Konzept für Hotelprojekt in Nordkirchen verändert

Planungen vorgestellt

Beim Hotelprojekt in Nordkirchen wird's langsam ernst: Im Frühsommer 2018 soll der Bau beginnen. Gemeinde, Betreiber und Projektentwickler haben am Donnerstag über den Stand der Dinge informiert. Eine Erkenntnis: Ursprünglich sollte es ein Drei-Sterne-Hotel werden. Jetzt allerdings nicht mehr - das Konzept wurde verändert.

NORDKIRCHEN

, 07.07.2017 / Lesedauer: 3 min

Im Hochzeitstürmchen am Schloss in Nordkirchen werden eigentlich Unterschriften unter Heiratsurkunden gesetzt. Vertreter der Gemeinde, des Betreibers und Projektentwickler setzten Donnerstag zwar keine Unterschrift unter das Hotelprojekt, informierten aber über den aktuellen Planungsstand.

Die Informationen sind positiv. Beide Seiten haben in den vergangenen Monaten – im September 2016 hatten sie erstmals über das Projekt informiert – ihre Hausaufgaben gemacht. Bürgermeister Dietmar Bergmann betonte, man habe die Aufstellung eines Bebauungsplans und eine Änderung des Flächennutzungsplans in die Wege geleitet.

120 Betten in dreigeschossigem Gebäude

„In Gesprächen mit der Bezirksregierung haben wir positive Signale erhalten“, so der Bürgermeister. Am Montag, 10. Juli, würden weitere Abstimmungsgespräche mit der Bezirksregierung erfolgen. Sahen die ersten Pläne ein Drei-Sterne-Hotel speziell für Familien und Sportler vor, so soll nun ein noch hochwertigeres Hotel gebaut werden.

„Wir haben uns in den letzten Monaten hinterfragt, ob es wirklich das richtige Konzept für Nordkirchen ist“, so Thorsten Schütte vom Projektentwickler Premero. Es wäre falsch, nur Nordkirchen zu beachten. „Wir müssen die gesamte Region ins Auge fassen“, so der Entwickler. Und auch an internationale Gäste müsse man denken.

Schütte sagte am Donnerstag: „Das Hotel soll nun vier Sterne plus erhalten.“ Es sei weiter ein Hotel auch für Familien und Sportler, doch wolle man mit dem erhöhten Standard zusätzliche Gäste auch aus dem Ausland in die Region holen. Geplant sind weiterhin 120 Betten in dem dreigeschossigen Gebäude.

Gebaut wird zudem ein Hallenbad mit sechs 25-Meter-Bahnen. Auch ein Lehrschwimmbecken wird es geben. Befindet sich das Hallenbad im Erdgeschoss, so ist für die Etage darüber der Wellnessbereich geplant. Thorsten Schütte erklärte, man werde nun in naher Zukunft den Bauantrag einreichen. Der Baubeginn könnte im Frühsommer 2018 erfolgen. Schütte: „Bei einem Hotel dieser Größenordnung rechnen wir mit einer Bauzeit von 24 Monaten.“

Wie der Projektentwickler erklärte, verlaufe die Suche nach einem Investor sehr positiv. „Es ist zwar noch kein Vertrag unterschrieben, doch es sieht gut aus.“ Es gebe einige Interessenten. Der Projektentwickler denkt zurzeit auch über eine Nutzung des Mensagebäudes der Fachhochschule nach.

Wird die Mensa der Fachhochschule mitgenutzt?

„Es ist zwar noch Zukunftsmusik, doch überlegen wir, ob die Mensa nicht mitgenutzt werden kann“, so Melanie Morgenthaler. Denn wenn man in dem Gebäude einen Saal für rund 700 Personen anbieten könnte, brauche man diesen nicht beim Hotel zu bauen. Gert Prantner, geschäftsführender Gesellschafter des Betreibers RIMC aus Hamburg, drückte beim Pressegespräch aus, wie begeistert er von Nordkirchen und dem Potenzial ist. „Allein die vielen Hochzeiten sind eine Chance“, so Gert Prantner. Wichtig sei bei so einem Projekt in einer kleinen Gemeinde, dass alle hinter ihm stehen. Und diesen Eindruck habe er.

Einen Namen für das Hotel gibt es noch nicht. Prantner: „Es muss ein Name sein, der viele Jahre Bestand hat.“ Er habe sicherlich schon Ideen. Prantner: „Ich bin mir sicher, wir finden gemeinsam mit der Gemeinde einen Namen, der Strahlkraft besitzt.“  

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