Mehr Platz in Bussen für Nordkirchener Schüler

Nach Beschwerden

Wegen Überfüllung geschlossen: So schilderten Eltern zum Schulbeginn die Situation in den Schulbussen an der Johann-Conrad-Schlaun-Schule in Nordkirchen. Manchmal hätten einige Kinder gar nicht mitfahren können. Jetzt reagiert die Regionalverkehr Münsterland GmbH auf die Beschwerden.

NORDKIRCHEN

, 06.10.2017, 07:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mehr Platz in Bussen für Nordkirchener Schüler

Ein Schild an der Bushaltestelle vor der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule Nordkirchen. Im Hintergrund ist die St.-Mauritiuskirche zu sehen. Nach Problemen zum Schuljahresbeginn ist das Bus-Angebot jetzt ausgebaut worden.

Nach heftigen Protesten zu Beginn des Schuljahres stockt die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) die Kapazitäten deutlich auf. Auf der Strecke zwischen Herbern und Nordkirchen setzt die RVM ab Montag (9. Oktober) einen Gelenkbus ein, genauso wie auf der Strecke zwischen Ascheberg und Nordkirchen. Auf der Strecke Davensberg - Ottmarsbocholt - Nordkirchen fährt zudem ein Solobus.

„Die Gemeinde Nordkirchen freut sich über diese Maßnahmen, insbesondere über den Einsatz eines weiteren Busses“, erklärt die Gemeindeverwaltung in einer schriftliche Stellungnahme. Sie hat die Johann-Conrad-Schlaun-Schule über die Veränderung bereits informiert. Schriftlich werden auch die Eltern der betroffenen Schüler darüber informiert, zu welchen Zeiten die Busse ab Montag abfahren.

Kürzere Fahrtzeiten dank neuer Linienführung

Zugleich ist die Gemeinde überzeugt, dass mit dieser Neuregelung die Probleme behoben werden. „Die bislang nicht zufriedenstellende Schulbus-Situation in die genannten Orte wird dank dieser Maßnahmen nicht nur entspannt, sondern deutlich verbessert. Das Platzvolumen in den Bussen ist erheblich komfortabler, ebenso die Linienführung, sodass viele Schülerinnen und Schüler deutlich kürzer unterwegs sein werden.“ Damit setzen RVM und Gemeinde die Forderungen vieler Eltern um. Sie hatten sich zu Beginn des Schuljahres über überfüllte Busse beklagt.

Zudem war es in Einzelfällen vorgekommen, dass Kinder von Eltern abgeholt werden mussten oder vom Rektor mit nach Herbern genommen wurden. Als „unglaublich“ hatte im Gespräch mit unserer Redaktion Viola Pettendrup die Situation bezeichnet. Sie gehörte zu den Müttern, die mittags vergeblich auf ihre Kinder gewartet hatten. Zusammen mit anderen Eltern hatte sie deshalb einen Brief an die Gemeinde geschrieben, um auf die Missstände aufmerksam zu machen.

Ascheberg und Herbern können nun direkt angefahren werden

Das Verkehrsunternehmen Regionalverkehr Münsterland (RVM) hatte deshalb einen Zwischenschritt eingeführt. Um 6.50 Uhr hielt in der Folgezeit ein Bus, der eigentlich erst ab Ascheberg eingesetzt werden soll, zusätzlich an der Herberner Haltestelle „Mense Mühle“. Damit auch die Kinder in Ascheberg, Davensberg und Ottmarsbocholt einen Platz finden, setzte die RVM ebenfalls einen Gelenkbus statt des Solowagens ein. „Somit können statt 80 nun 120 Kinder mitfahren“, sagt auf unsere Anfrage Dirk Linke, Leiter Fahrbetrieb bei der RVM in Lüdinghausen.

„Die Maßnahmen laufen reibungslos und haben bereits zur Entlastung der Situation und Behebung der Mängel geführt“, schrieb die Gemeindeverwaltung. Das Ziel der Gemeinde Nordkirchen als Schulträger der Johann-Conrad-Schlaun-Schule sei es jedoch gewesen, dass von Seiten der RVM ein weiterer Bus eingesetzt wird, damit die Ortsteile Ascheberg und Herbern direkt angefahren werden können. Das wird mit der Neuregelung erreicht. 

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