Knöllchen in Nordkirchen - Wo und warum Falschparker 2018 ein Bußgeld kassiert haben

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Mit der Parkscheibe haben es einige Autofahrer 2018 in Nordkirchen nicht ganz so ernst genommen. Wo die meisten Parksünder erwischt wurden und wie viel Geld zusammenkam, erklären wir hier.

von Annika Heuser

Nordkirchen

, 01.08.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So ärgerlich es auch ist. Grundsätzlich gilt: Auch beim Parken muss man sich an die Straßenverkehrsordnung halten.

Wer im absoluten Halteverbot steht, seine Parkscheibe vergisst oder die ausgeschilderte Parkdauer überschreitet, kann schnell ein Verwarngeld kassieren. Letzteres führte 2018 in Nordkirchen besonders häufig zum unbeliebten Zettel hinter der Windschutzscheibe.

Einnahmen der Gemeinde

Wie Mechtild Kammert, Fachbereichsleiterin Bürgerservice, Familie, Soziales, auf Anfrage erklärt, hat die Gemeinde Nordkirchen 2018 insgesamt 3680 Euro durch Strafzettel eingenommen.

Im Vorjahr wurde eine ähnlich hohe Summe einkassiert. „2017 hatten wir Einnahmen in Höhe von 3800 Euro zu verzeichnen“, so Mechtild Kammert.

Schwerpunkt liegt auf einem von drei Ortsteilen

Von den drei Ortsteilen der Gemeinde Nordkirchen liege der Schwerpunkt der Kontrollen vor allem auf der Schloßstraße und der Bergstraße in Nordkirchen.

Das erklärt die Fachbereichsleiterin damit, dass dort die Parkdauer durch die umliegenden Geschäfte und Einkaufsmöglichkeiten auf zwei Stunden begrenzt ist. Die Gemeinde wolle auf diese Weise verhindern, dass Autos dauerhaft die Parkplätze blockieren.

Gründe für falsches Parken

Am häufigsten kassierten Falschparker in Nordkirchen 2018 ein Verwarngeld, weil sie die Parkscheibe vergessen oder nicht ordnungsgemäß eingestellt haben. Ein weiterer Grund war die Überschreitung der Parkzeit, sagt Mechtild Kammert.

Laut dem aktuellen Bußgeldkatalog 2019 werden für das Vergessen der Parkscheibe oder einer Überschreitung der ausgeschilderten Parkdauer zwischen zehn und 30 Euro fällig.

Überzieht man die Parkzeit zum Beispiel für eine halbe Stunde, kassiert man ein Bußgeld von zehn Euro. 25 Euro muss der Falschparker laut Bußgeldkatalog für eine bis zu dreistündige Überschreitung zahlen. Aber auch andere Vergehen wie Parken auf Schwerbehinderten-Parkplätzen werden mit einem Bußgeld von 35 Euro bestraft.

„Eine entspannte Parksituation schaffen“

Mechtild Kammert erklärt, dass die Politessen der Gemeinde nicht nur Strafzettel, sondern auch Hinweiszettel verteilen, die den Falschparker über sein Fehlverhalten aufklären.

„Allgemein lässt sich sagen, dass unser Schwerpunkt bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs nicht darauf liegt, Einnahmen zu generieren, sondern es uns eher darum geht, eine möglichst entspannte Parksituation zu schaffen“, betont die Fachbereichsleiterin.

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