Noch endet der Fahrradweg an der Kreisstraße 2 Richtung Selm kurz hinter der Mühle Rath. Bald soll er weiter ausgebaut werden. Genau so wie ein Radweg Richtung Ottmarsbocholt. © Karim Laouari (Archiv)
Zeitplan steht

Neuer Weg: Mit dem Rad sicherer unterwegs von Nordkirchen nach Selm

Mit dem Rad sicherer von Nordkirchen Richtung Selm können in einigen Monaten die Bürger unterwegs sein. Der Kreistag hat einstimmig den Weg frei gemacht für ein lange gefordertes Projekt.

3276 Autos befahren durchschnittlich an einem Tag die Straße zwischen Nordkirchen und Selm. Ganz schön Verkehr also. Für die Radfahrer keine gute Situation. Sie müssen sehen, wo sie bleiben, denn einen eigenen Weg haben sie nicht. Bislang jedenfalls. Ab Anfang nächsten Jahres soll sich die Situation deutlich verbessern. Zumindest auf einem Abschnitt von genau 2,7 Kilometern – von Nordkirchen Richtung Selm.

Wirklich überraschend kommen Beschluss und Umsetzungsankündigung nicht. Bereits vor knapp einem Jahr hatte Bürgermeister Dietmar Bergmann in der Sitzung des Gemeinderats die Ankündigung des Kreises Coesfeld weitergegeben, dass die Sanierung der Kreisstraße zwischen Selm und Nordkirchen in das Bauprogramm für 2021/2021 aufgenommen wurde.

Straße nach Selm soll grundlegend saniert werden

Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um eine Grunderneuerung der K2. Der Ausbau des Radweges ist darin integriert. Dazu wird die Fahrbahn auf eine Breite von sechs Meter reduziert, um Platz für die Anlage eines Radweges zu schaffen. Der Geh-/ Radweg wird einseitig auf der südlichen Seite der K2 angelegt, wie es außerorts die Regel ist.

Ob und wenn ja, wann der Radweg weiter bis nach Selm gebaut wird, ist aktuell noch unsicher. Das hängt vor allem auch damit zusammen, dass der Zustand der Straße auf dem Gebiet des Kreises Unna deutlich besser ist als auf der Seite des Kreises Coesfeld. Er rechnet übrigens jetzt mit Kosten allein für den Radweg von rund einer Million Euro. Wie wichtig auch aus Sicht des Kreistages der neue Radweg ist, zeigt allein die Tatsache, dass das Vorhaben auf Platz 5 der Prioritätenliste steht.

Deutlich weiter dahinter (Platz 13) steht ein weiterer Radweg, den viele Menschen ebenfalls seit vielen Jahren fordern. Es geht um eine sichere Verbindung Richtung Ottmarsbocholt – also entlang der Münsterstraße. Auch dieser Bereich soll in den nächsten Monaten angegangen werden, allerdings im ersten Aufschlag nicht auf der gesamten Strecke. Der Ausbauplan sieht zunächst ein 1,3 Kilometer langes Stück vor, das ab Anfang 2022 gebaut werden soll.

Vorerst keine sichere Radwegeverbindung nach Ascheberg

Obwohl hier täglich durchschnittlich 3408 Autos unterwegs sind, müssen sich auf Sicherheit bedachte Radfahrer weiter gedulden. Für den zweiten – mit 1,7 Kilometer auch längeren Abschnitt – gibt es bislang noch keinen konkreten Umsetzungstermin. Es ist nicht das einzige Stück, das die Gemeinde Nordkirchen beantragt hat, aber nicht auf der Prioritätenliste steht.

Eine direkte Radverbindung von Nordkirchen nach Ascheberg hat es nicht auf die Prioritätenliste des Kreises Coesfeld geschafft. Für eine Verbindung von Capelle Richtung Kreis Unna gibt es auch noch keinen Umsetzungszeitpunkt.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer