Nordkirchener essen 1100 Liter Suppe für Sambia

Mit Fotostrecke

Bei vielen Familien in Nordkirchen blieb am Samstag die Küche kalt. Die Pfarrgemeinde St. Mauritius hat in Zusammenarbeit mit dem DRK frisch gekochte Erbsensuppe angeboten - insgesamt 1100 Liter. Wohin der Erlös geht, ist klar: an Projekte in Sambia. Das Rezept der Suppe ist hingegen geheim. Zumindest fast.

NORDKIRCHEN

, 02.10.2016, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nordkirchener essen 1100 Liter Suppe für Sambia

Werner Overbeck und Ulla Karrie-Burdich verteilten die Erbsensuppe im Plettenberg-, Arenberg-, Pictorius und Morienweg.

„Das Problem ist, wir können immer nur schätzen, wie viel Suppe wohl verkauft wird. Einerseits muss genug da sein, auf der anderen Seite soll auch nicht so viel übrigbleiben“ sagt Reinhard Niehues vom Sachausschuss. 1100 Liter köchelten am Samstag seit den frühen Morgenstunden nach und nach in der Feldküche des DRK. 

Gegen 11 Uhr war der Eintopf servierfertig. Die Helfer stemmten die großen Behälter in ihre Fahrzeuge und fuhren von Haus zu Haus.  Viele Nordkirchener warteten bereits mit Töpfen und Tupperdosen. „Da seid ihr ja endlich“ freute sich Bernd Frerichmann „Ich wollte gerade losfahren und die Suppe abholen.“ 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So war die Nordkirchener Erbsensuppen-Aktion 2016

Am Samstag, 01. Oktober, startete der Sachausschuss „Mission, Entwicklung und Frieden“ der katholischen Pfarrgemeinde St. Mauritius in Zusammenarbeit mit dem DRK Nordkirchen und vielen Helfern die alljährliche „Erbsensuppenaktion“. Wir waren mit der Kamera dabei.
01.10.2016
/
Bei vielen Familien blieb am Samstag die Küche kalt. Die Erbsensuppe wurde direkt nach Hause geliefert.© Foto: Beate Dorn
Jörg Meier (r.) entschied spontan: "Die Küche bleibt kalt. Heute gibt es Erbsensuppe."© Foto: Beate Dorn
Familie Krause nutzte das Angebot: „Das ist jetzt eine Geburtsstagssuppe.“© Foto: Beate Dorn
Die Erbsensuppe wurde in vom großen Behälter in die Kochtöpfe gefüllt.© Foto: Beate Dorn
Bernd Frerichmann wartete bereits auf die Erbsensuppe.© Foto: Beate Dorn
Helfer des DRK kochten die Erbsensuppe.© Foto: Beate Dorn
Helfer des DRK kochten die Erbsensuppe.© Foto: Beate Dorn
Werner Overbeck und Ulla Karrie-Burdich verteilten die Erbsensuppe im Plettenberg-, Arenberg-, Pictorius und Morienweg.© Foto: Beate Dorn
Helfer des DRK kochten die Erbsensuppe.© Foto: Beate Dorn
Nach der Tour durch die Gemeinde stärkten sich die Helfer - mit Erbsensuppe und Brötchen.© Foto: Beate Dorn
Nach der Tour durch die Gemeinde stärkten sich die Helfer - mit Erbsensuppe und Brötchen.© Foto: Beate Dorn
Mit großen Behältern machten sich die Helfer auf den Weg.© Foto: Beate Dorn
Reges Treiben herrschte am DRK-Haus.© Foto: Beate Dorn
Schlagworte Nordkirchen

Jörg Meier entschied spontan, dass die Küche kalt bleiben sollte: „Ich kenne die Aktion, habe auch den Flyer gelesen, wusste das Datum aber nicht mehr so genau. Die Suppe ist köstlich und wird heute gegessen“  Bei Familie Krause wurde aus dem einfachen Eintopf kurzerhand eine Geburtstagssuppe. „Die schmeckt und wir haben keine Arbeit. Das ist doch prima“ sagen sie und lassen einen großen Topf befüllen. 

Dann war der Behälter leer

Drei Straßen haben Werner Overbeck, Ulla Karrrie-Burdich und Jörg Wilbuer mit der Suppe versorgt. Dann war der Behälter leer. „Das Schöne ist, wir sind hier in unserer Nachbarschaft unterwegs. Man kennt sich und wird freundlich empfangen“ freut sich Werner Overbeck.

Ähnlich erging es auch den anderen Helfern, die mit leeren Behältern wieder am DRK-Haus eintrafen.  Zur Stärkung gab es für sie Brötchen und natürlich Erbsensuppe. Ob die denn tatsächlich schmeckt? „Ja, super! Nur eben nicht jeden Tag“ sind sie sich einig.

Suppe essen für den guten Zweck

Mirijam Wißmann vom DRK kennt das Rezept. Allerdings verrät sie es nicht. Nur so viel: „Die Würstchen werden in Speck angebraten. Die kommen dann in einen großen Behälter. Ebenso Erbsen, Kartoffeln, Möhren und Sellerie. Dann wird alles mit Wasser aufgegossen, mit Majoran, Bohnenkraut, Salz und Pfeffer gewürzt und abgeschmeckt. Was letztlich den besonderen Pfiff ausmacht bleibt ein Geheimnis.

In der Zwischenzeit hatte sich an dem Verkaufsstand eine lange Schlange gebildet. „Ich war leider nicht zuhause, als ihr bei uns geklingelt habt.“ war oft die Begründung, warum sich viele die Suppe selbst abholten. Sie wollten nicht nur in den Genuss eines preiswerten Mittagessens kommen, sondern auch Gutes tun.

Wie in den vergangenen Jahren fließt der Erlös in Projekte der Dominikanerschwestern in Sambia. Insbesondere soll „St. Anthony“ ein Heim für Aidswaisen und Kinder mit Behinderung unterstützt werden. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt