Kreisjugendamt Coesfeld erstattet Eltern zu viel gezahlte Kita-Beiträge

Corona

Für die Monate, in denen durch die Pandemie keine Kinderbetreuung in Kitas stattgefunden hat, sind Eltern die Gebühren erlassen worden. So läuft es mit der Zahlung im Kreis Coesfeld.

Nordkirchen, Olfen

15.07.2021, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lange Zeit waren die Kitas in der Coronakrise geschlossen.

Lange Zeit waren die Kitas in der Coronakrise geschlossen. © picture alliance/dpa

Noch im Mai hatte NRW-Familienminister Dr. Joachim Stamp signalisiert, neben dem Monat Januar auch auf die Elternbeiträge für die Monate Mai und Juni zu verzichten – und zugesagt, dass sich das Land mit der Hälfte an den Ausfallzahlungen beteiligt. Weitere Gespräche zwischen kommunalen Spitzenverbänden und Landesregierung haben nun dazu geführt, dass Eltern nicht nur für insgesamt drei, sondern für dreieinhalb Monate entlastet werden sollen. Diese Entlastung bezieht sich nun auf jene Monate, in denen wegen Corona lediglich ein eingeschränkter Betrieb der Kindertagesstätten möglich war.

Kommunen nehmen Rückabwicklung vor

Die geänderte Regelung sieht eine Staffelung vor: Eltern zahlen für die Monate Januar und Februar keine Beiträge, für die Monate März bis Mai die Hälfte der Beiträge und für Juni und Juli dann die volle Summe. Dadurch fallen Einnahmen weg, die das Land und der Kreis jeweils zur Hälfte ausgleichen. Die neun Städte und Gemeinden im Bezirk des Kreisjugendamtes Coesfeld werden folglich eine Rückabwicklung vornehmen und zu viel gezahlte Beiträge erstatten. Die Städte Coesfeld und Dülmen, die eigene Jugendämter haben, regeln das eigenständig.

„Das alles ist mit einem hohen Verwaltungsaufwand bei den beitragserhebenden Stellen in den Kommunalverwaltungen verbunden“, erläutert Kreisdirektor Dr. Linus Tepe – und bittet um Verständnis, dass die Rücküberweisung von zu viel gezahlten Beiträgen noch etwas Zeit beansprucht. Gleichzeitig bittet er darum, geduldig zu bleiben und von Einzelnachfragen möglichst abzusehen.

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