Auf dieser Fläche nördlich der Capeller Straße, soll das Neubaugebiet erschlossen werden. © Karim Laouari
Baugrundstücke

Neues Baugebiet in Südkirchen: Gemeinde macht Tempo für Familien

In Südkirchen geht die Vorbereitung für das Baugebiet an der Capeller Straße voran. Schon bald will die Gemeinde mit den Interessenten für die Tiny-House-Siedlung ins Gespräch kommen.

Während im Neubaugebiet Wohr in Capelle die Erschließungsarbeiten in wenigen Wochen bereits beendet und die ersten Bauherren mit dem Hausbau beginnen können, steht in Südkirchen das nächste Baugebiet in den Startlöchern. Die Gemeinde möchte den vielen Familien, die Interesse an einem Baugrundstück haben, entgegenkommen und möglichst noch im Herbst mit der Erschließung beginnen. Damit sollen die Bauherren noch die Möglichkeit bekommen, an das Baukindergeld zu kommen. Das kann nur noch bis Ende dieses Jahres beantragt werden.

Im August hatte der Nordkirchener Rat bereits abschließend über den Bebauungsplan für das Baugebiet Capeller Straße entschieden. Auf Anfrage sagt Bauamtsleiter Josef Klaas jetzt, dass die Ausschreibung für die notwendigen Erschließungsarbeiten zurzeit vorbereitet und noch im September rausgeschickt werden soll. „Im November könnten wir dann den Auftrag für die Erschließung vergeben“, schätzt Klaas.

Anfang Oktober findet dann auch eine Informationsveranstaltung für diejenigen statt, die bei der Gemeinde Interesse am Bau eines Tiny-House angemeldet haben. Zumindest die Zahl der Interessenten ist in den vergangenen Wochen noch einmal gestiegen. Insgesamt 25 Einladungen für die Info-Veranstaltung habe die Gemeinde am Ende verschickt, sagt Josef Klaas.

Dabei handelt es sich allerdings nach wie vor noch nicht um verbindliche Zusagen. Die Informationsveranstaltung soll einerseits dazu dienen, dass die Interessenten wissen, welche Pläne die Gemeinde mit der Siedlung hat. Andersherum will auch die Gemeinde wissen, welche Vorstellungen die Bau-Interessenten haben. Es gehe dabei in erster Linie darum, Gespräche zu führen und zu informieren, macht Josef Klaas deutlich.

Dazu werden auch zwei Architekturbüros aus Nordkirchen – Steinhoff Architekten und Leistungsphase – eingeladen. Beide werden über Möglichkeiten beim Bau und grundsätzliche Konzepte dieser Mini-Bauweise sprechen.

Fest steht schon jetzt, dass mobile Tiny-Houses nicht gestattet werden, kündigt Josef Klaas noch einmal an. Das sei auch baurechtlich in einem Neubaugebiet nicht einfach möglich.

Bauherren „normaler“ Häuser müssen nicht befürchten, dass ihre Planungen durch die Tiny-House-Siedlung verzögert werden, kann der Bauamtsleiter beruhigen. Die Gemeinde wolle drei Baufelder aus der Gesamtplanung rausnehmen, um dort Varianten für die Mini-Haus-Siedlung zu entwerfen. Diese soll direkt neben den bereits vorhandenen Wohnhäusern am Holtweg entstehen.

Sollten die Gemeinde und ausreichend Interessenten auf einen gemeinsamen Nenner für die Siedlung kommen, müsste anschließend der Rat noch einmal über die Planung abstimmen.

Über den Autor
Redaktion Selm
Jahrgang 1985, fasziniert von digitalen, technischen und lokalen Themen.
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Karim Laouari

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