Nordkirchener Autorin bei besonderer Lesung dabei

Literatur-Projekt

Das war eine besondere Premiere: Am „kriminalistischen Kettenroman“ hatten in unterschiedlichen Stilformen 17 Autoren geschrieben – darunter auch Eva von der Dunk aus Nordkirchen. Das fertige Werk stellte der Autorenstammtisch nun am Freitagabend im Studio B der Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek vor.

DORTMUND/NORDKIRCHEN

27.11.2016, 19:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Thomas Kade, neben Eva von der Dunk ein weiteres Mitglied des 17-köpfigen Autorenteams, sprach zu Beginn der Lesung in Dortmund von einer „wirklich bunten Mischung“– und versprach damit nicht zu viel.

Thomas Kade, neben Eva von der Dunk ein weiteres Mitglied des 17-köpfigen Autorenteams, sprach zu Beginn der Lesung in Dortmund von einer „wirklich bunten Mischung“– und versprach damit nicht zu viel.

„Die lynchen uns“ heißt der Titel. Im Roman geht es um den Dortmunder Gerichtsvollzieher Günter Melker, der nicht mehr pfänden kann und später vor der Polizei flieht. Die Lesung war ebenso vielfältig wie das Buch. Die meisten der Autoren waren selbst da, auch Eva von der Dunk.

Es gab viel zu lachen

Je nach Text lasen sie alleine oder im Dialog vor, zum Schluss standen alle Mitwirkenden auf und verkündeten, wie der Roman ihrer Ansicht nach hätte enden sollen. Im Laufe des Abends wechselten sich spannende Momente mit ruhigen oder emotionalen Passagen ab, für das Publikum gab es viel zu lachen. Eine „wilde Mischung“ eben.

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Von der Sozialreportage zur Ballade, vom Lexikoneintrag zum historischen Roman: Die Sprünge zwischen den unterschiedlichen Genres und Stilen forderten die Zuhörer. Auch ein Hörspiel und ein Lied, die Teil des Romans sind, waren zu hören.

"Es ist eine andere Aufregung"

Eva von der Dunk las mit ruhiger, fast trübsinniger Stimme den inneren Monolog des Teddybären Sven, der ein Geheimnis in seinem Plüschbauch trägt. Die Lesung mit ihren vielen Mitautoren sei anders gewesen als eine, bei der sie alleine liest, sagte die Wahl-Nordkirchenerin, die aus Nürnberg stammt: „Normalerweise ist Schreiben ein einsames Geschäft. So muss man sich auf andere einstellen.“

Man achte mehr aufeinander, zum Beispiel bei der Technik, ergänzte die Autorin, die im Hauptberuf als Schulbegleiterin arbeitet. Die Verantwortung sei dann auf mehrere Schultern verteilt. Das sei entspannter – gleichzeitig aber auch nicht: „Es ist eine andere Aufregung“, sagte die Autorin. 

 

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