Die Feuerwehr Südkirchen hat ihr Gerätehaus an der Cappenberger Straße. Dort soll es nach dem Willen der Mehrheit im Bauausschuss auch grundsätzlich bleiben, aber seitlich verschoben. © Marie Rademacher
Baumaßnahmen

Land bewilligt Zuschüsse für Renovierung des Feuerwehrhauses Südkirchen

25.000 Euro Zuschüsse hat das Land NRW der Gemeinde Nordkirchen für den Umbau und die Erweiterung der Feuerwehr Südkirchen bewillig. Die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen.

Die Gemeinde Nordkirchen erhält 250.000 Euro Zuschuss vom Land NRW für den Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Südkirchen. Das ist eines von 119 Projekten in 104 Gemeinden, die im Zuge eines Sonderprogramms für Feuerwehrhäuser in Dörfern und Kleinstädten gefördert werden. „Ich freue mich, dass der Kreis Coesfeld von dem Förderprogramm der NRW-Koalition profitiert und insgesamt 1.160.000 Euro für unsere Feuerwehrhäuser erhält“, erklärt Henning Höne, Abgeordneter der FDP-Landtangsfraktion. „Mit den baulichen Modernisierungsmaßnahmen können wir den Brandschutz in unserer Region effektiver gestalten. Gleichzeitig ist die Förderung auch ein Zeichen unseres Respekts für die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Feuerwehrleute.“

Auch Nordkirchens Bürgermeister Dietmar Bergmann zeigt sich hocherfreut.

Bereits im Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde war festgestellt worden, dass neben der Sanierung der Feuwehrgerätehäuser Nordkirchen und Capelle auch für das Feuerwehrgerätehaus Südkirchen dringender Modernisierungs-und Erweiterungsbedarf besteht. Im Mai 2020 wurde die Maßnahme beschlossen. Um die Kosten von etwas über 1,6 Millionen Euro nicht alleine tragen zu müssen, hatte die Gemeinde die Landeszuschüsse beantragt. „Wir haben uns riesig darüber gefreut“, sagt Bergmann.

Konkret soll die bestehende Fahrzeughalle abgerissen und nach geltenden Sicherheits- und DIN-Normen wieder aufgebaut werden. Die Fahrzeughalle reiche in der Höhe nicht für die modernen Fahrzeuge aus. Außerdem soll ein drittes Fahrzeug angeschafft werden. Darüber hinaus brauche das Gebäude eine moderne Abgasanlage, so der Bürgermeister. Und das bestehende Aufenthaltsgebäude verfügt nicht über Umkleide- Dusch und Toilettenräume für Frauen. „Zwar haben wir im Moment keine Frauen bei uns“, sagt Löschzugführer Markus Klotz, „aber wir müssen ja vorbereitet sein. Die Gemeinde wächst, darauf müssen wir uns einstellen.“ Zusätzlich soll ein neuer Zwischenbau entstehen, der zwischen Geräte- und Aufenthaltshaus verbindet.

„Die Planung und Kostenberechnung ist bereits abgeschlossen“, berichtet Bürgermeister Bergmann, jetzt folge der Bauantrag. Am 22. April muss der noch durch den Ausschuss für Bauen und Planung. „Voraussetzung für die Bewilligung der Landes-Zuschüsse war auch ein zeitnaher Baubeginn“, so Bergmann. Von Baubeginn an rechnet er mit etwa einem Jahr Bauzeit.

Löschzugführer Markus Klotz hätte auch einen Neubau außerhalb des Ortes begrüßt. „Eine Feuerwehr im laufenden Betrieb umzubauen ist schwierig“, gibt er zu Bedenken. Letztlich habe die kurze Ausrückzeit den Ausschlag für den bestehenden Standort gegeben.

Über die Autorin
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In und um Stuttgart aufgewachsen, in Mittelhessen Studienjahre verbracht und schließlich im Ruhrgebiet gestrandet treibt Kristina Gerstenmaier vor allem eine ausgeprägte Neugier. Im Lokalen wird die am besten befriedigt, findet sie.
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Kristina Gerstenmaier

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