Kreisstraße 2 zwischen Selm und Nordkirchen bekommt einen Radweg

rnSicherheit für Radfahrer

Mehr Sicherheit für Radfahrer zwischen Nordkirchen und Selm: Der Kreis Coesfeld will entlang der K 2 einen Radweg einrichten - es gibt auch schon einen Zeitplan. Ein Wermutstropfen bleibt aber.

Nordkirchen

, 13.11.2020, 13:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dieser Nachricht könnte der Kreis Coesfeld bald einen lange gehegten Traum vieler Radfahrer erfüllen, die schneller und sicherer mit dem Fahrrad von Nordkirchen nach Selm - und umgekehrt - pendeln möchten: Die Kreisstraße 2 zwischen Nordkirchen und Selm soll einen Radweg bekommen. Und das schon in absehbarer Zeit.

Bürgermeister Dietmar Bergmann hat in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag (10. November) die Ankündigung des Kreises Coesfeld weitergegeben, dass die Sanierung der Kreisstraße zwischen Selm und Nordkirchen in das Bauprogramm für 2021/2021 aufgenommen wurde.

Auf Anfrage dieser Redaktion geht der Kreis Coesfeld weiter ins Detail, was genau geplant ist. Denn alle Wünsche der Radfahrer werden noch nicht erfüllt.

? Wie sieht der zeitliche Ablauf aus?

Nach derzeitiger Planung soll voraussichtlich zum Jahreswechsel 2021/2022 mit der Erneuerung des 2,7 km langen Teilabschnittes der Kreisstraße 2 zwischen Nordkirchen und Selm begonnen werden, schreibt der Kreis auf Anfrage. „Aktuell werden die Pläne für den Grunderwerb vorbereitet“, heißt es in der schriftlichen Stellungnahme weiter. Voraussichtlich sollen noch 2020 erste Gespräche mit den betroffenen Eigentümern geführt werden.

? Ist der Radweg beidseitig oder einseitig geplant?

Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um eine Grunderneuerung der K2. Der Ausbau des Radweges ist darin integriert. Dazu wird die Fahrbahn auf eine Breite von sechs Meter reduziert, um Platz für die Anlage eines Radweges zu schaffen. Der Geh-/ Radweg wird einseitig auf der südlichen Seite der K2 angelegt, wie es außerorts die Regel ist.


Wird der Fahrradweg entlang der kompletten Strecke zwischen Nordkirchen und der Kreuzung an der Lüdinghausener Straße in Selm verlaufen?
Nein. In der Sitzung des Rates machte Dietmar Bergmann deutlich, dass der Kreis Coesfeld die Straße nur bis zur Kreisgrenze sanieren und ausbauen wird.

? Warum soll der Radweg an der Kreisgrenze zu Unna enden? Warum gibt es keine Kooperation der beiden Verwaltungen?

Die Fahrbahn im Kreis Coesfeld sei stark geschädigt, heißt es aus dem Kreishaus. „Im Rahmen der vorgesehenen Erneuerung bietet sich jetzt die Gelegenheit, einen baulich abgesetzten Radweg herzustellen“.

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Im Bereich des Kreises Unna befinde sich die Fahrbahn in einem besseren Zustand. Sie wurde vor einigen Jahren durch den Kreis Unna erneuert. Hier sind aktuell asphaltierte Mehrzweckstreifen vorhanden, die von den Radfahrern genutzt werden können. Darüber hinaus kann der Radfahrer von der Kreisgrenze aus Richtung Selm auch die Nordkirchener Straße nutzen.

? Wie stehen die Chancen, dass der Radweg auf absehbare Zeit doch noch bis nach Selm verlängert wird?

Grundsätzlich stehe der Kreise Coesfeld mit den angrenzenden Verwaltungen im Austausch. Das gelte insbesondere für das aktuelle Radverkehrskonzeptes des Kreises Coesfeld, so der Kreis. Hier seien die Stadt Selm und der Kreis Unna beteiligt. „Nach dem Entwurf des Radverkehrskonzeptes des Kreises Unna ist vorgeschlagen die Radwegeverbindung zwischen Nordkirchen und Selm aufzuwerten.“ Ein Beschluss soll 2021 vom Kreis Coesfeld beschlossen werden.

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Grundsätzlich bedürfe es bei einem zeitgleichen Neubau eines so langen Radweges enger Abstimmungen, argumentiert der Kreis. Dabei spielten Faktoren, wie zum Beispiel der politische Beschlüsse, die Prioritätensetzung, die Finanzierung und Förderung wichtige Rollen. „In vielen Fällen, insbesondere bei kurzen Lückenschlüssen wie zum Beispiel bei der K2 in Olfen, K39 in Ascheberg konnte mit den jeweiligen Kommunen Vereinbarungen abgeschlossen werden“, so der Kreis Coesfeld.

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