Am Samstag war niemand in der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule zum Lernen da. Stattdessen gab es dort Kinderkleidung, Spiele und vieles mehr zu kaufen – alles Second-Hand.

Nordkirchen

, 30.09.2018, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Großer Andrang herrschte am Samstag beim Second-Hand-Markt für Kinder in der Johann-Conrad-Schlaun Gesamtschule. Im Altbau warteten Spielzeug, Fahrzeuge, Autositze und Kinderwagen auf neue Besitzer. Im Neubau gab es Umstandsmode und Kinderbekleidung in allen Größen.

Für die rund 35 Helferinnen war es ein langer Tag. „Gestern haben wir von 15.30 bis 21.00 Uhr alles aufgebaut. Heute waren wir schon um 7.30 Uhr hier, um die letzten Vorbereitungen zu treffen“, erzählte Marion Lütke Uphues vom Second-Hand-Team. Wie erwartet, gab es den größten Andrang direkt um 9 Uhr, als der Markt öffnete. Nach einer Stunde „Kampfzeit“ sei es zwar merklich ruhiger geworden, aber bis zum Ende um 12 Uhr war der Second-Hand-Markt gut besucht. „Wir sind sehr zufrieden“, meinte Lütke Uphues.

Verschiedene Kaufgründe

Gründe für den Kauf gebrauchter Kleidung gab es reichlich. „Unsere Tochter bekommt Hautprobleme, durch Chemie- und Farbrückstände in neuer Kleidung. Gebrauchte Sachen sind gut durchgewaschen. Das verträgt sie besser. Der günstige Preis ist bei uns eigentlich nur eine angenehme Nebensache“ sagte Sabrina Islic. „Selbstverständlich müssen ihr die Sachen auch gefallen. Mit ihren fünf Jahren weiß Dana schon genau, was sie tragen möchte und was nicht. Daher ist sie heute auch dabei und trifft die Kaufentscheidung.“

Kindersachen aus zweiter Hand

Es gab nicht nur Spielzeug, sondern auch Kinderwagen und Autositze. © Beate Dorn

Auch Anke Bomholt fand so einiges für ihren vier Monate alten Sohn. „Es lohnt sich nicht neue Kleidung zu kaufen. Einige Kleidungsstücke werden so gut wie gar nicht getragen, weil die Kinder so schnell wachsen. Die Auswahl ist hier reichlich und die Sachen sind in einem guten Zustand.“ Außerdem sei alles übersichtlich sortiert.

„Ich kaufe neue und auch gebrauchte Kleidung für mein Kind. Oft brauchen Kinder eine zweite Garnitur, zum Beispiel für den Kindergarten. Da muss es nicht immer neu sein“, meinte Sabine Heise.

Kleidung als Verkaufsschlager

„Kleidung wird immer gerne gekauft, insbesondere die kleinen Größen sind sehr gefragt“, bestätigte Marion Lütke Uphues. Bei den Spielsachen seien Playmobil, Duplo und Spiele der Renner.

20 Prozent des Verkaufserlöses behält der Second-Hand-Markt Nordkirchen e.V. ein. Das Geld wird gespendet. Wichtig sei, dass es in Nordkirchen bleibt.

Spendenempfänger gesucht

Bislang stehe noch nicht fest, wer davon profitieren wird. Der Verein lässt sich gern von Vorschlägen inspirieren. „Wer noch eine Finanzspritze zum Beispiel für Jugendarbeit braucht oder weiß, wo noch Gelder benötigt werden, darf sich gerne mit uns in Verbindung setzten. Wir nehmen die Vorschläge an und beraten dann darüber“, sagte Marion Lütke Uphues.

Zweimal im Jahr günstig einkaufen Zweimal im Jahr findet der Second-Hand-Markt in Nordkirchen statt. 20 Prozent der Einnahmen sind für den guten Zweck bestimmt. Das Jugendhaus Juno, die Kinderheilstätte sowie Kitas haben in der Vergangenheit profitiert. Die nächste Börse ist voraussichtlich am 16. Februar.

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