Nordkirchener Feuerwehr rettet im Schlosspark Laufenten vom Eis

rnLaufenten gerettet

Eine Eisfläche, zwei Laufenten, drei Feuerwehrfahrzeuge, 18 Einsatzkräfte und rund 25 Zuschauer: Die Tiere, die am Sonntag von der Nordkirchener Feuerwehr gerettet wurden, hatten viel Hilfe.

Nordkirchen

, 20.01.2019, 15:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist Mittag, als bei der Feuerwehr Nordkirchen ein Notruf eingeht. Fußgänger haben auf einer der vereisten Gräften im Schlosspark Laufenten entdeckt, die sich nicht allein von der Eisfläche befreien können. Mit drei Einsatzfahrzeugen rücken die Helfer aus. Und haben tatsächlich eine Menge zu tun, bis sie die Tiere aus ihrer misslichen Lage befreit hatten.

Oberbrandmeister Tobias Heitkamp ist bei dem Einsatz dabei. Und erklärt, warum Laufenten zwar toll laufen können, aber ein großes Problem mit dem Eislaufen haben: „Die Außengräfte wird von einer Brücke überspannt. Darunter sind die Tiere auf das Eis gelaufen. Und weil sie aufrecht gehen, sind sie immer wieder hingefallen“, beschreibt der 26-Jährige die Situation. „Normale Enten watscheln einfach über das Eis, die haben da keine Probleme. Aber bei dem aufrechten Gang war es den Laufenten nicht mehr möglich, von dem Eis hinunterzukommen. Sie sind immer wieder umgefallen und haben mit den Flügeln geschlagen. Hinstellen konnten sie sich nicht mehr.“

Tiere noch ganz jung

Hinzu kommt, dass die Laufenten, die sich so mutig aufs Eis gewagt hatten, offenbar ihre erste Erfahrung mit Eis gemacht haben. „Der Besitzer hat uns erklärt, dass die Tiere noch ganz jung sind“, sagt der Feuerwehrmann.

Also ist Hilfe angesagt: Zunächst versuchen die Einsatzkräfte, mit Hilfe eines sogenannten Einreißhakens das Eis zu durchlöchern und die Enten so wieder ins Wasser zu bringen. „Das klappte aber nur bei einer der Enten“, erzählt Heitkamp.

Um auch die zweite Kuh - pardon, Ente - vom Eis zu holen, muss dann doch das Hilfeleistungs-Löschfahrzeug mit dem Wasserschlauch anrücken. Die Einsatzkräfte fluten das Eis mithilfe eines Strahlrohrs, sodass die Ente halb schwimmend, halb schlitternd das Wasser wieder erreicht.

Anschließend gibt es zwei sehr erleichterte Laufenten und rund 25 begeisterte Zuschauer. „Die haben uns zu unserem Einsatz richtig applaudiert“, erzählt Heitkamp und lacht. Bleibt zu hoffen, dass die Laufenten aus ihrer Erfahrung gelernt haben.

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