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Neue Erkenntnisse zu den Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen Pfarrer Albeck

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Gab es doch schon zu Lebzeiten von Alfred Albeck Missbrauchsvorwürfe gegen den Pfarrer, der unter anderem in Nordkirchen und Werne tätig war? Die Aussage eines Betroffenen deutet darauf hin.

Nordkirchen, Werne

, 02.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Weder zu Lebzeiten des Pfarrers Alfred Albeck habe es Hinweise auf sexuelle Missbräuche gegeben noch aus seiner Personalakte hätten sich solche ergeben: Das hatte das Bistum Münster im März bekannt gegeben, nachdem anonyme Briefe an das Bistum und Plakate an dem Grab des Pfarrers, der von 1973 bis 1984 in Nordkirchen und von 1961 von 1964 in als Kaplan in Werne tätig war, Vorwürfe gegen den Kirchenmann hatten laut werden lassen.

„Diese Aussage entsprach dem damaligen Kenntnisstand des Bistums“, heißt es mittlerweile vom Bistum aber. Es gibt mittlerweile allerdings neue Erkenntnisse in dem Fall.

Fall erscheint nicht in der Personalakte

Zwei weitere Betroffene haben sich so im März beim Bistum gemeldet. Und einer davon sagt, es sei nicht das erste Mal, dass er das getan habe. „Er hat angegeben, den Missbrauch bereits im Jahr 1993 mitgeteilt zu haben. Zu diesem Zeitpunkt lebte der beschuldigte Priester A. noch. Hinweise auf diese Missbrauchsmitteilung finden sich in der Personalakte nicht“, so das Bistum.

Wie das sein kann? Das Bistum prüft diese Frage derzeit genauso wie die Missbrauchsvorwürfe an sich, war allerdings nicht bereit, weitere Anfragen der Redaktion dazu zu beantworten. „Das Bistum wird auch diesen Sachverhalt einer externen Kommission zur Aufarbeitung der gesamten Vorgänge im Bistum zur Prüfung vorlegen. Erste Gespräche zur Bildung dieser externen Kommission sind bereits geführt worden“, so das Bistum. Eingesetzt sind mit Bernadette Böcker-Kock und Bardo Schaffner außerdem „Ansprechpersonen für Verfahren bei Fällen sexuellen Missbrauchs“.

Verdachtsfälle der Vertuschung aufdecken

„Bei meinem Job geht es darum, Fälle von sexuellem Missbrauch zu dokumentieren und sie auf Plausibilität zu prüfen. Ich gebe die Informationen dann an das Bistum weiter“, hatte der gelernte Pädagoge Bardo Schaffner in einem Gespräch mit der Redaktion erklärt. Seine Aufgabe sei es auch, Verdachtsfälle der Vertuschung aufzudecken. „Wir nennen Namen derer, die für Missbrauch verantwortlich sind und derer, die dafür gesorgt haben, dass es nicht verhindert wurde“, so der 68-Jährige.

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