Nordkirchener können mit "Heldentüte" einkaufen

Umweltschonende Alternative

Unternehmer aus der Gemeinde Nordkirchen setzen ab heute konsequent auf Papier. Wer bei ihnen einkauft, bekommt keine Plastiktüte mehr, sondern – wenn er es wünscht – eine „Heldentüte“. Was das ist, klären wir hier. Fragen und Antworten.

NORDKIRCHEN

, 19.11.2016, 05:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nordkirchener können mit "Heldentüte" einkaufen

Miriam Paulus (vorne r.) und weitere Händler aus Nordkirchen und Südkirchen setzen auf die papierne Heldentüte für den Einkauf statt auf Plastik. Ihr Einsatz soll helfen, die Umwelt zu schonen.

14 Unternehmen und die Tourist-Info setzen auf Einkaufstaschen aus Papier. Wer also bei einem der beteiligten Unternehmen einkauft, bekommt keine Plastiktüte mehr, sondern kann, wenn er möchte, eine solche Tüte aus Papier bekommen. Wir klären die Fragen:

Worum handelt es sich genau?

Es handele sich um eine Tüte aus Papier, in der man auch, wenn sie als Einkaufstasche nicht mehr benötigt werde, den Biomüll zuhause entsorgen könne. Sagt Unternehmerin Miriam Paulus. Sie ist Ideengeberin und hat das Konzept vor einigen Monaten den Händlern der Gemeinde vorgestellt.

Wieso der Titel Heldentüte?

„Die Händler, die sich beteiligen, sehen in der Tüte eine Tragetasche, eine Biomülltüte, einen Ressourcenschoner, einen Klimaschützer und einen Nachhaltigkeitsbotschafter.“

Jetzt lesen

Warum eine solche Tüte?

„Wir haben festgestellt, dass viele Leute zum Einkauf einen Stoffbeutel mitbringen, weil sie die Plastiktüten einfach nicht mehr nehmen möchten“, berichtet Miriam Paulus. „Wir möchten einen Akzent setzen und sagen: Wir denken ökologisch.“

Muss ich eigentlich bei meinem Einkauf bei einem der beteiligten Geschäfte für die Papiertüte bezahlen?

„Das entscheidet jeder Händler selber.“ Viele nehmen kein Geld dafür, andere bis maximal 20 Cent, erklärt Miriam Paulus. Manche Unternehmen nehmen Geld dafür, weil die Tüten ja auch Produktionskosten aufwerfen. Andere geben die Tüten so raus, quasi als Umweltbeitrag und auch zu Imagezwecken.

Wie finanziert sich die Tüte?

Miriam Paulus dazu: „Ich schieße die Kosten vor und die beteiligten Händler bekommen dann eine Rechnung von mir und bezahlen ihren Anteil.“

Wie stabil ist das Konzept?

„Es läuft quasi unsere Testphase mit einer mittleren Tütengröße, in die zum Beispiel vier Einliter-Flaschen passen“, antwortet Miriam Paulus. „Wenn die Tüte richtig gut angenommen wird, überlegen die Läden, wie unsere Schuhgeschäfte zum Beispiel, beim nächsten Mal mitzumachen. Und dann werden wir eine zweite Tütengröße mit auflegen.

Wie lange wird die Testphase dauern?

„Das wird wohl bis Februar/März gehen“, erklärt Miriam Paulus  

Lesen Sie jetzt