Neue Unterkunft für 20 Asylbewerber in Nordkirchen

Zweifamilienhaus im Altendorf

Die Gemeinde Nordkirchen bereitet sich weiter auf die Zuweisung von neuen kommunalen Flüchtlingen vor. Aufgrund der vergleichsweise vielen Flüchtlinge, die bereits im ehemaligen Hallenbad untergebracht worden waren, ist eine baldige Zuweisung zwar unwahrscheinlich - genau kann das jedoch niemand einschätzen.

NORDKIRCHEN

, 12.08.2016 / Lesedauer: 3 min
Neue Unterkunft für 20 Asylbewerber in Nordkirchen

Eigentlich gibt es wegen der aufgenommenen Flüchtlinge in der Notunterkunft im Hallenbad Nordkirchen für zukünftige Zuweisung noch eine Art Schonfrist für die Gemeinde. Trotzdem laufen bereits die Vorbereitungen.

Noch befindet man sich in einer Art Schonfrist, weil die Gemeinde bis Ende Juni im ehemaligen Hallenbad Platz für bis zu 150 Flüchtlinge geschaffen hatte. Aber: „Die Zuweisungen werden kommen“, kündigt Bürgermeister Dietmar Bergmann (SPD) auf Anfrage an. So schafft Nordkirchen zurzeit zusätzlichen Platz für Asylbewerber.

Platz für maximal 20 Personen bietet das Zweifamilienhaus, das die Gemeinde zuletzt an der Straße Altendorf gekauft hat. Einen Kaufpreis nennt die Gemeinde mit Verweis auf schutzwürdige Belange Dritter nicht. Auch diese neu gekaufte Immobilie füge sich, so Dietmar Bergmann in die Strategie der Gemeinde ein, Asylbewerber dezentral unterzubringen, um die Integration zu vereinfachen.

Zusammen mit einem Haus in Südkirchen und dem Neubau in Capelle ist das Zweifamilienhaus im Altendorf damit die dritte Immobilie, mit der die Gemeinde in diesem Jahr neuen Platz für Asylbewerber geschaffen hat.

Hausbau in Capelle läuft nach Plan

In Capelle soll am Baumeisters Kamp eine komplett neue Unterkunft gebaut werden. Dort errichtet die Gemeinde ein zweigeschossiges Mehrfamilienhaus mit Platz für maximal 25 Menschen. In der ersten Ankündigung hieß es vonseiten der Gemeinde, dass die Bauarbeiten im Sommer starten sollen. Dieses Ziel besteht weiterhin: „Im August, beziehungsweise September wollen wir anfangen“, so Dietmar Bergmann.

Rund 640 000 Euro wird der Neubau kosten, 2017 solle es bezugsfertig sein. Bereits im Frühjahr sagte der Bürgermeister, dass in das Haus im besten Fall sowohl Familien als auch Einzelpersonen einziehen sollen.

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Zusätzlich zu den drei bereits aufgezählten Immobilien, führt die Gemeinde laut Aussage von Dietmar Bergmann außerdem in allen drei Ortsteilen Gespräche mit Besitzern von Objekten, die für die Unterbringung von Asylbewerbern infrage kommen. Dabei handle es sich um zwei bis drei Immobilien, so Bergmann weiter.

Versorgungsquote liegt bei 200 Prozent

Weiterhin kaum zu beantworten bleibt die Frage, wann wie viele Menschen der Schlossgemeinde zugewiesen werden. Noch wirkt die Notunterkunft im Hallenbad nach. Die aktuellste Versorgungsquote für Nordkirchen liege derzeit bei 200 Prozent, berichtet Mechtild Kammert, Fachbereichsleiterin Bürgerservice, Familie und Soziales bei der Gemeinde. „Bislang bekommen die Kommunen Zuweisungen, die unter 90 Prozent liegen“, so Kammert.

Ein Beispiel aus der Nachbarschaft ist Lüdinghausen, das nach der Schließung der Unterkunft in Seppenrade bereits neue kommunale Flüchtlinge aufnehmen muss. Wann Nordkirchen an der Reihe ist, hänge damit zusammen, wie viele Flüchtlinge in nächster Zeit nach Deutschland kommen. Das abzusehen, sei schlicht nicht möglich, so Mechtild Kammert.

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