. „Die Vorschriften sind wichtig und jetzt ist alles umgesetzt, sicher, quetsch- und unfallfrei“, so Pliquett. Auch die Baugenehmigung liegt inzwischen vor und damit einhergehend die Erlaubnis zur Nutzungsänderung – von der Cafeteria mit Essenausgabe hin zur Kindergartengruppe mit eineinhalb Gruppen. Bis zur Genehmigung durfte es in den Räumen, die in den 1950er Jahren gebaut worden sind, nur Arbeiten im Bestand geben.

„Wir sind jetzt in den letzten Zügen,“ beschrieb Pliquett die noch ausstehenden Arbeiten. Trotz allen Optimismus ließ es der kaufmännische Leiter der Kinderheilstätte nicht unerwähnt, dass noch einiges zu tun ist, bis es mit dem Betrieb losgehen kann. Noch fehlt die Schaukel auf dem Außengelände, bisher ist auch die Ausstattung noch nicht vollständig da.

Neue Möbel und viel Platz für die Kindergartengruppe

„Wir hoffen auf Möbel“, sagte Pliquett und erklärte, dass die Verzögerung mit der Wartezeit auf die Förderbescheid-Bewilligung durch das Kreisjugendamt zu tun hatte. Für das Mobiliar seien für den U3-Bereich 31.500 Euro bewilligt, 63.000 Euro für den Bereich der über Dreijährigen, ergänzte Bürgermeister Bergmann, der betonte, dass es „ein Glücksfall“ gewesen sei, dass die Räume zur Verfügung stehen.

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„Und Platz ist ja wirklich genug da“, ergänzte die Familienbeauftragte der Gemeinde, Klara Döbbelin-Südfeld, während der Besichtigung. Zwei verschiedene Bodenbeläge trennen den großen Hauptraum gestalterisch in Essens- und Spielbereich. Wo getobt und gespielt werden soll, liegt Teppich, auf der anderen Seite, angrenzend an die Küche, Laminat.

Ein Mosaik an der weißen Wand des großen Raumes sei ein „Relikt der Einrichtung“, so Pliquett. Des Weiteren gibt es einen Raum zur Umkleide mit Garderobenfach für jedes Kind, einen Ruheraum und ein Mitarbeiter-WC. Personell liegt die Planung für die Gruppe bei 3,5 Stellen. 

Steigender Bedarf an Betreuungsplätzen macht Ausbau notwendig

Die Kinder werden ihr Reich dort haben, wo früher die alte Mitarbeiter-Cafeteria im Haus 3 der Kinderheilstätte war. Dort, wo jetzt der Eingang zur neuen Gruppe ist, hatten ehemals Mitarbeiter einen Sitzbereich. Ein Zaun trennt nun den Außenbereich der Kindergartengruppe ab. „Zäune kennen wir auf dem Gelände eigentlich nicht“, sagt Pliquett. Doch dieses Hindernis habe den Zweck, dass niemand schnell entwischen könne.

Bürgermeister Dietmar Bergmann schilderte, dass die Gruppe keinesfalls als Notgruppe, sondern als Übergangsgruppe gesehen werde. Die Kinderheilstätte stehe schließlich für Qualität. Nötig ist die Gruppe aufgrund des gestiegenen Bedarfs an Betreuungsplätzen in der Gemeinde geworden.  

Ende 2018 wird sie durch einen Kindergarten-Neubau abgelöst, der dann mit drei Gruppen den Betrieb aufnehmen wird. Das Mobiliar werde in den Neubau übernommen. Und die Räume, die nun für den Übergang als Kindergartengruppe genutzt werden, sollen dann als Fortbildungs- und Besprechungsräume der Kinderheilstätte funktionieren.

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