Kita-Neubau Nordkirchen: Investorenwettbewerb

Gründe, Details, Zeitplan

Die Gemeinde Nordkirchen hat den nächsten Schritt für den geplanten Kindergarten-Neubau in die Wege geleitet. Der vom Rat der Gemeinde im März beschlossene Investorenwettbewerb ist gestartet, wie die Verwaltung am Mittwoch erklärte. Hier lesen Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

NORDKIRCHEN

, 01.06.2017, 05:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kita-Neubau Nordkirchen: Investorenwettbewerb

Auf diesem Gelände an der Mühlenstraße, direkt neben der Mauritiusschule, soll ein Investor eine dreigruppige Kindertagesstätte bauen.

Warum ist die zusätzliche Kindertagesstätte in Nordkirchen nötig?

Hier spielen mehrere, für die Gemeinde Nordkirchen erfreuliche, Faktoren eine Rolle. Zum einen steigt die Geburtenrate, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann (SPD) am Dienstag, 30. Mai erklärte. 91 Neugeborene hat die Gemeinde 2015/2016 begrüßen können, in den Jahren davor seien es rund 70 Kinder gewesen. Hinzu kamen laut Dietmar Bergmann 43 Kinder, die mit ihren Familien nach Nordkirchen gezogen sind.

Mit einem Baugebiet in der Erschließungsphase (Rosenstraße-West) und einem in Planung (Große Feld III) sei außerdem mit weiter steigenden Kinderzahlen zu rechnen.

Hinzu komme, dass die Nachfrage nach U3-Betreuungsplätzen höher sei, als ursprünglich vermutet. Diese liege im Ortsteil Nordkirchen bei rund 41 Prozent, kreisweit bei 43 Prozent. Daraus ergibt sich laut aktuellem Kindergartenplatzbedarfsplan ein Bedarf von drei zusätzlichen Betreuungsgruppen mit 15 bis 20 U3-Plätzen und 25 bis 35 Ü3-Plätzen. Damit will die Gemeinde eine Quote von 41 bis 43 Prozent für den Ortsteil Nordkirchen erreichen.

Warum haben sich Verwaltung und Politik für einen Investorenwettbewerb entschieden?

Die Gemeinde folgt damit einem Beispiel, „mit dem Nachbarkommunen bereits gute Erfahrungen gemacht haben“, wie Dietmar Bergmann sagt. Laut einer groben Kostenschätzung, den die Verwaltung der Politik bereits vorgestellt hat, würde ein eigener Neubau in dieser Größenordnung mindestens 1,75 Millionen Euro kosten.

 

So funktioniert die Karte: Klicken Sie auf die "+/-"-Symbole oben links, um in die Karte hinein- oder aus ihr herauszuzoomen. Das blaue Symbol kennzeichnet die Fläche, wo die neue Kita entstehen soll. 

 

Welche Vorgaben muss der Investor einhalten?

Auf dem rund 1850 Quadratmeter großen Grundstück an der Mühlenstraße (neben der Mauritiusschule), das die Gemeinde an den Investor verkauft, muss er eine Kita mit drei Gruppen bauen und an einen von der Gemeinde ausgewählten Träger vermieten. Als Träger soll die Kinderheilstätte fungieren. Der Kindergarten soll mindestens 20 Jahre bestehen, wobei es eine Option zur Verlängerung des Vertrages gibt – genauso, wie die Möglichkeit, früher auszusteigen, wenn der Bedarf plötzlich nicht mehr da sein sollte. Was die Gestaltung des Gebäudes angeht, hat der Investor grundsätzlich freie Hand, allerdings müssen Verwaltung und Politik einverstanden sein.

Wie lange sammelt die Gemeinde Angebote und wann soll die Kita ihren Betrieb starten?

Noch bis zum 11. Juli werden Angebote gesammelt. Nach den Sommerferien sollen diese in den politischen Gremien vorgestellt werden. Die Vorgabe an den Investor ist, möglichst bis zum 1. August 2018 den Bau abgeschlossen zu haben, spätestens aber bis zum 1. Januar 2019. „Das ist ein sportliches Ziel“, gibt der Bürgermeister zu. Bis dahin betreibt die Kinderheilstätte eineinhalb zusätzliche Kitagruppen in ihren ehemaligen Mensa-Räumen.

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