Neuer Name für neuen Platz gesucht

Vier Vorschläge im Rennen

Über 200 Vorschläge gab es, wie der neue Platz am Bürgerhaus in Nordkirchen heißen könnte. Seit Dienstagabend sind nur noch zwei im Rennen – am Donnerstag soll der Rat endgültig entscheiden. Hier sind die Namensvorschläge.

Nordkirchen

, 13.12.2017, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Platz zwischen Bürgerhaus und Gesamtschule ist im September 2016 fertig geworden. Er hat 400.000 Euro gekostet und wurde zu 60 Prozent vom Land gefördert.

Der Platz zwischen Bürgerhaus und Gesamtschule ist im September 2016 fertig geworden. Er hat 400.000 Euro gekostet und wurde zu 60 Prozent vom Land gefördert. © Foto: Theo Wolters

Seit gut einem Jahr ist er fertig, doch noch namenlos: der rund 3300 Quadratmeter große Platz zwischen Bürgerhaus und Johann-Conrad-Schlaun-Schule. Am Donnerstagabend (17.30 Uhr im Bürgerhaus, Am Gorbach 2) soll der Rat entscheiden, wie er künftig heißt. Am Dienstagabend haben die Politiker im Haupt- und Finanzausschuss eine Vorauswahl getroffen.

Über 200 Vorschläge, wie der Platz künftig heißen soll, waren bei der Gemeinde eingegangen. Beim offenen Singen im Mai konnten die Bürger Vorschläge machen. Nach dem Aussortieren von Dopplungen blieben 83 Namensnennungen, die in einem Gremium aus Vertretern der Fraktionen, Mitgliedern der Verwaltung und fachkundigen Nordkirchenern diskutiert wurden. Dabei war Voraussetzung, dass der Name ortsübergreifend und alltagstauglich ist und nicht von lebenden Personen stammt.

Herausgekommen sind vier Favoriten, aus denen der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag wählen konnte:

  • Platz am Bürgerhaus:Diese Bezeichnung habe sich bereits im Sprachgebrauch der Bürger etabliert, zudem sei der Platz untrennbar mit dem Bürgerhaus verbunden, fand das Gremium.
  • Platz am Grünen Weg: Der Grünen Weg, also die grüne Achse bis zum Schloss, sei jedem Nordkirchener ein Begriff, fand die Gruppe. Der Grüne Weg könne durch die Namensgebung noch mehr Potenzial entfalten. Außerdem sei der Vorschlag neutral zu Bürgerhaus und Gesamtschule.
  • Platz der Generationen: Rund um den Platz gebe es verschiedene Institutionen, die unterschiedliche Generationen ansprechen, lautete die Begründung für diesen Vorschlag. Der Name könne neue Begegnungen und Nutzungen des Platzes anregen. Die Gemeinde könne den Platz auch weiter im Sinne des Namens gestalten, etwa durch Spielgeräte.
  • Kulty Platz: Neu und frisch sei dieser Namensvorschlag – ein griffiger Name, der unterschiedliche Generationen und Nationalitäten anspreche, hieß es aus dem Gremium. „Kulty“ könne ein geflügeltes Wort in der Gemeinde werden. So könnte der Platz künftig neue Aktivitäten wie einen syrischen Markt und Ähnliches beherbergen.

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107 abgegebene Stimmen

In der vergangenen Woche konnten die Fraktionen bereits über die Vorschläge diskutieren, sagte Bürgermeister Dietmar Bergmann. „Jeder, der schon mal Nachwuchs bekommen hat, weiß, wie lange man da über Namen diskutieren kann.“ Am Dienstagabend machten es die Politiker dann eher kurz. Die CDU-Fraktion ist für den Platz am Bürgerhaus. „Das ist das, was seit Jahren in der Gemeinde bekannt ist“, sagte Leo Geiser. Ob der Platz ein Platz der Generationen werde, müsse sich dagegen erst noch zeigen. Wegen des „besonderen Wiedererkennungswertes“ seien auch die Grünen für diese Variante, sagte Werner Albin.

Einweihnung beim nächsten Singen

Eine Mehrheit der SPD-Fraktion sprach sich dagegen für die Generationen im Namen aus. Wobei er persönlich auch gut mit dem Platz am Bürgerhaus leben könne, sagte Heiko Theis. Auch die UWG-Fraktion stimmte für den Platz der Generationen, sagte Christian Lübbert. Genauso wie die FDP, wie Joachim Seidel sagte.

So kann der Rat heute zwischen den beiden genannten Varianten entscheiden (17.30 Uhr, Bürgerhaus, Am Gorbach 2). Am 5. Mai schließt sich dann der Kreis: Ein Jahr nach dem offenen Singen, bei dem viele Vorschläge zur Namensgebung eingingen, wird es wieder ein offenes Singen auf dem Platz geben. Dann wird er offiziell auf seinen neuen Namen getauft.

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