Kreis Coesfeld will Modellregion werden: Damit Öffnungsschritte gelingen

Modellregion

Der Kreis Coesfeld will Modellregion werden, um testen zu lassen, wie es unter strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept gelingen kann, Bereiche des öffentlichen Lebens öffnen zu können.

Nordkirchen, Olfen

, 24.03.2021, 18:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Damit Geschäfte verlässlich wieder öffnen dürfen, will der Kreis Coesfeld Modellregion werden, um testen zu lassen, wie Öffnungen des öffentlichen Lebens gelingen können.

Damit Geschäfte verlässlich wieder öffnen dürfen, will der Kreis Coesfeld Modellregion werden, um testen zu lassen, wie Öffnungen des öffentlichen Lebens gelingen können. © Nora Varga (Archiv)

Es ist das Ergebnis einer intensiven Beratung, teilt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr am Mittwochabend, 24. März, mit: „Der Kreis Coesfeld wird sich heute noch beim Land Nordrhein-Westfalen als eine Modellregion bewerben.“

Der Landrat nimmt Bezug auf die jüngste Ministerpräsidentenkonferenz. Dort sei unter anderem beschlossen worden, „dass im Rahmen von zeitlich befristeten Modellprojekten die Länder in einigen ausgewählten Regionen, mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens öffnen können, um die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten unter Nutzung eines konsequenten Testregimes zu untersuchen“.

Zentrale Bedingungen dabei seien:

  • lückenlose negative Testergebnisse als Zugangskriterium,
  • IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgungen und gegebenenfalls auch zum Testnachweis,
  • räumliche Abgrenzbarkeit auf der kommunalen Ebene,
  • eine enge Rückkopplung an den Öffentlichen Gesundheitsdienst und
  • klare Abbruchkriterien im Misserfolgsfalle.

Die Kreistagsfraktionen von CDU und FDP hatten sich mit dieser Projektidee in einem gemeinsamen Schreiben an den Landrat gewandt, der sich in einer kurzfristig anberaumten Videokonferenz mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Kreis Coesfeld abstimmte. Sie sehen den Kreis Coesfeld in besonderer Weise als Modellregion geeignet, teilt der Landrat mit.

Viele Gründe sprechen für Modellregion Kreis Coesfeld

Gründe, die dafür sprechen: „Einerseits gab es im Verlauf der Pandemie vergleichsweise niedrige Infektionszahlen, andererseits hat der Kreis Coesfeld lokal auch Erfahrungen mit größeren Ausbrüchen machen müssen“, heißt es aus der Pressestelle des Kreises Coesfeld. Ferner sei der Kreis Coesfeld Modellkommune für die luca-App und wende bereits seit dem vergangenen Jahr „Sormas“ an, eine Software zur besseren Kontaktnachverfolgung in den Gesundheitsämtern. „Zusammen mit der bereits eingerichteten flächendeckenden Testinfrastruktur im Kreis Coesfeld durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist außerdem eine zentrale Voraussetzung für die Teilnahme am Modellprojekt gegeben“, so Landrat Dr. Schulze Pellengahr.

„Die Öffnungen im Rahmen des Modellprojektes würden eine wichtige Perspektive für zahlreiche Branchen wie bspw. den Einzelhandel, die Gastronomie und die Kultur, bieten“, ist sich Landrat Dr. Schulze Pellengahr sicher und hofft auf einen Erfolg der Bewerbung.

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