Live-Blog: Schicksalshelfer sind jetzt ein e.V.

Notunterkünfte für Flüchtlinge

Eine Notunterkunft für Flüchtlinge auf dem Gelände des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) in Selm-Bork, eine im benachbarten Olfener Ortsteil Vinnum, eine in einer Turnhalle in Nordkirchen: Was Sie zu den Entwicklungen rundherum wissen müssen, finden Sie täglich aktuell in diesem Live-Blog.

NORDKIRCHEN

, 22.09.2015, 09:04 Uhr / Lesedauer: 43 min

Das Wichtigste in Kürze

  • In Bork gibt es seit dem 30. August eine Zeltstadt als Notunterkunft für Flüchtlinge.
  • Maximales Fassungsvermögen von 1000 Personen fast erreicht.
  • Windpocken-Erkrankung: Sperre vom 3. September in Bork gelockert.
  • Auch im benachbarten Vinnum wird eine Notunterkunft für bis zu 300 Personen errichtet.
  • In Nordkirchen zogen am 19. September 72 Flüchtlinge in eine ungenutzte Turnhalle.
  • Hier ist Platz für bis zu 150 Personen.
  • Alle drei Notunterkünfte verwaltet das Deutsche Rote Kreuz NRW.
  • Alle ausführlichen Artikel zum Thema finden Sie in unserem Dossier.

 

Hinweis der Redaktion: In diesem Live-Blog, also einem ständig aktualisierten Artikel, steht das Neueste oben. Hier gibt es eine Erklärung dazu' tag=' von unserem Redakteur Tobias Weckenbrock. 

Dienstag, 22. September, 10.40 Uhr, Nordkirchen: Die nächste Infoveranstaltung steht an - die erste für Nordkirchener: Die Gemeinde-Verwaltung lädt für morgen, Mittwoch, 23. September, 19.30 Uhr ins Forum der Gesamtschule ein. Zu Gast sein werden auch Dorothee Feller, Vizepräsidentin der Bezirksregierung, und DRK-Vorstand Christoph Schlütermann. Sie informieren über den Sachstand, die Pläne und beantworten Fragen der Bürger. Derweil arbeitet eine Gerüstbau-Firma am Ausbau des Hallenbades: Das Schwimmbecken wird mit einem "doppelten Boden" versehen und auf Beckenrand-Niveau angehoben. Bald können hier, neben der Turnhalle, 75 weitere Menschen untergebracht werden. 

Dienstag, 22. September, 10.36 Uhr, Olfen: Jeden Montag kommen einige Asylbewerberinnen ins Olfener Haus Katharina. Die Frauen lernen dort Deutsch. Anfang März rief der Arbeitskreis Asyl den Kurs ins Leben und fand in Laura Watermann eine Lehrerin. Doch die beginnt in einigen Tagen ein Studium in Passau. Das Ende für den Kurs? Nein. Heiner Dieckmann vom Arbeitskreis fand eine Nachfolgerin: Sabine Gräfin vom Hagen-Plettenberg übernimmt. Es geht weiter.

Dienstag, 22. September, 10.32 Uhr, Selm: Das Nachbarschaftsfest in der Körnerstraße am Samstag war übrigens ein Erfolg - aus Sicht der Veranstalter, aus Sicht vieler Teilnehmer: Hinter der Turnhalle waren Zelte aufgebaut, dort gab es für jeden zu Essen und Trinken von verschiedenen Sponsoren. Auch die Anwohner brachten Kuchen mit. Die Küche der Einrichtung war auch dauerhaft in Benutzung, da die Asylbewerber dort selbst Salat und das arabische Gebäck Maamoul zubereiteten. Ziel war es, Kontakt aufzubauen, da viele der aus Syrien und Afrika stammenden Flüchtlinge länger in Deutschland bleiben werden. „Es geht darum, nicht von Flüchtlingen zu sprechen“, meinte Hans Hoppe, der den Mittag als einer von dreien aus dem Arbeitskreis Asyl Selm organisierte. Die Stadt finanzierte das Fest: „Nur so kann man die Angst vor dem Unbekannten verlieren, und auch die Koordination zwischen der Stadt und dem Arbeitskreis war prima“, lobte Beigeordnete Sylvia Engemann, die zusammen mit Bürgermeister Löhr zu Besuch war. 

Dienstag, 22. September, 10.16 Uhr: Der Bundesverband der deutschen Zeitungsverleger (BDZV) tagt zurzeit in Regensburg. Was das mit Flüchtlingen in unserer Region zu tun hat? Nun, Präsident Helmut Heinen hat den Zeitungskongress gestern mit einer Rede eröffnet, in der er Beispiele nannte, wie Zeitungsverlage mit dem Flüchtlingsstrom umgehen. Heinen sagte: "Das 'Hamburger Abendblatt' setzt Flüchtlinge als Reporter ein, die aus den fünf schlimmsten Krisen- und Kriegsgebieten stammen, und organisiert eine Spendenaktion. 'BILD'-Berlin und 'B.Z.' haben eine Beilage in arabischer Sprache mit den wichtigsten Informationen für die Berliner Flüchtlinge veröffentlicht. Die 'Schweriner Volkszeitung' zeigt auf einer interaktiven Karte im Internet, wo in der Region welche Hilfe für die Migranten benötigt wird. Einen interaktiven Live-Blog hat die Lokalredaktion Selm der 'Ruhr Nachrichten' aufgesetzt. Selm ist eine Stadt mit 25.000 Einwohnern – derzeit leben dort 1.000 Flüchtlinge. Der LiveBlog berichtet über die aktuellen Ereignisse. Zeitungen handeln damit im Sinne der humanitären Werte, die uns alle – oder zumindest die allermeisten – verbinden. Und sie sind einmal mehr Katalysatoren für das große und vielfältige Engagement in unserem Land." Wir sagen Danke und grüßen die Kongressteilnehmer in Regensburg. Hier das Manuskript der Heinen-Rede.   

Dienstag, 22. September, 9.14 Uhr, Bork: Für die Borker hat sich das Leben im Dorf sicher verändert. Es ist einfach mehr los auf den Straßen. Das sorgt für Unsicherheit - und auch für Gerüchte. Unsere Volontärin Natasa Balas hat sich gestern bei Einzelhändlern umgehört: Was sagen sie zu ihren Neukunden?

Jetzt lesen

Montag, 21. September, 16.33 Uhr, Nordkirchen: "Erschöpft und nachdenklich" ist der Titel der großen Reportage von Reporter Theo Wolters heute in den Ruhr Nachrichten. Lesenswert! Sie wollen die Zeitung oder eZeitung testen? Folgen Sie einem der beiden Links.  

Montag, 21. September, 16.22 Uhr, Nordkirchen: Die binnen wenigen Tagen eingerichtete Notunterkunft in der Turnhalle hat sich schon am Wochenende schnell gefüllt: 72 Menschen sind hier untergebracht. Das sind die Aufgaben:

  • Die Flüchtlinge werden geimpft und geröntgt. „Die Krankenhäuser in Lüdinghausen und Werne sind informiert", so Christoph Schlütermann vom DRK.
  • Organisiert werden muss noch die medizinische Versorgung. Bei der Ankunft war für die Erstuntersuchung Ärzte-Ehepaar Etzold zur Stelle. Nordkirchener Ärzte wollen nun eine tägliche Sprechstunde organisieren.
  • Ankommende Menschen fragten nach Wechselkleidung. Mechtild Kammert von der Gemeinde telefonierte mit den Verantwortlichen der ' tag='. Sie öffnete zusätzlich am Montag für eine Stunde für die Flüchtlinge. 
  • Um Kontakt zur Heimat zu halten, sind viele Flüchtlinge mit Smartphones auf eine Internetverbindung angewiesen. Viele fragten schon am Sonntag nach W-Lan. Die Mitarbeiter des DRK und der Verwaltung verwiesen auf den kostenlosen Hotspot am Rathaus' tag='. "Wir werden aber auch schnell einen W-Lan-Zugang im Gebäude realisieren“, sagte Bürgermeister Dietmar Bergmann.
  • Wie geht es nun weiter? Bergmann rechnet bis Mitte der Woche damit, dass weitere Plätze im ebenfalls leer stehenden Hallenbad' tag='zur Verfügung stehen. Dann sei auch zügig mit weiteren Flüchtlingen zu retten.

Montag, 21. September, 16.15 Uhr: Ein 16-jähriger Junge aus Syrien ist über Nacht in der Uniklinik Münster gestorben, weil er giftige Pilze gegessen hatte' tag='. Kein vordringlich zu lösendes Problem anhand der vielen Aufgaben, die zurzeit zu leisten sind - aber ein trauriges Beispiel dafür, wie dringend es ist, den Menschen zu helfen und sie zügig zu integrieren.  

Samstag, 19. September, 13.10 Uhr, Nordkirchen: So sah es aus in der Nacht in Nordkirchen - unser Reporter Theo Wolters hat die Aufnahme der 72 Menschen in der Turnhalle verfolgt: 

FOTOSTRECKE
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Einzug der ersten Asylsuchenden in Notunterkunft Nordkirchen

Die Einrichtung ist gerade fertig - und nicht einmal eine nach Beginn der eigentlichen Planung sind in der Nacht zu Samstag über 70 Asylsuchende aus Syrien, Afghanistan und anderen Bürgerkriegsregionen der Welt in die Turnhalle Nordkirchen eingezogen. Dort ist nun eine Notunterkunft des Landes NRW, betrieben vom Deutschen Roten Kreuz NRW, mit 150 Plätzen.
19.09.2015
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Über Nacht kamen die ersten 72 Menschen in Nordkirchen an.© Foto: Theo Wolters
Bei der Aufnahme wurden die Asylsuchenden per Fotos registriert. Die Freude, in Deutschland angekommen zu sein, war bei vielen groß.© Foto: Theo Wolters
Zwei Zelte vor der Turnhalle dienen als Registrierungsstellen. Die Feuerwehr half dem DRK über Nacht beim Erstbezug. © Foto: Theo Wolters
Übermüdet von der langen Reise. © Foto: Theo Wolters
Junge Männer und Familien, meistens mit wenig Habseligkeiten, waren froh, in der Turnhalle unterzukommen.© Foto: Theo Wolters
In Nordkirchen wurden die Menschen mit dem Nötigsten versorgt. © Foto: Theo Wolters
Ankunft der Flüchtlinge in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Getränke standen bereit.© Foto: Theo Wolters
Nach der Registrierung erhielten die Menschen ein Bändchen. Bürgermeister Dietmar Bergmann (l.) half selbst mit - nicht für die Fotos der Presse, sondern die ganze Zeit, wie ein normaler Helfer. © Foto: Theo Wolters
Ankunft der Flüchtlinge in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Jeder wurde namentlich in den beiden Zelten erfasst, sodass man hier weiß, wer in der Turnhalle untergebracht ist. © Foto: Theo Wolters
Für die Asylsuchenden war eine Mahlzeit erst einmal das wichtigste. © Foto: Theo Wolters
Die Flüchtlinge kamen mit dem Bus. Dann bezogen sie die Turnhalle. © Foto: Theo Wolters
Ein Asylbewerber in der neuen Notunterkunft in Nordkirchen: Hier ist noch nicht alles fertig. Einige Lattenroste liegen noch als Reservebetten bereit, auch die Desinfektionsspender kommen in den nächsten Tagen noch zum Einsatz. © Foto: Theo Wolters
Auch viele Kinder kamen in Nordkirchen an - das jüngste war gerade einmal drei Monate alt. Die Menschen sind zum Teil schon mit Kleiderspenden aus Österreich oder München versorgt. © Foto: Theo Wolters
Warten am Aufnahmezelt. © Foto: Theo Wolters
Und dann noch ein Foto für die Kartei mit allen Daten aus dem Bogen.© Foto: Theo Wolters
Achmed ist 23 Jahre alt und stammt aus Syrien© Foto: Theo Wolters
Müde und erschöpfte: Diese Kinder sind nun in Nordkirchen in der Turnhalle untergebracht. © Foto: Theo Wolters
Ein Bus der Bundeswehr brachte die Asylsuchenden nach Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
DRK-Vorstand Christoph Schlütermann begrüßte die Menschen im Bus in der neuen Notunterkunft. © Foto: Theo Wolters
3.30 Uhr nachts: So sehen die Schlafplätze in der Notunterkunft aus. © Foto: Theo Wolters
Kurz vor 4 Uhr: Weitere Flüchtlinge werden in die Registrierungszelte geführt. © Foto: Theo Wolters
Binnen 48 Stunden wurde die Turnhalle hergerichtet.© Foto: Theo Wolters
DRK-Vorstand Christoph Schlütermann macht ein Foto. Jeder Flüchtling wurde mit seinem Registrierungsbogen fotografiert.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Flüchtlinge in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ein Rucksacke, ein paar persönliche Dinge - und viel Hoffnung im Gesicht und im Herzen: So kamen die Menschen in der Notunterkunft in Nordkirchen an.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylsuchenden in Nordkirchen - nachts, kurz vor 4 Uhr. © Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylsuchenden in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylsuchenden in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylsuchenden in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylsuchenden in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylsuchenden in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylsuchenden in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylsuchenden in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylsuchenden in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Die Schlafplätze© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylsuchenden in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Kurz nach 5 Uhr: Die Registrierungszelte sind leer. Die Menschen sind alle einmal hier durch gegangen. © Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylbewerber Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylbewerber in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylbewerber in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylbewerber in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Bürgermeister Dietmar Bergmann half bei der Registrierung.© Foto: Theo Wolters
Ankunft der Asylbewerber in Nordkirchen.© Foto: Theo Wolters
Bürgermeister Dietmar Bergmann um 3.25 Uhr an der Registrierungstheke in der neuen Notunterkunft in Nordkirchen. Er half wie viele andere Ehrenamtliche. © Foto: Theo Wolters
Das erste Frühstück am Morgen.© Foto: Theo Wolters
Frühstück: Die Menschen können endlich die Sicherheit der Notunterkunft genießen. Sie sind fürs erste angekommen. Was die nächsten Tage und Wochen bringen, ist aber vollkommen ungewiss. © Foto: Theo Wolters
Die Turnhalle in Nordkirchen am Freitag, später Nachmittag: Schon in der Nacht zu Samstag wurden hier 73 Menschen aus aller Welt aufgenommen. © Foto: Feuerwehr Nordkirchen
Schlagworte Nordkirchen

Samstag, 19. September, 11.48 Uhr, Olfen: Am Rande: Der BVB-Fanclub "Schwarz-Gelbe Garde Olfen" hat am Donnerstag zu seiner Busfahrt zum Europa-League-Heimspiel gegen FK Krasnodar fünf in Olfen lebende Flüchtlinge eingeladen und mitgenommen. Sie verfolgten das 2:1 der Borussia mit ihren Olfener Freunden von der Tribüne eines der beeindruckendsten Fußballstadien Europas. 

Samstag, 19. September, 10.15 Uhr, Nordkirchen: Die Nacht war kurz für viele Helfer in Nordkirchen. 72 Menschen sind seit etwa 3 Uhr in der Turnhalle am Schloss untergebracht. Die ersten Infos - später mehr an derselben Stelle: 

Samstag, 19. September, 9.38 Uhr: Wie kommt es eigentlich, dass so viele Menschen aus Syrien die Heimat verlassen? Und was hat das für Auswirkungen auf Europa? Wer sich sechs Minuten Zeit nimmt, bekommt hier eine (vereinfachte, aber gute) Erklärung aus dem Münchner Design-Studio "kurzgesagt.org":

 

Samstag, 19. September, 9.23 Uhr, Nordkirchen: Das meldet die Feuerwehr aus der Turnhalle am Hallenbad: 

 

 

Die Notunterkunft ist eingerichtet. #welcomenoki

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Samstag, 19. September, 9.15 Uhr: Wussten Sie schon, dass Sie heute eingeladen sind? Der Arbeitskreis Asyl Selm und die Flüchtlinge, die in der Unterkunft an der Körnerstraße wohnen, laden zum Nachbarschaftsfest ein. Es soll etwas zu essen geben, ein bisschen gefeiert werden - und vor allem will man miteinander ins Gespräch kommen. Das Fest geht von 13 bis 18 Uhr, Körnerstraße 2 in Beifang. Und als Nachbarn dürfen sich auch Menschen angesprochen fühlen, die nicht direkte Anwohner sind. Weitere Details: 

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Samstag, 19. September, 9.03 Uhr, Bork: In unmittelbarer Nachbarschaft der Notunterkunft gab es gestern Abend noch einen recht großen Rettungseinsatz. Er hatte aber mit der Zeltstadt nichts zu tun' tag='.

Freitag, 18. September, 11.18 Uhr, Nordkirchen: Tobias Heitkamp arbeitet bei der Freiwilligen Feuerwehr Nordkirchen. Gestern Nachmittag war die im Einsatz: Zeltaufbau am Hallenbad Nordkirchen. Er twitterte:

 

Aufbau von zwei Sichtungszelten! #welcomenokipic.twitter.com/KtS3ZbPjo9

— Tobias (@heiti112)

 

Morgen früh gehts um 09.30 Uhr in Richtung Dülmen. Betten laden. Zurück nach #Nordkirchen. Betten aufbauen #welcomenoki

— Tobias (@heiti112)

 

 

Freitag, 18. September, 11.11 Uhr, Bork: Wussten Sie schon, dass der Arbeitskreis Asyl Bork die Einrichtung einer Kindertagesstätte für Asylsuchende plant? Zehn Kinder von Flüchtlingen sollen hier zunächst einmal, später dreimal pro Woche betreut werden. Von einer Deutschen und einer Syrerin. Und mehr noch: Es soll pädagogisch gearbeitet werden. Die zehn Kinder der fest in Bork zugewiesenen Asylbewerber-Familien haben keinen Kita-Platz in der Stadt. Die neue Kitagruppe soll im Gemeindehaus in der Weiherstraße einen Raum bekommen. 

Freitag, 18. September, 10.49 Uhr: Das Verfahren in der Annahme von Flüchtlingen soll sich schon bald verändern: Am Flughafen Köln/Bonn' tag=' und am Flughafen Münster/Osnabrück' tag=' sollen nach Ersuchen aus dem Innenministerium zwei neue zentrale Registrierungsstellen geschaffen werden. Dort sollen die Asylsuchenden erstmals registriert und dann direkt ins Land NRW weiterverteilt werden, ohne zu übernachten - also in die Notunterkünfte wie in Bork, Vinnum oder Nordkirchen, wo sie anschließend auf die Asylverfahren vorbereitet werden könnten. Hier wird auch die medizinische Untersuchung erfolgen. Wenn der Asylantrag gestellt ist, werden die Menschen dann auf die Kommunen verteilt. Aus dieser Zuweisung sind viele Kommunen, die in der letzten Zeit Notunterkünfte eingerichtet haben, ausgenommen. Das gilt für Selm seit Eröffnung der Zeltstadt, auch der Stadt Olfen ist das von der Bezirksregierung zugesagt worden - sobald in Vinnum der erste Flüchtling in die Notunterkunft eingezogen ist. 

Freitag, 18. September, 9.16 Uhr: Der Flüchtlingsansturm auf Deutschland beschäftigt viele intensiv. Er hat Auswirkungen auf alle und alles - auch auf die Situation der Asylsuchenden, die schon länger hier sind. Bei einem Besuch in der Flüchtlingsunterkunft an der Selmer Körnerstraße sprachen wir vergangene Woche mit "alten Bekannten", die inzwischen als Asylanten anerkannt sind und auf einem guten Wege, sich zu integrieren. Und wir sprachen aber auch mit Menschen, die inzwischen seit etwa einem halben Jahr hier sind - und die noch nicht einmal Fingerabdrücke abgegeben haben. Sechs Männer umfasst diese Gruppe derer, die sich vergessen fühlen. Zwei von ihnen sind auf Betreiben einiger Helfer des Arbeitskreises Asyl vor kurzem endlich zu ihrem ersten Anhörungstermin gekommen, vier andere warten weiterhin. "Meine Familie ist in Lebensgefahr", klagt einer von ihnen, ein Syrer. "Und ich sitze hier und warte darauf, überhaupt angehört zu werden. Hat man mich vergessen?" Keine Briefe, keine Aussage - daran wird vor Ort deutlich, was es bedeutet, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge den Antragssturm nicht bewältigen kann.  

Donnerstag, 17. September, 15.20 Uhr, Bork: Die Kleiderkammer in Selm-Bork nimmt bis auf Weiteres keine Spenden mehr an. Es sei denn, es handelt sich um Herrenjacken (Größe M und L) und Herrenschuhe (Größe 40 und 41). Die Lager sind dank der großen Spendenbereitschaft der Selmer so gut gefüllt, dass die ehrenamtlichen Helfer jetzt erstmal sichten und sortieren müssen.

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Donnerstag, 17. September, 14.27 Uhr, Nordkirchen: Jetzt steht fest: Auch in Nordkirchen werden bald Flüchtlinge eine Notunterkunft beziehen. Die Turnhalle am Hallenbad in der Nähe des Schlosses steht schon seit Wochen leer. Alle Infos: 

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Mittwoch, 16. September, 18.23 Uhr, Vinnum: Wir haben noch einmal aktualisiert, wie der Stand der Dinge in Olfen und Vinnum ist: 

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Dienstag, 15. September, 9.23 Uhr, Bork: Der zweite Tag der Kleiderkammer verlief viel geordneter als der erste. So war es diesmal: 

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Montag, 14. September, 15.27 Uhr, Bork: Einen Ansturm hat die Kleiderkammer in Bork am ersten Öffnungs-Morgen erlebt. Eigentlich sollte es keine Ausgabe von Kleidung geben. Eigentlich sollte das Rote Kreuz die Kleidung abholen und in die Zeltstadt bringen, damit die Flüchtlinge das erhalten, was sie benötigen. Doch dann wurde es voll. Hunderte Flüchtlinge machten sich auf zur Kleiderkammer. Reporter Arndt Brede war vor Ort.

 

Auf der nächsten Seite: Das geschah vorher - vom 7. bis 13. September: 

Sonntag, 13. September, 22.33 Uhr, Bork: Mario Löhr sprach am Abend direkt nach seiner Wiederwahl zum Bürgermeister vor den Gästen im Bürgerhaus von dem dringendsten Projekt für die nächste Wahlperiode - die Flüchtlinge. Noch vor dem städtischen Haushalt. Auch das drückt ganz sicher die Wertigkeit des Unterfangens aus. Hier ist seine Rede: 

Sonntag, 13. September, 16.53 Uhr: Einen Blick zurück werfen wir noch auf den Samstag. Da gab es nämlich ein paar Aktionen in den größeren Städten der Region. In Dortmund feierten Asylbewerber ein Dankesfest als Botschaft an die deutsche Bevölkerung' tag=', in Münster versammelten sich Hunderte bei einem Flashmob auf dem Prinzipalmarkt' tag=' und sangen "Schrei nach Liebe" von den Ärzten.

Sonntag, 13. September, 14.31 Uhr, Bork: Rund 90 Helfer waren am Samstag beim Kistenpacken und -schleppen von Selm nach Bork und dem Sortieren der Kleider in der neuen Kleiderkammer dabei. Wer da noch glaubt, Flüchtlinge seien in Bork nicht willkommen, dem ist das ein deutlicher Gegenbeweis. Unser Mitarbeiter Simon Walter war dabei und berichtet morgen in den Ruhr Nachrichten. Wir haben hier die ersten Fotos: 

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90 Helfer füllten Asyl-Kleiderkammer in Bork

Fast 100 Helfer haben sich am Samstag am Einräumen der Kleiderkammer am Marktplatz in Bork beteiligt. Sie fuhren in Selm eingesammelte Kleiderspenden in Kisten nach Bork, sortierten und ordneten die Dinge dann in Bork ein und bereiteten alles vor: Am Montag öffnet die Kleiderkammer für die Notunterkunft zum ersten Mal.
12.09.2015
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Bereit gestellte Wagen wurden in Selm am 12. September mit Kleiderspenden beladen. Dann fuhren die Helfer damit nach Bork und statteten die Kleiderkammer, die dort am Montag (14. September) eröffnet, mit Inhalt aus. Fast 100 Menschen packten mit an. © Foto: Simon Walter
Bereit gestellte Wagen wurden mit den Spenden beladen, damit diese nach Bork kommen.© Foto: Simon Walter
Bereit gestellte Wagen wurden mit den Spenden beladen, damit diese nach Bork kommen.© Foto: Simon Walter
In Bork wurden die Spenden sortiert, es war immer viel los.© Foto: Simon Walter
In Bork wurden die Spenden sortiert, es war immer viel los.© Foto: Simon Walter
In Bork wurden die Spenden sortiert, es war immer viel los.© Foto: Simon Walter
In Bork wurden die Spenden sortiert, es war immer viel los.© Foto: Simon Walter
In Bork wurden die Spenden sortiert, es war immer viel los.© Foto: Simon Walter
In Bork wurden die Spenden sortiert, es war immer viel los.© Foto: Simon Walter
In Bork wurden die Spenden sortiert, es war immer viel los.© Foto: Simon Walter
Schlagworte Bork

Samstag, 12. September, 13.20 Uhr, Bork: Seit fast einer Stunde ist Haus Knipping übrigens schon wieder in seinen vorigen Zustand zurückversetzt: Die Übergangs-Kleiderannahmestelle ist leer geräumt, alles ist inzwischen in Bork. 

Samstag, 12. September, 13.03 Uhr, Bork: Heute ist der Tag der Helfer. Die Kleiderkammer in Bork wird eingerichtet, die bis dato reichlich gespendete Kleidung wird sortiert und von Haus Knipping, aber Teile auch aus Lünen und Dortmund, nach Bork gebracht. In eine Kleiderkammer, die seit gestern ein riesiges Wandbild schmückt: Zwei Selmer haben, gesponsert von der Stadt, ein Graffito auf die Wand gemalt. Wir sprachen gestern am Abend noch mit den beiden. 

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Freitag, 11. September, 16.10 Uhr, Bork: Die erste Lieferung ist schon fertig, ist gerade bei Facebook zu lesen: Helfer haben am Haus Knipping einen Stadtwerke-Transporter vollgeladen mit Kisten voll Kleidung. Eine Ladung davon soll nach Olfen gehen, danach sei eine Fahrt nach Lünen geplant, um Lüner Spenden abzuholen. Übrigens: Auch Flüchtlinge helfen dabei mit. Abdulnaser Alramadan ist schon seit einigen Monaten in Selm, war erst in Cappenberg, dann in der Körnerstraße untergebracht. Der Rechtsanwalt aus Syrien hat inzwischen seine Anerkennung, darf bleiben und arbeiten - und wohnt inzwischen in Beifang in eigener Wohnung an der Lutherstraße. Jetzt hilft er anderen Flüchtlingen. Ein tolles Vorbild! 

Freitag, 11. September, 15.52 Uhr: Der Bundestagsabgeordnete Michael Thews (SPD) aus Lünen hat sich jetzt auf seiner Homepage deutlich positioniert: "Es kann und darf nicht sein, dass Leute, die Ihre Stimme für Flüchtlinge erheben und ihnen helfen wollen, mitunter Morddrohungen bekommen!", sagt er. Und: "Ich bin sehr beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Menschen in meinem Wahlkreis! Der Einsatz der Menschen beim Sammeln und Sortieren von Kleidung, beim Organisieren von ganz alltäglichen Dingen oder bei der Überwindung der Sprachbarrieren zeigt die Menschlichkeit und Hoffnung, die eine gute Gesellschaft ausmachen." Hier geht es zu seinem kompletten Statement

Freitag, 11. September, 15.47 Uhr, Vinnum: Hier ist der aktuelle Stand zur Unterkunft in Vinnum: Über den neuen Einzugstermin, die Annahme von Kleidungsspenden und eine Hotline der Stadt für alle Fragen Ehrenamtlicher hat Reporter Theo Wolters hier alles wichtige zusammengefasst: 

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Freitag, 11. September, 14.18 Uhr, Bork: Morgen ist der Tag, an dem die vorübergehende Kleiderkammer aus Haus Knipping in Selm nach Bork in die neue feste Kleiderkammer am Marktplatz verlegt wird. Dazu werden zahlreiche helfende Hände gebraucht. Vor allem sei die Sortierung wichtig, heißt es in einer Mitteilung der Stadt an die Ehrenamtlichen. 1000 Kleidertüten sollen in der nächsten Woche in Bork gepackt werden. Der Helferkreis "Kleiderkammer Zeltstadt Bork" braucht noch: 

  • Helfer, die mit PKW, Transporter oder Anhänger am Samstag um 9 Uhr an Haus Knipping Bekleidung einladen und nach Bork bringen
  • Helfer, die in Bork Spenden entgegen nehmen und sie nach Anweisung sortieren
  • Helfer, die spontan helfen willen, die Kleidung in Bork einzuräumen und zu sortieren
  • Für die tägliche Öffnung der Kleiderkammer in den kommenden Wochen liegen Helferlisten aus, in die sich jeder nach Belieben eintragen kann. 

Freitag, 11. September, 12.51 Uhr, Bork: Während der Betrieb in der Zeltstadt selbst mit den 970 Asylsuchenden inzwischen einigermaßen reibungslos läuft, kann sich der Betreiber in Zusammenarbeit mit der Stadt nun auch stärker dem Umfeld widmen: Im Pastorenbusch und auf den Wegen sei es in den vergangenen Tagen an manchen Stellen verunreinigt gewesen. Müll lag herum, in den Abendstunden ist es zudem dunkel. Die Stadt hat nun Mülltonnen aufgestellt, die Wege sollen in den nächsten Tagen ausgeleuchtet werden. 

Freitag, 11. September, 12.43 Uhr: Im großen Ruhr-Nachrichten-Interview sagt Ministerpräsidenten Hannelore Kraft: "Es ist eine große Aufgabe, bei der noch nicht alles gut läuft. Das gehört zur Wahrheit dazu. Aber noch einmal: Wir können sie meistern." Und: "Es ist vollkommen klar, dass Länder und Kommunen die anstehenden Aufgaben finanziell nicht alleine schultern können." Welche Lösungen sie vorschlägt, lesen Sie hier:

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Freitag, 11. September, 12.38 Uhr, Vinnum: Das Zeltdorf auf dem Ziegelei-Gelände wird früher eröffnet, als bisher geplant war - eine große Überraschung ist das aber für die Verantwortlichen nicht. Wahrscheinlich geht es noch im September los, der 26. ist ein möglicher Einzugstermin. Das hat uns Christoph Schlütermann, Verantwortlicher beim DRK, mitgeteilt. Auch bei der Personalauswahl sei man inzwischen sehr weit. Bericht folgt.

Donnerstag, 10. September, 20.35 Uhr: Wir als Redaktion sagen Danke an Udo Goldstein. Er schreibt via Facebook an unseren Lokalchef: "Lieber Tobias Weckenbrock, ich finde das Engagement der RN ausgesprochen positiv, als Multiplikator zur Selmer Bevölkerung seit ihr ein gutes Bindeglied. Danke!"

Donnerstag, 10. September, 19.41 Uhr: Bei so einer Geschichte werden die Worte des Bürgermeisters Himmelmann (unten) wahrer und klarer: Es geht jetzt um Integration. Um die Integration vieler Menschen. Und zwar schnell. Ein tolles Beispiel: 

Donnerstag, 10. September, 19.28 Uhr, Bork: „In Somalia gibt es keine Chance auf Bildung, keine Gesundheitsversorgung, keine Sicherheit und keinen Frieden.“ Das sagt Hussein Mohamed (19). Er wohnt zurzeit in der Zeltstadt von Bork. Wir trafen ihn und einige seiner auf der Flucht gefundenen Freunde bei einem Spaziergang. Was sind das für Menschen, die dort zurzeit untergebracht sind? Wie empfinden sie ihre Situation? Unser Reporter Malte Bock hat das aufgeschrieben - zu lesen morgen in den Ruhr Nachrichten. Hier können Sie "Das Beste am Guten Morgen" zwei Wochen kostenfrei zur Probe lesen. Und hier finden Sie unsere digitalen Angebote.   

Donnerstag, 10. September, 19.12 Uhr, Vinnum: "Diese Geschichte wird die Republik und auch Olfen verändern." Das hat gerade Olfens Bürgermeister Josef Himmelmann bei der Sitzung des Olfener Stadtrates gesagt. "Ich glaube, Unterbringung von Flüchtlingen ist nicht der richtige Begriff. Wir sollten lieber von einer Begrüßung von Neubürgern sprechen", so der Bürgermeister vor der versammelten Politik der Stadt. Der Begriff Asyl sei nicht passend. Man könne davon ausgehen, dass die meisten Flüchtlinge aus Syrien auch in Deutschland bleiben würden. Neubürger eben.

Donnerstag, 10. September, 18.23 Uhr, Bork: Die Notunterkunft in Bork steht unter einer neuen kommissarischen Leitung: Ozan Kubat und das Deutsche Rote Kreuz haben sich nach Aussage des DRK einvernehmlich schon Anfang dieser Woche getrennt. Nun hat Thomas Kirschner das Sagen. Er soll die Einrichtung so lange führen, bis ein neuer Leiter gefunden ist. Kirschner ist schon vorher beim DRK angestellt gewesen. Der Bericht:

Donnerstag, 10. September, 17.19 Uhr, Bork: Die Kleiderkammer im Coop ist jetzt schick: Auf einer Wand hat Sprayer Mike Wenzlaff zusammen mit Daniel Enns ein Graffito aufgesprüht. Es ist groß, vielleicht sechs Meter breit, und beinhaltet den Slogan "Together" und zwei Hände, die ineinander verschränkt sind. Morgen wird das Bild fertig.

Donnerstag, 10. September, 8.52 Uhr: Die Stadt Düsseldorf ist wie Dortmund unter einen besonderen Handlungsdruck gekommen, weil Sonderzüge mit Flüchtlingen aus Süddeutschland hier ankommen. Sie hat nun mit einem diesem Formular auf ihrer Homepage reagiert - vielleicht ein simples und gutes Vorbild für andere (große) Städte. 

Donnerstag, 10. September, 8.09 Uhr: Unsere Kollegin aus Dortmund hat im Internet eine schöne kleine Geschichte aufgeschnappt. Den Brief eines deutschen Kindes. "Ein Brief, der berührt", schreibt Wiebke Plöger. Ihren Eintrag in der Rubrik "Unter uns" legen wir Ihnen ans Herz als guten Start in den Tag:

Mittwoch, 9. September, 19.35 Uhr: Wir blicken mal wieder in die Nachbarschaft: Durch Nordkirchen rollt die Flüchtlingswelle noch nicht so richtig, auch wenn die Stadt am Limit ihrer derzeitigen Aufnahmekapazität ist. Eine Notunterkunft wird es hier wie berichtet erst einmal nicht geben. Trotzdem ist das ehrenamtliche Engagement in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. "Es rollt eine große Hilfswelle durch Nordkirchen", schreibt unser Reporter Tobias Weckenbrock und führt dabei drei Dinge auf, die die Pfarrcaritas organisiert - hier geht es zum Bericht: 

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Mittwoch, 9. September, 19.14 Uhr, Bork: "Lange Zeit herrschte Stille in dem ehemaligen Supermarkt am Borker Marktplatz. Seit gestern ist das Gegenteil der Fall: Lautes Hämmern und Gesprächsfetzen dringen durch die sich öffnende Schiebetür. Gestern hat dort nämlich der Aufbau der Kleiderkammer begonnen." Mit diesen Sätzen beginnt unsere Reportage im Lokalteil der Ruhr Nachrichten - morgen. Lesetipp!  

Mittwoch, 9. September, 18.25 Uhr: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft will Langzeitarbeitslose als Flüchtlingshelfer einsetzen. "Die Flüchtlinge gut unterzubringen und zu betreuen ist eine nationale Aufgabe", sagte Kraft gegenüber unserer Redaktion. Mit öffentlich geförderter Beschäftigung könne man die Potenziale von Langzeitarbeitslosen besser nutzen. Darüber hinaus fordert die Ministerpräsidentin in den Ruhr Nachrichten (Donnerstagsausgabe) langfristig eine Entlastung des „vorbildlichen ehrenamtlichen Engagements“. Es gebe auch weiterhin andere große Aufgaben zu lösen, wie eben Langzeitarbeitslosigkeit. „Es wäre für die gesellschaftliche Akzeptanz nicht gut, wenn der Eindruck entsteht, dass wir viel für Flüchtlinge tun, aber wenig für diejenigen, die es bei uns auf dem Arbeitsmarkt schwer haben.“ Viele seien schwer in den ersten Arbeitsmarkt vermittelbar, aber gerade jetzt gebe es genug Arbeit, die sie für die Gesellschaft leisten könnten.   

Mittwoch, 9. September, 14.31 Uhr: Blicken wir nach Lünen - dort heißt es nun, dass die Stadt kurzfristig weitere Flüchtlinge aufnehmen muss. Von 120 Menschen ist die Rede. Sie sollen an der Borker Straße in einer alten Feuerwache und beim Roten Kreuz an der Von-Wieck-Straße unterkommen. Sicher sind darunter wieder einige der Menschen, die heute in Dortmund per Bahn ankommen' tag='. Hier berichten unsere Lüner Kollegen: 

Mittwoch, 9. September, 14.22 Uhr, Vinnum: Theo Wolters war gestern in der Gesprächsrunde "Runder Tisch" in Olfen mit dabei. Rund 30 Leute sprachen darüber, wie die Hilfe der Ehrenamtlichen dort koordiniert werden kann. Das kam bei dem Treffen heraus: 

Mittwoch, 9. September, 13.21 Uhr, Bork: Heute richten ehrenamtliche Helfer die Kleiderkammer für die Notunterkunft in Bork im ehemaligen Coop her. Unsere Mitarbeiterin Marie Rademacher war vor Ort und berichtet später in Wort und Bild. Die Kleiderkammer soll im Eingang auch "verschönert" werden: Ein Sprayer aus Selm, der im Jugendzentrum Sunshine bekannt ist, wird eine Wand besprühen. Morgen soll er loslegen. Heute werden Regale und Tische aufgestellt. Auch einen Dienstplan der ehrenamtlichen Helfer gibt es inzwischen für die ersten Öffnungstage. Jeweils zehn Helfer sollen gemeinsam in einer Öffnungszeit die Kleiderkammer betreuen. 49 Namen standen auf der Liste des Asylkreises, die Stadt hat eine weitere Liste aus der Telefon-Hotline. Diese werden nun zusammengefügt.  

Dienstag, 8. September, 19.20 Uhr, Bork: Während in Olfen der Runde Tisch tagt, wo ehrenamtliches Engagement organisiert wird, haben wir hier noch einmal aufbereitet, wie man in Selm helfen kann. Ansprechpartner, Dinge, die gebraucht werden, und mehr:  

Dienstag, 8. September, 19.16 Uhr, Bork: Das Bild des Münchener Polizisten, der dem Flüchtlingsjungen seinen Diensthut aufsetzt, ist durch die Medien gegangen. Es drückt einen Willkommensgruß aus – und es soll Barrieren abbauen. In Bork plant der Lions Club Freiherr vom Stein mit der IPA-Verbindungsstelle eine Aktion, die genau das auch tun soll. Dass die Polizei nicht böse ist, sondern hilft, möchten Lions und die International Police Association (IPA), eine Vereinigung von Polizisten mit 280.000 Mitgliedern und Verbindungsstelle an der Borker Polizeischule, in der Notunterkunft deutlich machen. Sie wollen Polizei-Teddys an alle Kinder verschenken. Die IPA hat 5000 Euro gespendet, doch es sind weitere Spenden erforderlich. Der Männergesangverein Union Bork unterstützte die Aktion am Borker Sonntag an seiner Weinlaube. Das Spendenkonto: Lions-Hilfswerk Selm Freiherr vom Stein, Volksbank Selm-Bork, IBAN: DE 73 4016 5366 6600 0002 00, Verwendungszweck „Teddy PK Yogi“.

Dienstag, 8. September, 13.04 Uhr, Bork: Was für eine Resonanz! Gestern Abend folgten 70 Menschen dem Aufruf der Stadt zur Hilfe in Selm für die Flüchtlinge der Notunterkunft. 70 Menschen wollen sich an der Organisation der Kleiderkammer, die in Bork eröffnet werden soll, beteiligen. In den ehemaligen Supermarkt am Marktplatz in Bork zieht ab morgen wieder Leben ein. Dann werden Regale und Kleiderständer aufgebaut. Helfer treffen sich um 12 Uhr. Ab Montag soll die Kleiderkammer dann geöffnet sein: täglich von 9 bis 12 Uhr (außer Sonntag) und werktäglich auch von 15 bis 18 Uhr. Laut Mitteilung der Stadt liegen inzwischen aus der Zeltstadt die ersten Listen vor, was benötigt wird. Einige besorgte Bürger wundern sich nach Informationen unserer Redaktion, warum zum Teil Kinder immer noch in kurzen Hosen zu sehen sind - bei 14 Grad sicher nicht die angemessene Art, sich zu kleiden. Damit ist es dank der Spendenbereitschaft der Bürger bald vorbei. 

Dienstag, 8. September, 11.43 Uhr, Selm: Seit drei Jahren lebt der Syrer Samer Alchoufi in Selm. Er flüchtete also verhältnismäßig früh aus dem Bürgerkrieg, weil er sich in Damaskus seines und des Lebens seiner Familie nicht mehr sicher fühlte und medizinische Behandlung für seinen schwer erkrankten Sohn Edmond brauchte. Seine Frau Samira und seine insgesamt drei Söhne sind hier sicher und zufrieden. Das besondere an Samer Alchoufi ist, dass er künstlerisch tätig ist: Er malt. Seine Bilder sind zurzeit im Bürgerhaus im Kleinen Saal, später dann im Amtshaus in Bork zu sehen. Wir sprachen in einem Interview mit dem Mann - über seine Kunst, was er darin ausdrückt, wie er hier lebt und was er sich für die Zukunft wünscht. Das Interview mit dem Titel "Wir dachten, wir haben eine Chance" - eine Empfehlung aus unserer Redaktion. Heute gedruckt in den Ruhr Nachrichten Selm (hier testen) und in der eZeitung.  

Dienstag, 8. September, 9.58 Uhr: Eine Form sehr intimer aktiver Hilfe für Flüchtlinge ist die von Familie Bürger aus Remscheid. Christoph Bürger hat in seinem Haus einen Flüchtlinge aufgenommen, der vor kurzer Zeit seine Aufenthaltserlaubnis bekommen hat und nun in eine eigene Wohnung in der Nachbarschaft umgezogen ist. Christoph Bürger hat davon in einem Interview bei WDR2 erzählt. Das interessante Gespräch kann man sich hier anhören - und bekommt dort auch eine Frage auf die Antwort, ob er das noch mal machen würde. "In den nächsten Tagen zieht ein neuer Flüchtling bei mir ein", sagt er zum Abschluss. Wie eine Hilfe dieser Art in Selm oder Olfen möglich ist, wissen wir nicht. Sicher böte sich vorher ein Gespräch mit dem entsprechenden Asylkreis und mit den Zuständigen bei der Stadtverwaltung an.  

Montag, 7. September, 20.11 Uhr, Vinnum: Die Zelte stehen. Die Notunterkunft in Vinnum sieht von außen schon fast fertig ist. Ist sie aber noch lange nicht. Unser Reporter Theo Wolters hat heute wieder mit dem Einrichtungs-Chef gesprochen. Derweil sucht das Rote Kreuz nun auch für Vinnum Mitarbeiter in Teilzeit, Vollzeit oder für Minijobs. Alle Details: 

Jetzt lesen

Montag, 7. September, 18.10 Uhr, Bork: Hier ist unsere Zusammenfassung von der Aufhebung der Ausgangssperre in Bork: 

Montag, 7. September, 16.14 Uhr, Bork: Das Gesundheitsamt hat jetzt die Ausgangssperre gelockert: Es bleibt bei einer grundsätzlichen Schließung der Zeltstadt, aber die Bewohner haben wieder Ausgang. So erklärt das Sprecherin Constanze Rauert im O-Ton auf Anfrage unserer Redaktion: "Wir hatten die Meldung herausgegeben, dass wir die Einrichtung kurzfristig und vorübergehend schließen. Wir wollten, dass keine neuen Leute mehr aufgenommen werden. Wir haben es übers Wochenende geschafft, alle durchzuimpfen - so heißt das im Amtsdeutsch. Damit sind wir jetzt auf der sicheren Seite. Auch für die Bevölkerung besteht keine Gefahr. Es ist ohnehin Standard in Deutschland, sich gegen Masern, Röteln, Mumps und Windpocken impfen zu lassen. Eine Gefahr besteht heute aber nicht mehr, auch wenn die Menschen inzwischen wieder rausspazieren. Die, die wir schützen wollen, sind die, die wir geimpft haben. Wichtig war uns, dass von außen keiner mehr reinkommt. Wer herumspaziert, dem geht es gut. Wir gehen lieber auf Nummer sicher am Anfang." 

Montag, 7. September, 14.10 Uhr, Bork: Eine Firma ist nach wie vor dabei, Trennwände in den Wohnzelten in Bork zu errichten, bestätigt der Einrichtungsleiter auf Anfrage. Wie das geht, während die Zeltstadt schon fast voll besetzt ist? Es gibt grundsätzlich zwei freie Zelte auf dem LAFP-Gelände, die eigentlich als Aufenthaltsräume dienen sollen. Sie können nun zum "Rangieren" verwendet werden. Morgens, wenn die Trennwand-Firma anrückt, wird ein Wohnzelt geleert, die Bewohner "ziehen um" ins Aufenthaltszelt, dann bauen die Bauarbeiter die Wände auf. Nach ein paar Stunden sind sie fertig. Inzwischen seien diese Arbeiten aber weitgehend abgeschlossen, sagt Zeltstadt-Chef Ozan Kubat.

Montag, 7. September, 11.55 Uhr, Bork: Die Einrichtung in Bork ist seit Donnerstag wegen der Windpocken geschlossen. Das wird vermutlich auch erst einmal so bleiben. Zumindest ist vom Kreis-Gesundheitsamt in Unna bis dato nichts neues zu hören gewesen. Sprecherin Constanze Rauert erklärte auf Anfrage gerade am Telefon: "Wir hatten nicht umsonst bis auf weiteres geschrieben. Wir hoffen, dass es keine weiteren Windpockenfälle gibt, also keine Ausbreitung. Es gibt ein Risiko für Menschen, die nicht geimpft sind - auch außerhalb der Einrichtung. Darum ist der Standard bei solchen Vorgängen eine Ansteckungszeit von 14 Tagen. Unsere Ärzte waren und sind in der Einrichtung, wir plädieren da für einen verantwortlichen Umgang. Wir arbeiten da im Team mit dem Roten Kreuz und den Verwaltungen als Behörde zusammen. Es gibt viele beteiligte Akteure." 

Montag, 7. September, 10.47 Uhr: In der Olfener Nachbarstadt Haltern am See sind übers Wochenende 130 Menschen in einer Unterkunft in Sythen aufgenommen worden. Das sind Flüchtlinge aus den Sonderzügen, die aus München in Dortmund angekommen sind - 1800 am Wochenende insgesamt. Unsere Kollegin Elisabeth Schrief aus der Halterner Redaktion hat eine Reportage über deren  Ankunft geschrieben: 

Montag, 7. September, 9.24 Uhr: Noch ein Termin: Wer Interesse hat, sich bei der Kleiderkammer zu engagieren, die wohl Mitte nächster Woche in Bork am Marktplatz eröffnet wird, sollte heute Abend ins Bürgerhaus, Willy-Brandt-Platz 2, gehen. 19 Uhr geht es los. 

Montag, 7. September, 9.19 Uhr: In Selm laufen zurzeit die Vorbereitungen für ein Nachbarschaftsfest an der Körnerstraße. Dort ist eine der drei größeren Unterbringungseinheiten in Selm, Bork (Auf dem Südfeld) und Cappenberg (Am Kohuesholz) für fest zugewiesene Flüchtlinge. Der Arbeitskreis Asyl organisiert ein Fest der Begegnung zwischen den Bewohnern der Unterkunft in der ehemaligen Kita Drachenstark neben der Turnhalle und den Anwohnern der Straße. Es soll am 19. September gefeiert werden. Wir werden demnächst ausführlicher vorberichten.

Montag, 7. September, 9.06 Uhr, Bork: In Sachen Kommunikation beweist der Einrichtungsleiter Ozan Kubat einfach ein gutes Händchen, gutes Fingerspitzengefühl. Am Samstagmittag, einen Tag vor seinen Besuch beim Borker Sonntag, schrieb er gegen Mittag eine E-Mail an die Kooperationspartner und Ehrenamtlichen-Chefs in Bork und Selm. „Ich muss gestehen, es war ein Kraftakt und ist es immer noch", hieß es darin. "Wir merken jetzt, wo vielleicht noch etwas nicht so gut klappt. Aber wir merken auch, dass vieles gut läuft.“ Dann dankte Kubat: "Eine solche Bereitschaft habe ich selten erlebt. Es ist schön zu sehen, welche Unterstützung wir bekommen. Ich fühle mich nicht alleine. Ich habe eine ganze Bürgerschaft hinter mir.“ 

Montag, 7. September, 9.01 Uhr, Bork: Die Windpocken bei einem einzigen Kind zeigen, wie fragil so eine Notunterkunft sein kann: Wo so viele Menschen auf wenig Raum zusammenleben, muss die medizinische Abteilung extrem genau und gut arbeiten. Wir haben hier notiert, welche weitreichenden Folgen so ein Windpocken-Fall mitbringt. Hier ist der Text.' tag='  

Montag, 7. September, 8.41 Uhr: Wir blicken mal wieder nach Schloß Holte-Stukenbrock. Dort, am LAFP, soll es ja auch eine Zwillingseinrichtung zu der in Bork geben: eine Zeltstadt mit 1000 Plätzen. Man ist dort noch lange nicht so weit wie in Bork, wo binnen einer Woche schon 970 Menschen untergebracht wurden. Die "Lippische Landes-Zeitung" berichtet nun, dass es hier am 21. September - also in zwei Wochen - mit dem Betrieb losgehen soll. Man rechnet laut "LZ" damit, dass die Zeltstadt jahrelang stehen bliebe. Hier geht es zum Bericht.

Auf der nächsten Seite: Das geschah vorher - vom 1. bis 6. September: 

Sonntag, 6. September, 11.55 Uhr, Bork: Die Wochenzeitung "kirche + leben" aus dem Bistum Münster berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über die Initiative des Arbeitskreises Asyl in Bork. "Wir wollen im positiven Sinn Stimmung machen – das Willkommen transportieren", sagte die Vorsitzende Monika Heitmann dem Kollegen Michael Bönte. Dafür, so heißt es, sei die ehrenamtliche Gruppe, die mittlerweile mehr als 25 Mitglieder hat, schon seit geraumer Zeit aktiv. Das Porträt der Gruppe kann man hier nachlesen

 

Sonntag, 6. September, 11.34 Uhr: Die ganze Region blickt heute nach Dortmund. Dieser kleine Tweet eines Fußballfans mit Hang zum rivalisierenden FC Schalke 04 sagt darüber eine Menge aus: 

 

Mal ein großes Dankeschön an Dortmund. Schön, dass wir Schalker die einzigen bleiben, die bei euch nicht willkommen sind! #refugeeswelcome

— Henning (@eakus1904)

 

Sonntag, 6. September, 11.25 Uhr, Bork: Die interessanteste Personalie der Flüchtlings-Zeltstadt von Bork ist unstrittig der Einrichtungsleiter. Unter dem Titel "Ozan Kubat: Und plötzlich war er Chef" machen wir heute den Dortmunder Lokalteil unserer digitalen Sonntagszeitung mit einem ausführlichen Porträt auf. Autor Tobias Weckenbrock schreibt über den 27-jährigen Dortmunder. Hier können Sie die eZeitung bekommen - sieben Tage die Woche, exklusiv auch am Sonntag.  

Sonntag, 6. September, 10.55 Uhr, Bork: Die Notunterkunft am LAFP ist nach wie vor geschlossen. Es werden keine neuen Flüchtlinge aufgenommen - auch nicht die Menschen, die zurzeit in Sonderzügen am Dortmunder Hauptbahnhof ankommen (Live aus Dortmund berichten die Kollegen hier). 970 Menschen sind in der Borker Zeltstadt, zurzeit darf keiner rein oder raus. Nicht auf Spaziergänge, auch nicht in Bussen. Das hat der Kreis Unna verfügt, der die Zeltstadt wegen der Windpocken eines oder zweier Kinder unter Quarantäne gestellt wurde. Am Sonntagmorgen ist zu vernehmen, dass die Windpocken beim Kind nun verkrusten - ein gutes Zeichen, dass sie verheilen. Weitere Menschen haben sich wohl nicht angesteckt, auch nicht das zweite Kind, bei dem Windpocken vermutet worden waren. Das Kind bleibt noch einige Zeit isoliert. Derweil sind inzwischen alle Bewohner geimpft worden. Eine Ärztin aus Dortmund machte in den vergangenen Tagen Sonderschichten. "Wahnsinn, was die Frau leistet", sagte Ozan Kubat am Sonntagmorgen gegenüber unserer Redaktion. 

Auf diesem Panorama (einfach auf einen der Pfeile klicken) sehen Sie den Ein- und Ausgang der Unterkunft: 

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Freitag, 4. September, 16.51 Uhr, Vinnum: Die Stadt will die Arbeit in der Notunterkunft unterstützen. Man denke darüber nach, einen Hotspot in der Unterkunft einzurichten - denn das Internet, also eine WLAN-Verbindung ist für die Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, unglaublich wichtig. Ein Fußweg soll verlängert werden, er soll eventuell auch beleuchtet werden. Und am Dienstag will die Stadt zusammen mit dem Arbeitskreis Asyl die Hilfsbereitschaft von Ehrenamtlichen bündeln. Mehr Details hat Theo Wolters hier aufgeschrieben' tag='

Freitag, 4. September, 14.53 Uhr: Sie wollen hier in der Region helfen, wissen aber nicht wie? Dann schauen Sie sich diese Übersicht an, die unsere Redakteurin Wiebke Karla zusammengestellt hat. Ihre Hände werden gebraucht! Unser wichtigster Tipp: Kontaktieren Sie einfach Menschen, die jetzt schon helfen - die wissen, was wo gebraucht wird. In dieser Übersicht finden Sie Kontaktadressen' tag=' und Ansprechpartner.

Freitag, 4. September, 12.52 Uhr: Die ganze Welt diskutiert über ein Foto. In unserer Zeitung haben wir heute so reagiert: 

 

Seite "Aus aller Welt" in unserer Zeitungsausgabe heute. #Flüchtlinge

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 3. Sep 2015 um 22:09 Uhr

 

Für diese Entscheidung gab es viel Zuspruch - aber auch Kritik. Jeder hat dazu eine eigene Meinung. Wir haben in der Redaktion gestern lange darüber gesprochen und abgewogen. Richtig und falsch gibt es nicht. 

Donnerstag, 3. September, 17.53 Uhr, Bork: Das Gesundheitsamt des Kreises Unna hat am Nachmittag bekannt gegeben, dass wegen der Windpocken-Infektion von zwei Kindern in der Einrichtung zurzeit Aufnahmestop ist - und das für die nächsten 14 Tage, wie es heißt. Die Notunterkunft ist allerdings ohnehin schon nah an ihrer Aufnahmegrenze: Laut Angaben des Kreises sind zurzeit 970 Personen in der Unterkunft. 1000 sollte die maximale Kapazität sein. 

Donnerstag, 3. September, 16.18 Uhr: Wir haben vor einiger Zeit mal mit einer Kollegin aus Ostwestfalen gesprochen. Darüber, was eine Notunterkunft mit den Anliegern und dem benachbarten Dorf macht. Hier ist das Telefonat zwischen Sabine Kubendorff ("Neue Westfälische" Schloß Holte-Stukenbrock) und RN-Redaktionsleiter Tobias Weckenbrock: 

Donnerstag, 3. September, 16.02 Uhr, Bork: Auf den Straßen in Bork ist es heute seltsam leer: Während vorgestern und gestern viele der Asylsuchenden die Zeltstadt verließen, um ins Dorf zu gehen, zum Teil sogar bis nach Selm rein, bleiben heute viele Menschen in der Unterkunft. Das scheint mit den Impfungen zu tun zu haben. Generell ist die Regelung so, dass jeder Bewohner direkt bei Registrierung nach dem Aussteigen aus dem Bus einen Bewohnerausweis erhält. Damit kann er die Anlage verlassen und wieder betreten. Ohne Ausweis ist beides nicht möglich. Ein Sicherheitsdienst bewach die Pforte, die hinten heraus zum Tannenweg / Zum Sundern führt. Heute ist wenig los.

Donnerstag, 3. September, 15.49 Uhr, Vinnum: Unser Reporter Theo Wolters war heute auf der Fläche der Ziegelwerk Vinnum GmbH und hat sich angesehen, wie dort erste Aufbauarbeiten laufen. Sechs Wochen sollen noch in etwa Zeit sein, bis ins Zeltdorf erste Flüchtlinge einziehen. In Bork dauerte der Aufbau einer deutliche größeren Anlage nicht einmal vier Wochen. Der Bericht und die Fotos aus Vinnum: 

Donnerstag, 3. September, 14.36 Uhr: Im süd-westlich von Dortmund gelegenen Witten hat es in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft gebrannt. Was dahinter steckt, ist zurzeit noch offen. Hier berichten unsere Kollegen darüber' tag='.

Donnerstag, 3. September, 11.50 Uhr, Bork: Und schon schießen erste Gerüchte ins Kraut: Quarantäne? Was ist da in der Einrichtung los? Fakt ist: Gestern sind bei einem der Flüchtlinge Windpocken diagnostiziert worden. Daraufhin reagierte das Rote Kreuz, schottete das Wohnzelt der Person zunächst ab und versorgte sie mit den nötigen Medikamenten. Bei einer weiteren Person gab es einen Verdacht auf Windpocken. Daraufhin war das Gesundheitsamt vor Ort und sagte, die Infektion sei grundsätzlich eher unbedenklich. Gemeinsam hob man die Abschottung des Zeltes auf, nahm den Erkrankten und die Person mit Windpocken-Verdacht in Quarantäne und impft nun in 200er-Gruppen die Bewohner gegen Windpocken. "Das Problem ist, dass fast alle von ihnen nicht geimpft sind", so Einrichtungsleiter Ozan Kubat auf Anfrage der Ruhr Nachrichten. Anders als die Menschen in Deutschland: In NRW waren 2013 rund 80 Prozent der Kinder doppelt geimpft.  

Donnerstag, 3. September, 8.21 Uhr: Kennen Sie Emsdetten? Das liegt im nördlichen Münsterland, 35.000 Einwohner etwa. Eine rührige Kleinstadt. Dorther kommt ein Kollege namens Michael Hagel. Er beschäftigt sich in seinem Blog heute mit seiner Familiengeschichte. Unter dem Titel "Als man Flüchtlinge noch Auswanderer nannte" schreibt er über seinen Großonkel Edmund Kohl - einen Wirtschaftsflüchtling, der Deutschland in Richtung USA verließ. Er endet mit diesen Sätzen: "Ich fragte meine Mutter dann noch, ob sie glaube, dass Edmund Kohl damals in den USA auf ähnliche Vorurteile oder sogar Hass gestoßen sei wie viele Flüchtlinge es in Teilen unseres Landes gerade erleben müssen. Sie überlegte eine Weile und meinte dann, dass sie es nicht wisse. Aber sie glaube es nicht." Ein absoluter Lesetipp!   

Donnerstag, 3. September, 8.09 Uhr: Unser Chefredakteur Wolfram Kiwit schreibt jeden Morgen einen Newsletter. Das ist eine E-Mail mit einem Überblick über das, was er an diesem Tag als lesenswert empfindet. Heute hat er ans Ende, da, wo immer ein besonderes Zitat steht, gleich sechs Zitate veröffentlicht. Sie sind von Hannelore Kraft, der NRW-Ministerpräsidentin, die in einer Grundsatzrede das Flüchtlingsthema aufgriff. Sie sagte (unter anderem): "Stark, tolerant, offen, solidarisch und vielseitig - so sind wir hier. Wir können das und wir schaffen das. Wir in Nordrhein-Westfalen." Die anderen fünf Zitate heute in der "Post vom Chefredakteur" - kann jeder kostenlos hier abonnieren

Donnerstag, 3. September, 7.55 Uhr, Bork: Der "Lokalkompass" hat mit Said, Tarik und Mohamad gesprochen; und mit anderen Menschen, die seit ein paar Tagen in Bork in den Zelten untergebracht sind. Sie berichten von der harten Flucht und ihre Freude über Schokoriegel und eine Dusche - nach vier Tagen. Mohamad sagt, wie ihm in Ungarn oder Serbien von Polizisten Geld abgenommen worden sei. Hier geht es zum lesenswerten Bericht.  

Donnerstag, 3. September, 7.40 Uhr, Bork: Was sich in Bork schon zeigte in den vergangenen Tagen, bestätigen jetzt Zahlen vom Bund: Die Zahl der Flüchtlinge aus dem Balkan hat sich stark verringert. Die Menschen, die von Rechtsextremen oft als "Wirtschaftsflüchtlinge" verunglimpft werden, haben kaum Chancen auf einen genehmigten Asylantrag und müssen oft nach einigen Wochen oder Monaten zurück in die Heimat. In Bork kommen vor allem Menschen aus Syrien und Afghanistan an, berichtet der Einrichtungsleiter Ozan Kubat. Der "Tagesspiegel" berichtet hier über aktuelle Zahlen.

Donnerstag, 3. September, 7.18 Uhr, Bork: Die Antifa Werne erläutert bei sich im Blog den Unterschied zwischen Extremismus und Rassismus. Wir sagen: beides Mist! Hier der Link für Theoretiker: 

 

Die Einsicht, der sich @JungeUnionSelm stellen muss, lautet: das Problem heißt nicht #Extremismus, sondern #Rassimus! http://t.co/8YneujZkdW

— Antifa Werne (@AntifaWerne)

 

Mittwoch, 2. September, 18.01 Uhr, Bork: 680 Flüchtlinge sind zurzeit in Bork - in wenigen Tagen soll die Zeltstadt dann aber ihre Kapazitätsgrenze schon erreichen. Das berichtete Wolfgang Strickstrock, Sozialamtsleiter in der Stadtverwaltung, heute Abend vor dem Sozialausschuss der Stadt Selm. Dann sind rund 1000 Menschen vor allem aus Syrien und Afghanistan in der Notunterkunft. 

Mittwoch, 2. September, 16.32 Uhr, Bork und Vinnum: Sie nennen sich "Schicksalshelfer" und nutzen das Internet, um sich schnell untereinander auszutauschen und Hilfe zu koordinieren: Sowohl in Selm als auch in Olfen haben sich viele Ehrenamtliche in speziellen Facebook-Gruppen zusammengefunden. Dort werden Links ausgetauscht, Fragen gestellt, wann man wo wie helfen oder Spenden abgeben kann und viele Details mehr. In der Gruppenbeschreibung der neuen Olfener Gruppe heißt es: "Wir wollen helfen! Und wir wollen nicht nur, wir tun es auch - die Schicksalshelfer aus Olfen, Vinnum und umliegenden Bauernschaften! Dies gilt für Flüchtlinge, Bedürftige, HartzIV-Empfänger, Arbeitslose, Nachbarschaftshilfe,... Unter der Prämisse der Mitmenschlichkeit, der Würde des Menschen wollen wir miteinander füreinander da sein!" Hier geht es zur Olfener Gruppe, hier zur schon etwas älteren und etablierten Selmer Gruppe (nur für Mitglieder - kann jeder werden). Eine weitere Gruppe ist die vom Arbeitskreis Asyl Selm - auch hier wird unkompliziert geholfen.

Mittwoch, 2. September, 10.43 Uhr, Vinnum: Olfens Beigeordneter Wilhelm Sendermann sagte gestern Abend im Ausschuss, man dürfe die Asylbewerber, die sich bereits in Olfen befänden, nicht vergessen. Dies seien zurzeit 103 Personen. Olfen werden weiterhin Flüchtlinge zugewiesen - erst wenn die Notunterkunft in Vinnum eröffnet wird, wird die Zuweisung gestoppt. Aus diesem Grund hat die Stadt nun das 1. Obergeschoss des alten Krankenhauses hergerichtet. Dort können nun auch Asylbewerber unterkommen. Und zur Notunterkunft: Man habe den Wunsch, eine vernünftige Willkommenskultur zu schaffen. „Der Abend war geprägt von viel Hilfsbereitschaft“, sagte er vor der Politik zum Infoabend am Montag. In naher Zukunft soll es einen Runden Tisch geben, an dem die Hilfe und Ehrenamtlichkeit koordiniert werden

Mittwoch, 2. September, 9.17 Uhr, Bork: Zurzeit wird an den Innen-Trennwänden der Wohnzelte gebaut. Das ist der aktuelle Stand der Dinge in Sachen Zeltstadt Bork: 

Mittwoch, 2. September, 9.10 Uhr: Wer 98 Minuten Zeit hat, der kann sie sich hier nehmen und den Worten von Angela Merkel lauschen. Sie hat sich zur Strategie der Bundesregierung im europäischen Kontext, in der Zusammenarbeit mit Bund und Ländern und anderen Themen der Flüchtlingsdebatte geäußert. Hier ist die Sommer-Pressekonferenz der Kanzlerin in voller Länge - davon etwa 70 Prozent zum Thema Flüchtlinge.

Dienstag, 1. September, 14.21 Uhr, Vinnum: Es ist doch nicht so, wie gestern Abend noch angekündigt: Das Zeltdorf in Vinnum wird wohl doch erst im Oktober eröffnet. Das haben intensive Gespräche zwischen dem Betreiber und der Bezirksregierung am Dienstag ergeben. Der Aufbau und die Logistik sind innerhalb von zwei Wochen nicht zu organisieren. Hier geht es zum ausführlichen Bericht.' tag='   

Dienstag, 1. September, 13.10 Uhr, Bork: Als "Beitrag zur Willkommenskultur" hat die Volkshochschule (VHS) inzwischen fünf Sprachkurs-Angebote für Flüchtlinge geschaffen. Das erklärte der Leiter Michael Reckers am Montag im Schulausschuss. An der Einrichtung der Kurse habe man länger schwer gearbeitet, sagte Reckers. Denn Kursleiter mit einer entsprechenden Qualifikation seien rar, so Reckers. Die vorhandenen Sprachkenntnisse bei den Interessenten seien sehr unterschiedlich. Während es bei manchen darum ginge, die Fähigkeiten zur Unterhaltung auf deutsch zu verbessern, ginge es bei anderen ganz von vorne los – auch bei der Alphabetisierung. Gut klappe auch die Zusammenarbeit mit den Arbeitskreisen Asyl. In Bork hätten sich bereits ehrenamtliche Partnerschaften für das Deutschlernen gefunden. An ihre Grenzen stößt die VHS allerdings bei dem Versuch, weiterführende Integrationskurse anzubieten. Für diese Kurse seien speziell qualifizierte Dozenten allerdings derzeit nicht verfügbar, so Reckers.

Dienstag, 1. September, 12.15 Uhr, Bork: Heute an der Waltroper Straße in Altenbork entdeckt: 

 

Dieses Banner hängt an der Waltroper Straße in Altenbork. #Flüchtlinge #Bork

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 1. Sep 2015 um 2:39 Uhr

 

Dienstag, 1. September, 10.50 Uhr, Vinnum: Die Infoveranstaltung gestern Abend im benachbarten Olfen zur Zeltstadt in Vinnum verfolgten rund 400 Zuhörer. Unser Reporter Theo Wolters hat eine sehr aufgeschlossene Stimmung vernommen, die Bereitschaft zur Hilfe ist offensichtlich da. Das sind die neuen Infos:

  • Am 15. September sollen die ersten Flüchtlinge einziehen, weil dann die Turnhalle in Coesfeld leergezogen wird. Dort ist zurzeit Platz für 150 Menschen.
  • Es werden sechs Zelte errichtet, in die jeweils 50 Personen passen.
  • 200 Flüchtlinge sollen zuerst einziehen, später Platz für bis zu 300 Menschen sein.
  • Ein halbes Jahr wird das Zeltdorf auf jeden Fall benötigt - Ende allerdings offen. 
  • Ein Sicherheitsdienst wird auf dem Gelände und auch rundherum wachen. 
  • Weitere Details: 

Auf der nächsten Seite: Das geschah vorher - vom 21. bis 31. August. 

Montag, 31. August, 20.16 Uhr, Bork: Die Polizei arbeitet zurzeit an einem Plan, wie sie auf Dauer die zusätzlichen Streifenwagen-Schichten für Bork besetzen kann. Aus dem eigenen Personalstamm wird das schwierig. Heute ließ die Gewerkschaft der Polizei aber eine mögliche Lösung verlauten: Laut Pressemitteilung habe der Landesvorsitzende Adi Plickert „eine Optimierung der internen Personalsituation für die versprochene polizeiliche Präsenz in Selm-Bork erreichen können“, heißt es darin. Es soll demnach eine zeitweise Unterstützung aus der Nachbarschaft geben. Landrat Michael Makiolla, der auch Leiter der Polizei im Kreis Unna ist, soll bei einem Termin in Bork angekündigt haben, dass Polizeikräfte aus den Polizeipräsidien Dortmund und Recklinghausen zeitnah zur Unterstützung dazu kämen.

Montag, 31. August, 17.01 Uhr, Bork: In einem Kommentar haben wir versucht, die Situation vor Ort in Bork einzuordnen und dabei auch einen Hinweis an die Ortsansässigen formuliert. Unsere Meinung ist: abwarten, ruhig bleiben, helfen wo man kann. Viele werden selbst wissen, wie sie damit umgehen. Für alle anderen ist das hier: 

Montag, 31. August, 15.15 Uhr, Bork: Die Flüchtlingshelfer brauchen Kartons. Dank der großen Spendenbereitschaft der Selmer haben sie inzwischen so viel Kleidung, dass sie sie nun sortieren wollen - am besten in Kisten. Die Redaktion hat knapp 20 Kartons verschenkt. Wer auch welche übrig hat, kann am Mittwoch oder Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr bei Haus Knipping vorstellig worden. Dort werden Kartons und weitere Sachspenden angenommen. 

 

Flüchtlingshelfer! Mit Umzugskartons kann man in Selm zurzeit echte Hilfe leisten. #Bork #Flüchtlinge

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 31. Aug 2015 um 5:18 Uhr

 

Montag, 31. August, 13.37 Uhr, Vinnum: In der Selmer Nachbarstadt Olfen findet heute um 19 Uhr eine Bürgerinformationsveranstaltung statt. Die Bezirksregierung Münster wird dort zusammen mit der Stadt Olfen und der Polizei über die Einrichtung einer Notunterkunft im Ortsteil Vinnum unterrichten und sicherlich auch ein paar Fragen aus der Bürgerschaft zulassen. Ein paar Hintergründe gibt es hier' tag=' - heute Abend ist unser Reporter natürlich vor Ort.

Montag, 31. August, 13.14 Uhr, Bork: Am Freitag war unser Reporter Tobias Weckenbrock noch mal am Gelände, um sich vor Ort den Aufbau der Zelte anzusehen. Wer nicht so der Freund des Lesens ist, kann sich die Eckdaten zur Zeltstadt auch in diesem Video ansehen:

 

Montag, 31. August, 9.28 Uhr, Bork: Einen Tag früher als eigentlich angekündigt hat gestern der Betrieb der Notunterkunft begonnen. 500 Menschen sind ab 13.30 Uhr in Bussen in Bork angekommen, obwohl in den Unterkunftszelten die Trennwände noch fehlen. Die Bezirksregierung hatte kurzfristig am Freitag von der neuen Einrichtungsleitung gefordert, schon am Sonntag fertig zu werden. So kam es, auch wenn es den Druck auf die Vorbereitungsarbeiten noch mal kräftig erhöhte. Denn so erfolgte die Eröffnung genau 24 Stunden früher als eigentlich angedacht. Unsere Volontärin Natasa Balas jedenfalls war gestern bei der Ankunft der ersten Menschen in der Notunterkunft dabei.  Hier hat sie aufgeschrieben, wie das ablief: 

Jetzt lesen

Samstag, 29. August, 9.11 Uhr: Die Eröffnung steht kurz bevor. Die Stadt Selm will die Flüchtlinge im übrigen Willkommen heißen - mit diesem Banner über der Zufahrt zum Gelände: 

 

Mit diesem Banner (Entwurf) wird die Stadt Selm an der Zufahrt zur Notunterkunft dauerhaft die Menschen begrüßen. #Bork #Flüchtlinge

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 29. Aug 2015 um 0:04 Uhr

 

Freitag, 28. August, 19.23 Uhr: Wir waren heute Nachmittag noch mal an der Anlage. Von außen betrachtet sehen die Zelte fertig aus - innen wir übers Wochenende aber weiter hart gearbeitet. Das Technische Hilfswerk zum Beispiel wird Hunderte Betten aufbauen, die EDV für die Verwaltung und Büroräume wird noch installiert und vieles mehr. Der Blick über den Zaun:

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Notunterkunft in Bork kurz vor Fertigstellung

Die Zeltstadt von Bork ist äußerlich fertig: Das LAFP-Gelände ist vorbereitet, so scheint es. Noch im August sollen hier bis zu 400 Asylbewerber einziehen. Dafür kommt am Wochenende aber bezüglich des Innenausbaus noch viel Arbeit zu.
28.08.2015
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Das ist das Tor, zurzeit noch verschlossen: Hier ist der fußläufige Ein- und Ausgang der Zeltstadt. Die Busse werden über die Pforte des LAFP kommen und abfahren, ebenso die Versorgungsfahrzeuge. Hier am Tor wird ein Sicherheitsdienst 24 Stunden Wache halten.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Platz, auf dem die Zeltstadt steht, ist ohnehin schon von einem Zaun umgeben. Das verhindert, dass die Menschen einfach so in die Einrichtung gehen - die Asylsuchenden können die Zeltstadt jederzeit verlassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Platz, auf dem die Zeltstadt steht, ist ohnehin schon von einem Zaun umgeben. Das verhindert, dass die Menschen einfach so in die Einrichtung gehen - die Asylsuchenden können die Zeltstadt jederzeit verlassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Das ist das Tor, zurzeit noch verschlossen: Hier ist der fußläufige Ein- und Ausgang der Zeltstadt. Die Busse werden über die Pforte des LAFP kommen und abfahren, ebenso die Versorgungsfahrzeuge. Hier am Tor wird ein Sicherheitsdienst 24 Stunden Wache halten.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem der Zelte ist zurzeit noch das Matratzenlager: 1000 Rollmatratzen sind in der Zeltstadt, sie werden bald auf die Betten gelegt, die am Wochenende errichtet werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem der Zelte ist zurzeit noch das Matratzenlager: 1000 Rollmatratzen sind in der Zeltstadt, sie werden bald auf die Betten gelegt, die am Wochenende errichtet werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem solchen Wohnzelt ist Platz für 75 Menschen. Die Zelte haben 250 Quadratmeter.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Platz, auf dem die Zeltstadt steht, ist ohnehin schon von einem Zaun umgeben. Das verhindert, dass die Menschen einfach so in die Einrichtung gehen - die Asylsuchenden können die Zeltstadt jederzeit verlassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Platz, auf dem die Zeltstadt steht, ist ohnehin schon von einem Zaun umgeben. Das verhindert, dass die Menschen einfach so in die Einrichtung gehen - die Asylsuchenden können die Zeltstadt jederzeit verlassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Platz, auf dem die Zeltstadt steht, ist ohnehin schon von einem Zaun umgeben. Das verhindert, dass die Menschen einfach so in die Einrichtung gehen - die Asylsuchenden können die Zeltstadt jederzeit verlassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Das Technische Hilfswerk ist auf der Anlage, um dort technische Dinge zu regeln - und die Betten aufzubauen. Denn noch im August ziehen die ersten Asylbewerber ein.© Foto: Tobias Weckenbrock
Das Technische Hilfswerk ist auf der Anlage, um dort technische Dinge zu regeln - und die Betten aufzubauen. Denn noch im August ziehen die ersten Asylbewerber ein.© Foto: Tobias Weckenbrock
Schlagworte Bork

Freitag, 28. August, 17.11 Uhr: Reporter Tobias Weckenbrock hat sich gestern am Abend noch länger mit dem neuen Einrichtungsleiter der Zeltstadt unterhalten. Ozan Kubat heißt der junge Mann aus Dortmund - und spricht selbst fünf Sprachen fließend. Was er beim Runden Tisch sagte und wie er sich verhielt, beeindruckte die knapp 20 Personen aus Polizei und Verwaltung, vom DRK und aus den Asylkreisen. Hier haben wir das aufgeschrieben.' tag=' 

Donnerstag, 27. August, 22.11 Uhr: Was für ein intensiver Nachmittag und Abend in der Redaktion. Wir machen jetzt das Licht aus. Vorher verweisen wir aber noch auf unsere Berichterstattung in der Zeitung morgen: Viele Hintergründe zum Zeltstadt-Start am Montag - und eine Annäherung an den neuen Einrichtungsleiter. Er ist erst 27 Jahre alt und steht vor einer großen Aufgabe. Er sagte: „Ich freue mich auf diese Arbeit, habe aber großen Respekt davor, muss ich ehrlich sagen." Und: "Als Einrichtungsleiter gebe ich dem Haus ein Gesicht und ein Profil. Und mein Profil ist, die Menschen willkommen zu heißen, zu fördern, aber auch zu fordern." Keinen Bericht zu diesem Thema mehr verpassen? Die eZeitung kann man auch zur Probe lesen. Hier testen.

Donnerstag, 27. August, 18.18 Uhr: Die Flüchtlings-Notunterkunft in Bork geht am Montag an den Start. Um 8 Uhr muss die Landeseinrichtung bereit sein, um bis zu 400 Flüchtlingen ein Obdach zu geben. Erst Infos über den Einrichtungsleiter sind jetzt auch bekannt. Hier geht es zum Bericht.' tag='

Donnerstag, 27. August, 15.30 Uhr: Die Stadt Selm bekommt übrigens von den 500 Millionen Euro, die der Bund schon recht zügig für die Kommunen locker machen wird zur finanziellen Unterstützung der Flüchtlingshilfe vor Ort, knapp 162.000 Euro. Das ist gerade bekannt geworden. Wie die Stadt Selm das Geld einplant, wissen wir noch nicht - es wird aber komplett für die fest zugewiesenen Flüchtlinge verwendet. Denn die muss man von denen, die in der Notunterkunft für ein paar Wochen untergebracht werden, unterscheiden: Für die Menschen, die in Selm, Bork und Cappenberg wohnen, muss die Stadt Selm in Teilen finanziell selbst aufkommen, während das Bundesland über die Bezirksregierungen die finanzielle Verantwortung für die Notunterkünfte trägt.

Donnerstag, 27. August, 14.49 Uhr: Wir schrieben heute früh schon darüber, welche Ausländer-Schmähungen bei Facebook strafrechtlich relevant sind und wer dafür haftbar zu machen ist. Jetzt hat tatsächlich ein Bundesminister die Initiative ergriffen und einen Brief an Facebook geschrieben. Ob's was bringt? Die Hintergründe' tag='.

Donnerstag, 27. August, 14.02 Uhr: Eine interessante Zusammenfassung der Pläne für die Notunterkunft in Bork hat für die Tageszeitung "Die Welt" Kollege Jonas Mueller-Töwe geschrieben. Er listet genau auf, wie viele Zelte errichtet werden: 28 werden es laut seinen Informationen sein. Davon sind 15 Wohnzelte a 250 Quadratmeter für jeweils 75 Personen. Wir rechnen: Das entspräche genau 1125 Plätzen. Wenn 75 Personen sich 250 qm teilen, hat jede Person rechnerisch 3,33 Quadratmeter für sich. Es sollen Boxen errichtet werden für je sechs bis acht Personen - die Trennwände dafür fehlen aber zurzeit noch. Und eine letzte Zahl: 100 Mitarbeiter des Roten Kreuzes sollen hier laut Planung tätig sein. Hier geht es zum Bericht auf welt.de

Donnerstag, 27. August, 9.42 Uhr: Wer Diskussionen im Internet verfolgt, der wird sich fragen: Was ist eigentlich mit den zum Teil sehr bösen Schmäh-Kommentaren gegen Flüchtlinge, Asylbewerber, Migranten aller Art? Kann man dagegen rechtlich vorgehen? Hat auch Facebook eine Mitschuld, wenn es in diesem Social Network zu solchen Äußerungen kommt? Die Deutsche Presseagentur hat Juristen zu Wort kommen lassen' tag='.

Donnerstag, 27. August, 9.34 Uhr: Heute tagt zum zweiten Mal der Runde Tisch von Notunterkunfts-Betreiber DRK, Stadt Selm, Polizei und den Asylkreisen. Unsere Redaktion wird wieder dabei sein und an dieser Stelle sowie in der Zeitung über Themen, offene Fragen und Ergebnisse berichten.

Donnerstag, 27. August, 8.14 Uhr: Unser Volontär Daniele Giustolisi berichtet hier' tag=' von einem Gespräch neulich bei ihm im Treppenhaus, in dem viele vielleicht ein eigenes ähnliches Erlebnis wiedererkennen. Er nennt es "Zwei Minuten Alltagsrassismus". Es hat eigentlich nicht direkt mit der aktuellen Flüchtlingsentwicklung zu tun. Aber es zeigt doch ein wenig, wie es in unserer Gesellschaft (noch) aussieht. Wollen wir das?

Donnerstag, 27. August, 7.30 Uhr: Bei der Stadt gehen vermehrt Beschwerden ein - bei uns auch: Das Parkproblem rund um das LAFP geht denen, die dort zur Schule gehen und bei denen, die im Umfeld des LAFP wohnen, immer mehr an die Nerven. Wir haben bei der Stadt angefragt: Wann wird der dritte Ersatz-Parkplatz, der hoffentlich alle Probleme löst, fertig? Es dauert wohl noch mehr als eine Woche, sagte Stadtsprecher Malte Woesmann auf unsere Anfrage. So lange wird es weiterhin das eine oder andere Knöllchen geben - denn auch Polizeischüler halten sich offensichtlich nicht immer an alle Verkehrsregeln. Ein Hintergrund zu diesem Thema heute in der Zeitung und eZeitung.   

Mittwoch, 26. August, 18.17 Uhr: Unser Blick geht noch mal nach Schloß Holte-Stukenbrock in Ostwestfalen. Dort verzögert sich die Errichtung der Zeltstadt weiter - die Bezirksregierung Detmold hat der "Neuen Westfälischen" (Printausgabe von Donnerstag, 27. August) jetzt auch verraten, warum: Erdarbeiten, Schotter ausbringen, Planungsrechtliches, Abwasserkanäle - all das müsse erst geschaffen werden. Auch ein Zaun muss noch her. Die Infrastruktur in Bork ist also deutlich besser. Hier fehlt es "nur" an Trennwänden für die Zelte. Der Sprecher der Bezirksregierung Detmold sagte unserer Kollegin Sina Wollgramm von der "NW": "Wir werden den Kontakt nach Selm suchen, um von dort gemachten Erfahrungen zu profitieren." 

Mittwoch, 26. August, 15.12 Uhr: Die Stadt Selm meldet: Die Info-Hotline wird gut angenommen. 21 Menschen hätten darüber in den vergangenen zehn Tagen ehrenamtlich Mitarbeit für die Notunterkunft angeboten. Wer Fragen zu Spenden hat oder wie er sich einbringen kann, solle sich hier melden: Tel. (02592) 6 93 22, montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr. In den übrigen Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. E-Mail: asylhotline@stadtselm.de.

Mittwoch, 26. August, 12.52 Uhr: Ein Medien-Tipp: Wie gehen Notunterkünfte in Deutschland mit Journalisten um? Dürfen sie aus Zeltstädten berichten oder nicht? Es gibt sehr unterschiedliche Beispiele. Wie es in Bork und Vinnum wird, wissen wir noch nicht genau. Ein Drei-Minuten-Beitrag des Deutschlandfunks berichtet von Beispielen aus Berlin (alles erlaubt) und Hamburg (vieles verboten). Hintergründe und der Link zum Anhören' tag='.

Mittwoch, 26. August, 8.08 Uhr: Wie in Bork wird nach Informationen von Bürgermeister Josef Himmelmann auch in Vinnum das Deutsche Rote Kreuz die Organisation und Verwaltung der Unterkunft übernehmen. Hier käme der Kreisverband Coesfeld zum Zuge, sagte er gestern Abend vor dem Bauausschuss.

Mittwoch, 26. August, 7.48 Uhr: In der Bundesregierung wird über das Flüchtlingsthema jetzt intensiv nachgedacht. Es geht um Finanzhilfen für die Kommunen und eine Aussetzung des Dublin-Abkommens für Flüchtlinge aus Syrien. Heute steht das Thema auf der Agenda des Bundeskabinetts. Die Süddeutsche Zeitung hat hier den aktuellen Stand zusammengefasst

Mittwoch, 26. August, 7.33 Uhr: Lob aus der Nachbarstadt: Der Bürgermeister von Olfen, Josef Himmelmann, hat gestern Abend im Bauausschuss außerplanmäßig über die Notunterkunft in Vinnum informiert. Dabei hat er einen flammenden Appell gerichtet an die Politik in NRW, Deutschland und Europa, und ihr schwere Versäumnisse und Fehler vorgeworfen, deren Folgen nun frontal auf die Kommunen zukommen. Wir dokumentieren die Rede, in der Himmelmann auch die Arbeit in Selm als sehr gut hervorhob, im Wortlaut' tag='

Dienstag, 25. August, 15.59 Uhr: Seit heute Mittag, etwa 11.30 Uhr, weiß der Bürgermeister der Stadt Olfen, dass auch in Vinnum eine Zeltstadt als Notunterkunft für Flüchtlinge errichtet wird. Das erfuhr er direkt vor dem Recherchegespräch unseres Reporters Tobias Weckenbrock von der Vize-Regierungspräsidentin Dorothee Feller. Das Gelände der Ziegelei Hüning wird dazu genutzt - zurzeit werden dort schon auf dem Gelände gelagerte Steine abgefahren. Alle Infos zur Unterkunft in Vinnum hier' tag='.

Dienstag, 25. August, 7.55 Uhr: Die Westfälischen Nachrichten aus Münster waren Ende vergangener Woche ebenfalls auf dem Gelände in Bork. Hier ist ihre Zusammenfassung der Situation rund um die Notunterkünfte im Münsterland und in Selm. 

Montag, 24. August, 18.01 Uhr: Das DRK klagt über Lieferschwierigkeiten. Vom Plan, noch bis Ende August die ersten Flüchtlinge in der Notunterkunft zu haben, muss der Betreiber der Zeltstadt offenbar trotz der Nachrichten aus überfüllten Erstaufnahme-Standorten abrücken. Woran es fehlt, hat Arndt Brede recherchiert' tag='.

Montag, 24. August, 8.47 Uhr: Wir haben uns in einem Hintergrundartikel der Leitfrage angenähert: Was macht eine Notunterkunft in dieser Größe mit einem kleinen Ort wie Bork? Das ist auch eine Annäherung für Leser, die Bork nicht so gut kennen und die Entwicklungen hier nicht Tag für Tag verfolgen: Hier unsere Analyse' tag='

 

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Montag, 24. August, 8.33 Uhr: Es ist die Woche, in der die ersten Flüchtlinge in die Notunterkunft in Bork einziehen sollen. Die Dramatik der Flüchtlings-Ankünfte zeigt sich wieder am Beispiel Dortmund-Hacheney: Hier ist eine Erstaufnahme-Einrichtung für 350 Menschen. Es werden aber 1200 Neuankünfte erwartet. Die Einrichtung ist wieder einmal  vorläufig geschlossen' tag=' , wie die Kollegen berichten. Derweil wachsen überall im Land neue Unterkünfte: In der nordmünsterländischen Stadt Rheine meldet die Stadt: Zeltstadt auf ehemaligem Kasernengelände fertig, Einzug ab heute - und am selben Tag eine Bürgerveranstaltung:

Notunterkunft für Flüchtlinge / Damloup-Kaserne: Bürgerinformationsveranstaltung - http://t.co/QYBx6pGcKvpic.twitter.com/B41tLxiKel

— Rheine (@rheine_tweet)

 

Sonntag, 23. August, 14.04 Uhr: Auch am Sonntag ruhen die Bauarbeiten nicht. In dieser Woche geht der August zu Ende - und das heißt: In dieser Woche soll die Notunterkunft eröffnet werden. Darum arbeiten auch heute viele Bauarbeiter an der Errichtung und Ausstattung der Zelte. Reporter Tobias Weckenbrock war am Vormittag vor Ort und hat sich das Ganze diesmal von außen angesehen. 

Samstag. 22. August, 11.42 Uhr: Gestern und heute ist es hier im Blog etwas ruhiger: Die Informations- und Organisations-Pflöcke sind eingeschlagen. Die Arbeit der Haupt- und der vielen Ehrenamtlichen im Hintergrund geht weiter. Ein Tweet mit einem Bild zeigt das in beeindruckender Weise:

 

Schon viele Spenden heute. #RefugeesWelcome#Selmpic.twitter.com/RMtOLqlOLz

— Jeannine Tembaak (@huepfkuh)

 

Auf der nächsten Seite: Das geschah vom 17. bis 21. August. 

 

Freitag, 21. August, 12:04 Uhr: Die Aufbauarbeiten für die Notunterkunft für 1000 Flüchtlinge in Selm-Bork schreiten voran. Noch im August sollen hier Asylbewerber für einen befristeten Zeitraum eine Unterkunft finden. Jetzt haben wir eine weitere große Fotostrecke zu den Aufbauarbeiten der Unterkunft online - aktuell von Freitagmorgen:

 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So schreitet der Aufbau der Notunterkunft für Flüchtlinge voran

SELM, 21.08.2015: Die Zeltstadt wächst auf dem Parkplatz am Fortbildungsinstitut der Polizei in Bork: Hier entsteht eine Notunterkunft für Flüchtlinge. Am Freitagmorgen wurden weitere Zelte errichtet, in den Sanitärzelten lief derweil der Innenausbau weiter. Wir haben uns auf dem Gelände umgesehen.
21.08.2015
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© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Installation für die Zelte: Rohre zur Belüftung und Heizung und Generatoren.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesem Container am Tor wird ein Sicherheitsdienst 24 Stunden sein. Hier haben die hier bereits untergebrachten Asylbewerber Ausgang und Zugang. Zudem wird hier geregelt, wer auf das Gelände darf und wer nicht.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesem Container am Tor wird ein Sicherheitsdienst 24 Stunden sein. Hier haben die hier bereits untergebrachten Asylbewerber Ausgang und Zugang. Zudem wird hier geregelt, wer auf das Gelände darf und wer nicht.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Installation für die Zelte: Rohre zur Belüftung und Heizung und Generatoren.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Schlagworte Selm

Freitag, 21. August, 11.38 Uhr: Wir waren gerade wieder auf dem Gelände am LAFP, um uns den Fortgang der Arbeiten an der Zeltstadt anzusehen. Wir berichten gleich weiter. Gestern Abend ist unser Bericht über den ersten Runden Tisch online gegangen. Darin berichtet Arndt Brede vor allem über das Spenden-Procedere. Hier geht es zum Artikel' tag='.

Donnerstag, 20. August, 19.01 Uhr: Versöhnlich! Bei der Bürgerversammlung gestern Abend gab es einen Zuhörer, der sich in der Fragerunde meldete. Er rief mit reichlich empörter Stimme Bürgermeister Mario Löhr zu: "Meinen Sie das ernst, dass Sie die Menschen, die eine echt miese Zeit durchgemacht haben, an die Schüppe bringen?" Löhr war sichtlich irritiert, denn das hatte er so sicher nicht erwartet. Noch am selben Abend entschuldigte sich der junge Zwischenrufer aber bei Facebook, während er von anderen dort Zuspruch für seine Courage erntete. Dort nahm Bürgermeister Löhr die Entschuldigung an. So einfach geht das.  

Donnerstag, 20. August, 17.22 Uhr: Der Runde Tisch mit rund 20 Köpfen hat etwa zwei Stunden getagt. Wir berichten morgen in der Zeitung und eZeitung ausführlich über die Ergebnisse. Eine neue Info, die dort besprochen wurde: Um Spenden für die Zeltstadt entgegenzunehmen, richtet die Stadt im Gebäude des ehemaligen Coop-Marktes am Borker Marktplatz eine Kleiderkammer ein - in etwa zwei Wochen soll es losgehen.

Donnerstag. 20. August, 17.18 Uhr: Unsere Redaktion ist für morgen zu einem Telefonat unter Kollegen verabredet: Tobias Weckenbrock wird ein Interview führen mit Sabine Kubendorff. Sie ist Redakteurin bei der "Neuen Westfälischen", einer Lokalzeitung in Ostwestfalen, die auch in Schloß Holte-Stukenbrock erscheint. Dort gibt es auch ein LAFP, dort gibt es bald auch eine Zeltstadt - und dort gibt es schon Erfahrungen mit größeren Flüchtlings-Sonderunterkünften aus dem vergangenen Jahr. Was hat das mit dem Ort, mit den Anwohnern gemacht? Diese Leitfrage wollen wir uns von ihr beantworten lassen. Wir werden hier berichten.

Donnerstag, 20. August, 15.23 Uhr: Was sagen eigentlich Jugendliche aus Selm zur aktuellen Flüchtlings-Situation und dem, was auf die Stadt zukommt? Wir haben mit einem darüber gesprochen, der am Städtischen Gymnasium zur Schule geht: Jan-Niklas Möller (17). Er sagte: "Ich war persönlich erst nicht betroffen von der Nachricht, dass hier eine Notunterkunft eingerichtet wird. Dann kam das Thema aber bei uns im Unterricht auf. Jetzt ist das anders: Ich will Jugendliche unterstützen, die nicht die gleichen Chancen hatten wie wir, sondern unter schlimmsten Umständen aus ihren Heimatländern flüchten mussten." 

Donnerstag, 20. August, 14.44 Uhr: Bork ist nicht allein: In der Nachbarstadt Bergkamen wird es nach einem Beschluss im Stadtrat von Mittwochabend bald eine Zentrale Unterbringungseinrichtung für bis zu 1000 Menschen geben. Mit großer Mehrheit: Drei Mitglieder der SPD-Fraktion aus dem Ortsteil Weddinghofen und die zwei Mitglieder der Fraktion BergAUF stimmen nach einem Bericht des "Hellweger Anzeigers" dagegen.

Donnerstag, 20. August, 13.52 Uhr: In acht Minuten beginnt der erste "Runde Tisch": Dort kommen Entscheider der beteiligten Organisationen fortan wöchentlich zusammen. Was wird gebraucht? Was muss dringend geregelt werden? Das Rote Kreuz, die Polizei, ein LAFP-Mitarbeiter, die Stadtverwaltung, die ehrenamtlichen Macher der drei Asylkreise Selm, Bork und Cappenberg und ein Mitarbeiter des Jobcenters sitzen in dieser Runde zusammen. Unser Reporter macht sich jetzt auch auf den Weg: Arndt Brede darf bei der ersten Sitzung dabei sein. Wir berichten später.

Donnerstag, 20. August, 13.15 Uhr: Eine Aussage von gestern Abend ist bei uns ganz besonders hängen geblieben. Es wirkte nicht heuchlerisch, sondern echt, als LAFP-Chef Michael Frücht' tag=' vor 310 Zuhörern sagte: "Selm ist das Aushängeschild deutscher Willkommenskultur." Was für ein Satz - ein Lob, aber auch eine Anforderung für die nächsten Wochen und Monate. Bürgermeister Mario Löhr muss sich gefreut haben, das zu hören - und er ergänzte, dass man das noch ausbauen wolle.

Donnerstag, 20. August, 12.16 Uhr: Praktisch ausverkauft: Etwa 150 Buttons mit dem Spruch "Keep calm und welcome refugees"' tag=' und dem Selmer Stadtwappen hat Initiatorin Jeannine Tembaak in den vergangenen Tagen verkauft. Über 200 Euro Spendengelder für die Flüchtlingshilfe in Selm, Bork und Cappenberg kamen dadurch zusammen. 

Donnerstag, 20. August, 11.43 Uhr: Während die Event-Firma aus Lich weiter am Zeltaufbau arbeitet, der Innenausbau der Sanitärzelte läuft und weitere notwendige Versorgungsbauten auf dem LAFP-Gelände für die Notunterkunft entstehen, wird auch vor dem Gelände der Polizeischule gearbeitet: Bagger und Planierraupen verteilen zurzeit Schotter auf dem Parkplatz zwischen den Straßen "Im Sunden" und "Zum Sundern". Dort entstehen 330 weitere Stellplätze für die Autos der Polizeischüler- und -studenten. Bisher gibt es schon 200 Parkplätze am Festplatz der Schützen "Auf dem Südfeld" und 260 Plätze im "Rauhen Busch" hinter dem Wall. 70 Parkplätze stehen am PSV-Sportplatz zur Verfügung. Für die Polizeischüler bedeutet das zum Teil einen etwas weiteren Fußweg als bisher - aber in fünf, sechs Minuten erreichen sie die Bildungseinrichtungen.

Donnerstag, 20. August, 7.46 Uhr: Wie bilanzieren Teilnehmer die Veranstaltung im Bürgerhaus gestern Abend? Bei Facebook heißt es zum Beispiel: "Die Bürger der Stadt haben sich heute als Vertreter der Willkommenskultur gezeigt. In der Fragerunde überwog bei weitem die Sorge um das Wohlergehen der Menschen die paar kritischen Beiträge, die es gab." Der Beitrag ist am Morgen von 24 Facebook-Mitgliedern mit "gefällt mir" markiert worden - unter anderem von Bürgermeister Mario Löhr.

Donnerstag, 20. August, 7.43 Uhr: Der Kollege Arndt Brede hat die Informationen vom gestrigen Abend in 17 Fakten zusammengefasst. Hier sind sie nachzulesen.' tag='

Mittwoch, 19. August, 20.57 Uhr: Der WDR berichtete heute Abend in der Dortmunder Lokalzeit aus Bork. In der Mediathek gibt es den Beitrag in voller Länge - hier kommen Sie direkt hin.

Mittwoch, 19. August, 20.25 Uhr: Es gibt einen Haufen Vorurteile, die in der Flüchtlingsdebatte immer wieder auftauchen. Das Nachrichten- und Unterhaltungsportal "Buzzfeed Deutschland" hat 15 Thesen, die dem politisch rechten Rand zuzuordnen sind, aufgegriffen und viele davon kurz und knackig widerlegt. Auch der Einfachheit wegen absolut lesenswert! Hier geht es zu den 15 Thesen und ihren den Erwiderungen.

Mittwoch, 19. August, 20.08 Uhr: Gerade zurück aus dem Bürgerhaus: Während der Kollege weiter der Veranstaltung beiwohnt, können wir schon mal die Eckdaten schildern: Rund 300 Besucher, fast jeder Stuhl ist besetzt, sind gekommen. Hecker, Frücht, Volkmann, Löhr und Milk informieren in ihren Statements die Bürger über den aktuellen Sachstand und die Hintergründe zur Einrichtung der Notunterkunft. Die Bürger lauschen aufmerksam. Vor dem Bürgerhaus ist der Willy-Brandt-Platz spärlich gefüllt: Hier lauschen rundherum auf den Bänken weitere etwa 20 Personen den Worten, die drinnen gesprochen werden. Gleich besteht noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Über Inhalte berichten wir später an dieser Stelle. Eine kurze Einschätzung: 

 

Rund 300 Menschen informieren sich in Selm über die Einrichtung der Notunterkunft für #Flüchtlinge in #Bork.

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 19. Aug 2015 um 10:39 Uhr

 

Mittwoch, 19. August, 19.09 Uhr: Die Bürger-Infoveranstaltung hat begonnen. Wer ganz live und mehr darüber wissen will, kann das nebenan bei den Kollegen vom Lokalkompass in einem Live-Ticker verfolgen. Die Kollegen haben auch aktuelle Bilder vom Tage vom LAFP im Netz. Hier geht es lang. Wir berichten im Anschluss an die Veranstaltung an dieser Stelle weiter.

Mittwoch, 19. August, 16.28 Uhr: Sachspenden sind das, was die Menschen, die oft ohne Hab und Gut oder nur mit einem Koffer nach Deutschland kommen, am dringendsten brauchen. Kleidung, Handtücher. Bettwäsche braucht die Flüchtlings-Notunterkunft in Bork für die Hunderten von Menschen. Auf Privatinitiativen hin gibt es jetzt eine Annahmestelle für Spenden am ehemaligen Hotel Knipping: Sie ist Mittwoch - also heute - und Donnerstag - also morgen - von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Aber auch nächste Woche. Ludgeristraße 32. 

Mittwoch, 19. August, 14.23 Uhr: Unser Reporter Arndt Brede, der heute Abend auch von der zweiten Bürgerversammlung berichten wird, hatte nach der ersten Bürgerversammlung in Bork mit Menschen im Ort gesprochen, was ihre Meinung zur Einrichtung der Notunterkunft ist. Die Stimmungslage? Gemischt. Über 80 Jahre war ein Borker alt, den er auf seinem Spaziergang am Marktplatz traf. Er sagte: „Angst? Habe ich nicht. Ich weiß aus den Kriegsjahren selber, wie es den Flüchtlingen gehen mag. Diejenigen, die skeptisch sind, sollten froh sein, dass es ihnen gut geht, und es anderen gönnen.“ Bäcker Andreas Langhammer meinte: „Klar äußern die Leute gemischte Gefühle, aber da sind auch viele Vorurteile dabei.“ Er habe eine andere Einstellung: „Die Flüchtlinge, das sind Leute, die froh sind, dass sie leben. Dass hier eine Unterkunft entsteht ... irgendwo müssen sie ja hin.“ Seine Frage gehe an die Bundesregierung: „Sind die Asylbewerber Kriegsflüchtlinge, politische Flüchtlinge oder sind sie einfach so mit aufgesprungen?“ Besorgt zeigte sich Uwe Tomaszik, Inhaber des Borker Edeka: „Da sind bestimmt einige dabei, die Böses im Schilde führen.“ Er habe von Kollegen in anderen Orten gehört, dass Flüchtlinge mit bis zu zehn Leuten Geschäfte betreten, „sich die Taschen vollgemacht haben und dann einfach rausgegangen“ seien. „Wir warten ja schon jetzt eineinhalb Stunden auf den Streifenwagen, wenn wir einen Ladendiebstahl melden...“ 

Mittwoch, 19. August, 12.38 Uhr: Wussten Sie schon, dass Deutschland bis Jahresende mit für 2015 750.000 Asylbewerbern rechnet? Das sind 300.000 Menschen mehr als aus einer alten Prognose. Das trifft die ganze Gesellschaft, klar, aber insbesondere auch Dortmund: Im Juni kamen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Hacheney, einem südlichen Vorort / Stadtteil von Dortmund, 21 Prozent aller nach Deutschland strömenden Flüchtlinge an - ein Fünftel, allein im Örtchen Hacheney. Oberbürgermeister Ullrich Sierau platzte am Dienstag deswegen der Kragen' tag=', schreibt unser Chefredakteur Wolfram Kiwit in seinem Newsletter ("Post vom Chefredakteur", hier abonnieren) am Morgen - und Sierau erhob massive Vorwürfe gegen das Land. Ab sofort werde man die Einrichtung sofort schließen, wenn sie überbelegt sei. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere: Auch die Zahl der Flüchtlinge, die Dortmund bis zum Ende des Asylverfahrens aufnehmen muss, wird drastisch steigen. Die Stadt geht von mehreren tausend zusätzlichen Flüchtlingen aus und denkt jetzt auch an den Aufbau von Zelten - wie in Bork. 

Mittwoch, 19. August, 12.19 Uhr: Zur Errichtung der Zeltstadt haben wir am Dienstag das Gelände am LAFP besucht. In einer Reportage beschreibt unser Autor in der Zeitung heute auch ein wenig seine Gefühle, die er dabei hat. "Man kann sich nicht vorstellen, wie es aussieht, wenn hier Hunderte von Menschen untergebracht sind." Die Reportage lesen Sie auch in der eZeitung - hier bekommen Sie sie

 

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Mittwoch, 19. August, 12.02 Uhr: In NRW werden bekanntlich mehrere Notunterkünfte eingerichtet: Die Polizei NRW hat neben dem Gelände am LAFP in Bork auch einen Teil des Geländes in Schloß Holte-Stukenbrock bei Gütersloh zur Verfügung gestellt. Dort reicht die Erfahrung mit einer Großunterkunft für Flüchtlinge schon etwas länger zurück, hier gab es schon eine Zeltstadt. Jetzt wird dort ebenfalls eine Zeltstadt errichtet - allerdings verzögert sich nach einem Bericht der Lokalzeitung vor Ort, der "Neuen Westfälischen", der Start dort von Ende August auf September. Zuständig für das Betreiben der Zeltstadt wird dort "European Homecare" aus Essen sein. Zum Bericht. 

Mittwoch, 19. August, 7.58 Uhr: Wenn es um eine demokratische Allianz geht, dann ist eine Partei vermutlich ganz bewusst auch nicht dabei, die heute Abend per Flugblattaktion ihr Kommen und Werben für dem Bürgerhaus angekündigt hat. Twitter-Nutzerin @IT_Zora hat am Dienstag dasselbe aus dem Briefkasten gefischt wie wir in der RN-Redaktion:   

Nach #Selm kommen 1000 Flüchtlinge. Morgen Infoveranstaltung. Und zur gleichen Zeit macht die AFD mobil @weckenbrockpic.twitter.com/O2qNR2Lada

— die Zora halt;-) (@IT_Zora)

Auf der Vorderseite des Flugblattes steht übrigens, die AfD sei zwar für Asyl, aber... 

 

Mittwoch, 19. August, 7.07 Uhr: Vielleicht darf man bezüglich des Infoabends auch gespannt sein auf das, was vor dem Bürgerhaus passieren wird. Denn die Politik kündigte vergangene Woche an, auf dem Willy-Brandt-Platz eine demokratische Allianz gegen Rechts zu bilden. Jeannine Tembaak will vor Ort auch "Keep calm"-Buttons verkaufen. Unsere Redaktion hat sich gegen eine Spende schon mal ein paar gesichert... 

 

Das ist unser Motto für die Infoveranstaltung heute Abend zur Notunterkunft in Bork. #Flüchtlinge #bork

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 18. Aug 2015 um 22:11 Uhr

 

Mittwoch, 19. August, 6.31 Uhr: Heute findet im Bürgerhaus am Willy-Brandt-Platz 2 eine zweite Bürgerinformationsveranstaltung statt. Die Stadt Selm lädt ein. Auf dem Podium sitzen Hans-Jürgen Hecker vom Roten Kreuz, LAFP-Direktor Michael Frücht, Kreis-Polizeichef Hans-Dieter Volkmann und Bürgermeister Mario Löhr. Es gibt genau 312 Plätze. Einlass ist ab 18.30 Uhr mit Einlasskarten, die am Eingang ausgegeben werden. Für weitere Zuhörer ist Platz vor dem Bürgerhaus: Das Gespräch soll akustisch nach draußen übertragen werden. Es beginnt um 19 Uhr. Das waren die Themen' tag=' bei der ersten Veranstaltung vor einer Woche.

Dienstag, 18. August, 20.29 Uhr: Wir haben nun auch ein kleines Video (ohne Ton) aus der Luft vom Aufbau der Zeltstadt: 

Dienstag, 18. August, 19.58 Uhr: Ist das nicht mal eine gute Antwort auf die Integrationsfrage? Meine Kollegin schreibt im RN-Blog über ein Video, das im Internet seit Tagen ein großer Star ist. Es geht dabei nur um vier Wörter...' tag=' / Unsere Vier-Worte-Antwort darauf: Kinder an die Macht! 

 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So läuft der Aufbau der Notunterkunft in Bork

Eine Firma aus dem hessischen Örtchen Lich ist auf dem Parkplatz des LAFP zurzeit schwer beschäftigt: Der Zeltaufbau läuft auf vollen Touren. Am Nordrand der Parkfläche sind zwei riesige Sanitärzelte bereits fertig. Darunter wurde eine Zu- und Abwasserlogistik für 100 Toiletten und 100 Duschen sowie zahlreiche Waschbecken verlegt. Nun beginnt der Innenausbau: Die Zelte werden in kleine Kabinen unterteilt. Den Aufbau haben wir in einer Fotostrecke für Sie dokumentiert.
18.08.2015
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Am Rande des Parkplatzes bereits errichtet sind zwei Zelte, in die die Toiletten und Duschen kommen. Arbeiter haben zuvor Leitungen zur Wasserver- und Entsorgung verlegt. Am Dienstag begann der Innenausbau - also die Errichtung der Kabinen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Blick von oben auf den LAFP-Parkplatz am Dienstag-Nachmittag (18. August): Da, wo jetzt noch Freiraum zu sehen ist, werden weitere Zeltreihen errichtet.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Arbeiten zur Errichtung der Zeltstadt laufen auf vollen Touren. Hier, wo sonst die Autos der Studenten standen, wird eine Notunterkunft errichtet. Bis zu 1000 Asylbewerber finden hier Unterschlupf.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Zelte mit den Betten werden in Reihe aufgerichtet. Die Spezialfirma "bill" aus Lich in Hessen ist am LAFP mit dem Aufbau beauftragt worden. Sie baut sonst auch Zelte auf, allerdings meistens bei Festivals oder anderen Events.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Zelte mit den Betten werden in Reihe aufgerichtet. Die Spezialfirma "bill" aus Lich in Hessen ist am LAFP mit dem Aufbau beauftragt worden. Sie baut sonst auch Zelte auf, allerdings meistens bei Festivals oder anderen Events.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Zelte mit den Betten werden in Reihe aufgerichtet. Die Spezialfirma "bill" aus Lich in Hessen ist am LAFP mit dem Aufbau beauftragt worden. Sie baut sonst auch Zelte auf, allerdings meistens bei Festivals oder anderen Events.© Foto: Tobias Weckenbrock
Aus diesen Bauteilen werden die Zelte zusammengebaut.© Foto: Tobias Weckenbrock
Aus diesen Bauteilen werden die Zelte zusammengebaut.© Foto: Tobias Weckenbrock
25 mal 10 Meter messen die Zelte, in denen die Asylbewerber schlafen und sich aufhalten. Bis zu 60 Personen sollen in einem solchen Zelt untergebracht werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
25 mal 10 Meter messen die Zelte, in denen die Asylbewerber schlafen und sich aufhalten. Bis zu 60 Personen sollen in einem solchen Zelt untergebracht werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
25 mal 10 Meter messen die Zelte, in denen die Asylbewerber schlafen und sich aufhalten. Bis zu 60 Personen sollen in einem solchen Zelt untergebracht werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
Aus diesen Bauteilen werden die Zelte zusammengebaut.© Foto: Tobias Weckenbrock
Aus diesen Bauteilen werden die Zelte zusammengebaut.© Foto: Tobias Weckenbrock
Aus diesen Bauteilen werden die Zelte zusammengebaut.© Foto: Tobias Weckenbrock
Im hinteren Bereich des Platzes ist ein Tor zum Fußweg Richtung "Am Pastorenbusch". Hier soll ein Ein- und Ausgang sein, den die Bewohner der Zeltstadt nutzen sollen.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
Schlagworte Selm

Dienstag, 18. August, 17.05 Uhr: Eine Firma aus dem hessischen Örtchen Lich ist auf dem Parkplatz des LAFP zurzeit schwer beschäftigt: Der Zeltaufbau läuft auf vollen Touren. Wir haben uns gerade vor Ort umgesehen. Am Nordrand der Parkfläche sind zwei riesige Sanitärzelte bereits fertig. Darunter wurde eine Zu- und Abwasserlogistik für 100 Toiletten und 100 Duschen sowie zahlreiche Waschbecken verlegt. Nun beginnt der Innenausbau: Die Zelte werden in kleinere Kabinen unterteilt. Am Süd-Ost-Rand des Parkplatzes werden derweil die ersten beiden Reihen Unterbringungszelte errichtet. Sie messen 10 mal 25 Meter und sollen - je Zelt - bis zu 60 Menschen Platz bieten.  

Dienstag, 18. August, 14.59 Uhr: Die Antifaschistische Aktion Werne hat bei Twitter rund 280 Follower. Die Antifa twittert zur Notunterkunft in Bork und der spalterischen Agitation von "Selm wehrt sich" bei Facebook: 

 

In #Selm soll eine Zeltstadt für #Refugees entstehen. Nun hetzen auch Rechte unter'm Label "Selm wehrt sich". Watch out! #refugeeswelcome

— Antifa Werne (@AntifaWerne) 

Dienstag, 18. August, 13.48 Uhr: "Wenn ich gebraucht werde, dann bin ich da": Das ist die Aussage, mit der das Deutsche Rote Kreuz unter dem Titel "Team Westfalen" Mitarbeiter sucht, die bei der Arbeit in den Notunterkünften helfen. Unermüdlich, so heißt es auf einer eigens eingerichteten Website, seien Hunderte von ehrenamtlichen Rotkreuzhelfern täglich im Einsatz, um "Aufnahmeeinrichtungen einzurichten, zu betreiben, die Menschen willkommen zu heißen und ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten". Im Internetportal kann sich jeder, der Interesse hat, registrieren. Dann, so heißt es, nimmt das Rote Kreuz Kontakt zum Interessenten auf, um mit ihm zu besprechen, wie ein Einsatz am besten möglich ist. Hier geht es zum Portal und zur Registrierung.  

18. August 2015, 11.45 Uhr: Unser Bericht über die Button-Aktion "Keep calm" mit Unterstützung der Schülergenossenschaft ist jetzt hier online zu lesen' tag='

18. August 2015, 9.53 Uhr: "Manchmal geht alles schneller als gedacht", sagt Victor Ocansey vom Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP). Er kann vermelden, dass das erste der klimatisierten und winterfesten Zelte schon seit Montag steht: das Sanitärzelt. Duschen und Toiletten sind also schon da. Die nächsten 20 Zelthallen in unterschiedlichen Größen folgen in den kommenden Tagen.

17. August 2015, 21.08 Uhr: Die Junge Union aus Selm, Nachwuchsorganisation der CDU, hat sich via Twitter und in einer Mail an unsere Redaktion in einem Statement gegen die rechte Hetze im Netz geäußert. Das schreibt die JU: 

 

Unser klares Statement zur Flüchtlingsdebatte in #Selm : Jeder Extremist ist Mist! #SelmIstBunthttp://t.co/0TEhl6jSFg

— Junge Union Selm (@JungeUnionSelm)

 

17. August 2015, 20.54 Uhr: Laut einem Bericht des WDR sollen die ersten Zelte und Container für die 100 Duschen und 100 Toiletten am Donnerstag aufgebaut werden. Hier geht es zur Kurzmeldung.

17. August 2015, 20.45 Uhr: Der Nachrichtensender n-tv berichtet heute in einem Beitrag neben den Zuständen in einer Sporthalle in Düsseldorf über die geplante Notunterkunft in Bork. Ein Kamera-Team zeigt den Parkplatz, berichtet von der Bürger-Infoveranstaltung im LAFP vergangene Woche und lassen drei Borker zu Wort kommen - hier geht es zum Video.

17. August 2015, 16.33 Uhr: "Keep calm and welcome refugees": Eine Selmer Spendenaktion mit diesem Ausspruch macht sich gerade auf Facebook breit. Jeannine Tembaak aus Selm hatte die Idee dazu und hatte Ende vergangener Woche in Eigenregie 50 Buttons mit diesem Claim herstellen lassen. Daraus wird nun aber eine größere Aktion, in die auch die "Schülergenossenschaft Selm", eine Schüler-Firma am Städtischen Gymnasium, einbezogen ist. Am Mittwoch bei der Bürgerversammlung im Bürgerhaus (19 Uhr, Willy-Brandt-Platz 2) sollen die Buttons mit dem aus dem Internet bekannten und beliebten Spruch für den guten Zweck verkauft werden. Wir sprachen mit Jeannine Tembaak darüber. Ausführlicher Bericht in Zeitung und ePaper der Ruhr Nachrichten vom Dienstag, 18. August. (Was steckt hinter Keep-Calm?)

17. August 2015, 13.15 Uhr: Ein großes zivilgesellschaftliches Echo hat unsere Berichterstattung über die rechtsextremen Äußerungen auf mehreren Plattformen im Internet gefunden.

Jetzt lesen

17. August 2015, 13.05 Uhr: Seit dem heutigen Montag gilt für die Schüler und Studenten des Fortbildungsinstitutes eine neue Parkregelung: Auf dem Parkplatz, wo sie sonst parkten, wir die Zeltstadt errichtet. Die Stadt Selm hat vor dem Gelände an den Straßen Auf dem Südfeld (Schützen-Festplatz) und Rauer Busch Ausweich-Parkflächen geschottert. Am Montagvormittag war dort so ziemlich alles zugeparkt, was geht. Auf der anderen Seite der Zufahrtstraße "Im Sundern" wird ebenfalls noch gebaggert für weitere Parkflächen.

Hier finden Sie ein 360-Grad-Rundum-Bild. Wenn Sie draufklicken, startet es und Sie können navigieren.

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17. August 2015, 12.54 Uhr: Die Stadtverwaltung meldet gerade, dass sie eine Telefonnummer für Flüchtlingsfragen einrichtet. Ab Mittwoch, 19. August, können sich Bürger werktags von 9 bis 13 Uhr unter Tel. (02592) 69322 informieren. Themen, die man dort besprechen kann, sind laut Angaben der Stadt die ehrenamtliche Hilfe und Spenden-Möglichkeiten. Auch per Mail soll das gehen: asylhotline@stadtselm.de

17. August 2015, 12.44 Uhr: Wir starten unseren Live-Blog mit einem kurzen Überblick: Bis Ende August sollen in die Notunterkunft auf einem Parkplatz am LAFP Bork die ersten Flüchtlinge eingezogen sein. Das Deutsche Rote Kreuz errichtet zurzeit und verwaltet später die Zeltstadt, in der in der Spitze bis zu 1000 Menschen eine vorübergehende Bleibe finden sollen. Hierher werden sie verwiesen, wenn sie in der Erstaufnahme-Einrichtung in z.B. Unna-Massen gewesen sind. Dort werden sie aktenkundig erfasst und ihre Gesundheit gecheckt. Außerdem wird in dieser Phase ihr Asylantrag auf den Weg gebracht. Wenn er angenommen wird, werden die Menschen dann von der Notunterkunft in eine dauerhafte Unterkunft in eine Kommune verwiesen. Die Polizei stellt den Parkplatz, auf dem sonst ihre Studenten und Schüler parken, zur Verfügung. Dafür schafft die Stadt Selm Ersatzflächen.

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