Nach dem Unfall am Schloss Nordkirchen: Obwohl neuer Löwe da ist, gibt es weiter Streit

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Nach einem unglücklichen Fahrmanöver eines Lkw-Fahrers war im Januar 2018 eine Löwenfigur am Schloss Nordkirchen zerstört worden. Der Schaden ist behoben, aber es gibt Streit um den Fall.

Nordkirchen

, 29.11.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein gerichtlich bestellter Gutachter schaute sich am Donnerstag die Löwenfigur am Nordkirchener Schloss ganz genau an. Denn noch immer ist nicht abschließend geklärt, wer welchen Teil der Kosten zu übernehmen hat. Ein Detail ist dabei besonders spannend.

Der Fall schien im Januar 2018 absolut klar: Nachdem ein Lkw-Fahrer eine Löwenfigur am Schloss-Innenhof vom Sockel geholt hatte, gab es eigentlich keine Diskussion über die Schuldfrage. Doch längst hat sich gezeigt, dass der Fall nicht so einfach und eindeutig ist wie er zunächst schien.

Jetzt geht es um den Wert des alten und des neuen Löwen

Im Kern geht es bei dem Rechtsstreit nach Aussage von Verwaltungsleiter Klaus Wilhelm Gratzfeld darum, wie viel die neue Löwenfigur wert ist. Und damit natürlich direkt auch um die Frage nach dem Wert des im vergangenen Jahr zerstörten Löwen.

„Es geht um die Aufteilung der Kosten“, sagt der Verwaltungsleiter. Denn die Grundsatzfrage sei klar: Der Hauptschaden ist durch das unglückliche Fahrmanöver des LKW-Fahrers entstanden. Und er hatte „ganze Arbeit geleistet.“

„Es gab viele Stücke, die nicht mehr zusammenzusetzen waren“, sagte Restaurator Werner Schlüter.

Da die Figur so zertrümmert war, musste vieles rekonstruiert werden, um die Form für den neuen Guss herzustellen. Den versprochenen Termin im November konnte Werner Schlüter dennoch halten.

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