Mobilstationen in Nordkirchen: Vier Unternehmen bewerben sich um Betrieb

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Noch in diesem Jahr will die Gemeinde Nordkirchen die ersten Mobilstationen aufbauen. Vier sind in Planung. Sie sollen wichtige Knotenpunkte für verschiedenste öffentliche Verkehrsmittel sein.

Nordkirchen

, 07.08.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch in diesem Jahr will die Gemeinde Nordkirchen Mobilstationen in allen drei Ortsteilen aufstellen. Die Stationen sollen wichtige Knotenpunkte für öffentliche zugängliche Verkehrsmittel werden. Die nötigen Fördermittel des Landes, um das Mobilitätsprojekt umzusetzen, sind schon vor Monaten bewilligt worden, jetzt fehlt der Gemeinde allerdings noch ein Partner, der sich um die Umsetzung der Mobilstationen und deren Betrieb kümmert.

Vier Bewerber hätten sich auf die Ausschreibung der Gemeinde Nordkirchen beworben, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann im Gespräch mit der Redaktion erklärt. Ziel der Gemeinde sei von Anfang an gewesen, die Stationen nicht selbst zu betreiben. Den laufenden Betrieb, Wartungen und die Koordination der Leih-Fahrzeuge müsse von einem professionellen Unternehmen übernommen werden.

Das sei von der Verwaltung nicht zu leisten, erklärt Bergmann.

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Die vier Interessenten, die sich jetzt auf die Ausschreibung der Gemeinde gemeldet haben, sollen im nächsten Schritt ein konkretes Angebot abgeben, wie die Stationen und deren Betrieb umgesetzt werden könnten. Dann soll die Entscheidung fallen, welcher Anbieter den Zuschlag bekommt.

An den Stationen soll es Leih-Fahrräder, ein Car-Sharing-Angebot und Elektroroller geben. Außerdem sollen sie Knotenpunkte für andere ÖPNV-Angebote sein. In Planung sind derzeit vier Stationen in der gesamten Gemeinde - in Nordkirchen, Südkirchen, in Capelle im Dorf, sowie am Bahnhof.

Bereits im Juni kündigte der Bürgermeister im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und ländliche Entwicklung an, dass die erste Mobilstation bereits im Spätherbst gebaut werden könnte.

Bessere Anbindungen nach Selm und nach Werne

Parallel zu diesem neuen Mobilitätsangebot führe die Gemeinde außerdem Gespräche, um bessere Anbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Selm und nach Werne umzusetzen. Die Mobilstationen sollen mit einer App ihren vollen Nutzen für die Bürger entfalten. Über das Smartphone sollen dann Fahrzeuge gemietet und bezahlt werden können. Auch diese Plattform befindet sich derzeit in Arbeit.

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Stichwort Bezahlung: Die Gemeinde prüft zurzeit, ob eine lokale Mobilitäts-Flatrate umsetzbar ist. Wie hoch der monatliche Betrag ausfällt, steht noch nicht fest. Nur, dass er voraussichtlich gestaffelt wird, wenn man das Carsharing-Angebot mitnutzen möchte.

Wann die Gemeinde die Entscheidung trifft, mit welchem Anbieter sie die Mobilstationen umsetzen und betreiben möchte, stehe noch nicht fest, wie Dietmar Bergmann auf Anfrage der Redaktion sagt.

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