Mit Revolver auf Bullen geschossen

Viehhändler-Prozess

Im Viehhändler-Prozess am Landgericht Münster ist am Freitag auch ein Tierquälerei-Skandal bekannt geworden. Der angeklagte Viehhändler Lothar Grundkötter soll mit einem Revolver auf einen Bullen geschossen haben.

MÜNSTER / SÜDKIRCHEN

von Von Jörn Hartwich

, 25.03.2011, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Ennigerloher Viehhändler Lothar Grundkötter wurde im Jahr 2009 im ersten Prozess im Landgericht Münster frei gesprochen. Nun wird das Verfahren neu aufgerollt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den  Mordanschlags vom 11. November 2008 auf Albert Venneker angestiftet zu haben.

Der Ennigerloher Viehhändler Lothar Grundkötter wurde im Jahr 2009 im ersten Prozess im Landgericht Münster frei gesprochen. Nun wird das Verfahren neu aufgerollt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Mordanschlags vom 11. November 2008 auf Albert Venneker angestiftet zu haben.

Im Schlachthof soll Grundkötter dann die Geduld verloren haben. „Der Bulle wollte nicht in die richtige Richtung, hat sich immer wieder umgedreht“, sagte der Zeuge den Richtern. „Der war nicht zu bändigen.“ In dieser Situation habe Grundkötter schließlich zur Waffe gegriffen und sechs(!) Mal abgedrückt. Und dass obwohl sein Angestellter direkt hinter dem Tier gestanden hat. Der Revolver soll Grundkötter später von der Polizei abgenommen worden sein. Der Angeklagte selbst äußerte sich vor dem Landgericht Münster nicht zu dem Vorfall.Die Staatsanwaltschaft wirft Grundkötter vor, einen Auftragskiller angeheuert und auf Venneker angesetzt zu haben. Auf Venneker war im November 2008 dann auch tatsächlich geschossen worden. In einem ersten Prozess war Grundkötter allerding von jeder Mitverantwortung freigesprochen worden. Da der Bundesgerichtshof dieses Urteil jedoch aufgehoben hat, wird der Fall nun noch einmal neu aufgerollt.

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