Nordkirchen stößt langsam an seine Grenzen

Flüchtlinge

Viele Menschen müssen ihre Heimat verlassen, weil ihr Leben dort gefährdet ist. Aufnahme finden die Flüchtlinge unter anderem in Deutschland - auch in Nordkirchen. Die Kommune will weiter helfen - ächzt aber nicht nur unter der finanziellen Belastung.

NORDKIRCHEN

, 20.10.2014, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nordkirchen stößt langsam an seine Grenzen

In diesem Haus der Gemeinde am Deipenbrock in Nordkirchen gib es acht Wohnungen für Asylbewerber - doch das reicht nicht mehr.

„Wir wollen die Leute ja auch aufnehmen, gar keine Frage“, sagt Bürgermeister Dietmar Bergmann. Doch: „Die Rahmenbedingungen sind sehr schwierig hier und wir stoßen auf zwei Ebenen auf große Probleme.“ Zum Einen sei das die

. 51 Personen klingen erst einmal nicht sonderlich viel, doch in Nordkirchen gebe es sehr wenig Mietwohnungen. Ordnungsamtsleiter Heinz Weidemann: „Wir denken über alles nach. Zur Not müssen wir die Leute vielleicht vorübergehend in Containern unterbringen wie wir es in den 90ern schon mal hatten. Das ist immer noch allemal besser als anderswo, wo die Leute in Zelten wohnen müssen.“ Zum anderen gibt es laut Bürgermeister Bergmann Probleme auf der

. 400 000 bis 450 000 Euro für Sozialleistungen – nicht allein für Asylbewerber –, so schätzt Bergmann, sind im Moment durch den Haushaltsplan nicht gedeckt.

Neben all den Problemen hat das Thema Asylbewerber aber auch eine andere Komponente: die menschliche. Bergmann: „Man darf nicht vergessen, dass das Menschen in großer Not sind. Die kommen hierher und haben wirklich Schlimmes durchgemacht.“ Sie sollen in Nordkirchen eine friedliche Bleibe finden. Auf eine Erweiterung der Landesunterstützung kann Nordkirchen aber derzeit wohl nicht hoffen. Laut Werner Jostmeier ist in den Planungen für den Landeshaushalt 2015 bisher keine Erweiterung vorgesehen.

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