Nordkirchen: Schnelles Netz für alle Außenbereiche

Glasfaser-Ausbau

Bürgermeister Dietmar Bergmann hat es am Mittwoch eine „echten Quantensprung“ genannt: Alle Nordkirchener Außenbereiche sollen ans Glasfasernetz angebunden werden. Und eine Bauerschaft ist mit dem Ausbau für das schnelle Netz sogar schon fast durch.

NORDKIRCHEN

, 06.07.2017, 17:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nordkirchen: Schnelles Netz für alle Außenbereiche

Die Ausbauarbeiten im Gebiet Obsen, Westerbauerschaft, Geisbeck laufen bereits.

Für alle sechs Ausbaugebiete ist die Vorvermarktung abgeschlossen. „Die Quoten liegen alle über 70 Prozent“, berichtete Patrick Nettels von der Firma Muenet GmbH, die den Glasfaserausbau in der Gemeinde plant. Jetzt habe wirklich jeder Haushalt die Chance gehabt, einen Anschluss zu bestellen, so Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann.

„Wenn woanders noch Probleme herrschen, wird hier bei uns schon der Schlepper angeschmissen und es wird gemacht“, lobte der Bürgermeister die Mentalität der Nordkirchener. Sein großer Dank gelte daher den Multiplikatoren der einzelnen Bauerschaften, die das Prozedere aktiv begleiten. Die Nordkirchener sind sogar so schnell, dass kaum Material nachgeliefert werden kann. Momentan gebe es eine Wartezeit bei der Bestellung von Leerrohren von vier Wochen.

30 Mal die Straße queren

Die Bauerschaft Langenbrock/Beifang betrifft dieser Lieferengpass nicht mehr, dort ist man mit den Arbeiten fast durch. „Josef Reckmann und Stefan Kortmann sind gedanklich schon am Netz“, scherzte Bergmann über die eifrigen Multiplikatoren. Am zweit weitesten sei die Bauerschaft Obsen/Westerbauer/Geisbeck, wie Manuel Lachmann beschrieb.

Auf dem Hof Funnemann/Volle an der Selmer Straße erklärte Ludger Bauhaus, dass allein in dieser Bauerschaft 30 Mal die Straße und zweimal die Funne gequert werden müsse. „Es ist viel Arbeit, macht aber Spaß“, sagte Bauhaus. Per Erdrakete werden zur Zeit die Löcher für die Leerkabel gebohrt. Freitag werde voraussichtlich begonnen, zu pflügen. Diese Eigenleistung, bei der per Schlepper Furchen eingezogen werden, ist für die Verlegung der Rohre notwendig.

Vor Ort schauten sich auch Georg Große Böckmann (Bauerschaft Berger) und Sandor van de Weerd (Piekenbrock) den Fortschritt im Obsen an. In diesen Bauerschaften war die Vorvermarktung zuletzt abgeschlossen worden. „Umso weiter weg vom Dorf, desto größer ist die Begeisterung“, beschrieb Große Böckmann. Darin, wohl als letztes im Außenbereich an das Netz angebunden zu werden, sieht der Multiplikator aus der Bauerschaft Berger keinen Nachteil. Man könne aus der Routine der anderen lernen, sagte er.

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