Nordkirchen bereitet sich auf verschiedene Szenarien für Schulöffnung vor

Coronavirus

Wann werden die Schulen wieder öffnen? Und unter welchen Bedingungen? Darüber beraten unter anderem Kultusminister am Mittwoch. In Nordkirchen stellt man sich auf verschiedene Szenarien ein.

Nordkirchen

, 15.04.2020, 16:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aktuell gibt es an der Gesamtschule nur eine Notbetreuung. Wie es weitergeht, darüber beraten der Bund und die Länder am Mittwoch. Die Gemeinde Nordkirchen will auf verschiedene Möglichkeiten vorbereitet sein.

Aktuell gibt es an der Gesamtschule nur eine Notbetreuung. Wie es weitergeht, darüber beraten der Bund und die Länder am Mittwoch. Die Gemeinde Nordkirchen will auf verschiedene Möglichkeiten vorbereitet sein. © Mona Wellershoff

Wie geht es weiter mit den Kontaktbeschränkungen? Werden Schulen und Kindertagesstätten öffnen? Und wenn ja, öffnen Schulen zum Beispiel für alle Schüler oder nur für Schüler bestimmten Alters? Darüber berieten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten aller Bundesländer am Mittwoch.

Die Deutsche Presseagentur berichtet, dass der Bund den Ländern vorschlagen wolle, dass die Schulen am 4. Mai prioritär für Schüler der Abschlussklassen und der Jahrgänge geöffnet werden, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen. Zudem soll die letzte Klasse der Grundschule wieder in die Schule dürfen und ein Hygienekonzept vorgelegt werden. Eine Abstimmung der Kultusminister soll allerdings erst am Mittwochabend stattfinden, ob sich diese auf einen einheitlichen Plan einigen, ist noch offen.

Szenarien durchsprechen

„Wir stellen uns gerade auf verschiedene Szenarien ein“, sagt Nordkirchens Bürgermeister Dietmar Bergmann, der die Entscheidungen am Mittwoch noch nicht kennt. Bergmann kündigte aber bereits an, dass es am Donnerstag ein Treffen mit der Gesamtschulleitung geben werde, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Am Mittwoch gab es noch viele offene Szenarien. Die Fragen dabei seien zum Beispiel, wie viele Kinder dürfen gemeinsam in einem Raum unterrichtet werden und bedeutet das, dass Unterricht zum Beispiel in verschiedenen Schichten erfolgen muss? Gibt es genug Räume, wenn nur 10 Kinder gemeinsam unterrichtet werden können und wie wird eigentlich der Schulbusverkehr geregelt? „Das sind alles Dinge, die gar nicht so einfach zu regeln sind“, gibt Bergmann am Mittwoch zu bedenken. Und diese verschiedenen Fragen müssen beantwortet werden.

Mehr Schutz auch im Rathaus

Unabhängig davon, was die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten entscheiden, hat die Verwaltung aber bereits weitere Maßnahmen beschlossen, um den Publikumsverkehr im Rathaus sicherer zu gestalten. „Für Bereiche, wo Publikumsverkehr herrscht, haben wir Plexiglasscheiben bestellt“, sagt Bergmann.

Zusätzliche gebe es einen Bestand an Masken, den Mitarbeiter mit viel Publikumsverkehr, zum Beispiel im Jobcenter, nutzen könnten. Durch diese Maßnahmen sollen sowohl die Mitarbeiter, als auch die Bürger besser geschützt werden. Aktuell gilt nach wie vor, dass Bürger ihr Anliegen per Mail, Telefon oder via Post vortragen und dann - falls nötig - einen Termin erhalten.

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