Neuer Wohnraum für 20 Flüchtlinge in Südkirchen

Weitere Gebäude im Gespräch

Wenn die Notunterkunft im ehemaligen Hallenbad in Nordkirchen zum 30. Juni schließt, muss die Gemeinde Nordkirchen mit neuen Zuweisungen von Flüchtlingen rechnen. Doch die Gemeinde hat vorgeplant und schon ein Gebäude gekauft und umgebaut.

SÜDKIRCHEN

, 19.04.2016, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neuer Wohnraum für 20 Flüchtlinge in Südkirchen

In diesem Haus in Südkirchen wohnt bereits eine syrische Familie.

„Wir stellen uns zurzeit auf mögliche Zuweisungen ein,“ erklärt Bürgermeister Dietmar Bergmann in einem Gespräch mit der Redaktion. Die Gemeinde hat bereits ein Gebäude in Südkirchen gekauft. Dietmar Bergmann berichtet, die Umbauarbeiten daran seien nun abgeschlossen.

20 weitere Bewohner möglich

„Wir haben dort bereits eine Familie aus Syrien untergebracht.“ Dies sei eine Zuweisung wegen einer Familienzusammenführung gewesen. Maximal 20 Personen könnte die Gemeinde noch in dem Haus unterbringen. Ob diese Plätze für die nächsten Monate ausreichen, müsse man, so der Bürgermeister, abwarten. Man könne zurzeit nicht genau sagen, wie es mit dem Flüchtlingsstrom weitergehe.

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Um weitere Kapazitäten zu schaffen, denkt die Gemeinde auch über einen Neubau nach. Der Ausschuss für Bauen und Planen wird sich am Donnerstag in einer nichtöffentlichen Sitzung mit dem Thema befassen. Bergmann: „Wir denken an ein Gebäude, in dem wir bis zu 20 weitere Personen unterbringen können.“ Wo das Gebäude errichtet wird, so der Bürgermeister, steht noch nicht genau fest. Man wolle am Donnerstag mit der Politik mögliche Standorte diskutieren.

Haus Westermann

Im öffentlichen Teil der Sitzung soll es um die Bebauung des Geländes Unterstraße 25 gehen. In dem Gebäude war eine Arztpraxis untergebracht. Auch eine Bebauung der jetzigen Gartenfläche ist geplant. In dem bestehenden Gebäude soll unter anderem eine Tagespflegeeinrichtung untergebracht werden. Zudem eine Wohnanlage, mit kleineren barrierefreien Wohnungen. Die Verwaltung wird dem Ausschuss erste Pläne vorstellen.

Auf der Tagesordnung steht zudem ein weiteres Mal eine Bebauung des Geländes unter anderem der ehemaligen Gaststätte Westermann. Der Ausschuss will sich mit den Plänen des Investors befassen und eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans beschließen, damit das Projekt verwirklicht werden kann. Der Ausschuss wird zudem im nichtöffentlichen Teil über eine Auftragsvergabe für die Umgestaltung des Platzes zwischen Bürgerhaus und Gesamtschule entscheiden.

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