Nordkirchener Schüler erlebten die Sonnenfinsternis

Viele Fotos und ein Video

Groß waren die Erwartungen an die Sonnenfinsternis am Freitag auch an der Gesamtschule Nordkirchen. Leider verdeckte eine dichte Nebelsuppe den Himmel in den entscheidenden Stunden komplett. Lehrer und Schüler waren enttäuscht, machten aber das Beste draus. Wir waren dabei - hier gibt's viele Fotos und ein Video.

NORDKIRCHEN

20.03.2015, 13:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
So hätte es eigentlich sein sollen: die Schüler der Nordkirchener Gesamtschule mit ihren Schutzbrillen. Leider konnten sie sie gestern während der Sonnenfinsternis nicht gebrauchen, weil die Sonne komplett vom Nebel bedeckt war.

So hätte es eigentlich sein sollen: die Schüler der Nordkirchener Gesamtschule mit ihren Schutzbrillen. Leider konnten sie sie gestern während der Sonnenfinsternis nicht gebrauchen, weil die Sonne komplett vom Nebel bedeckt war.

Schüler und Lehrer machten das Beste draus und nutzten ihre aufwändigen Vorbereitungen, um sich dem Thema indirekt zu nähern. Im Freien hatte die Fachschaft Physik der Gesamtschule zwei Teleskope aufgebaut, deren Bilder von der Sonnenfinsternis auf Mattscheiben projeziert werden sollten. Das klappte zwar wegen des Nebels nicht. Aber die Fernrohre waren trotzdem dicht von Schülern umlagert.

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So erlebten Nordkirchener Schüler die Sonnenfinsternis

Die Schüler der Nordkirchener Gesamtschule mit ihren Schutzbrillen waren vorbereitet. Leider war von der Sonnenfinsternis nicht viel zu sehen, weil die Sonne komplett vom Nebel bedeckt war. Doch die Teleskope kamen trotzdem zum Einsatz.
20.03.2015
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Trotz des Nebels, der die Sonne verdeckte, war das Interesse der Schüler an der Funktionsweise der Teleskope sehr groß.© Foto: Matthias Münch
So neblig wie hier an der Schuluhr war es am Freitag überall am Gelände der Gesamtschule Nordkirchen eine halbe Stunde vor Beginn der Sonnenfinsternis. Auch im Laufe des Vormittags wurde es nicht besser.© Foto: Matthias Münch
So hätte es eigentlich sein sollen: die Schüler der Nordkirchener Gesamtschule mit ihren Schutzbrillen. Leider konnten sie sie gestern während der Sonnenfinsternis nicht gebrauchen, weil die Sonne komplett vom Nebel bedeckt war.© Foto: Matthias Münch
Ein Globus der Erde, eine kleine Kugel als Mond und eine Lampe als Sonne: Mit diesem natürlich nicht maßstabgetreuen Modell simulierten die Physiklehrer der Gesamtschule Nordkirchen die Sonnenfinsternis.© Foto: Matthias Münch
Am sonnigen Mittwoch hatten sie es getestet. So haben es sich die Physiklehrer der Gesamtschule auch gestern gewünscht: Die Sonnenbilder des Telekops werden auf eine Mattscheibe übertragen. Im Vergleich zum Mittwoch sollte sich gestern dann noch der Mond vor die Sonne schieben. Der dichte Nebel machte es leider unmöglich.© Foto: Udo Kötter
In einer dichten Nebelsuppe lag gestern Vormittag die Nordkirchener Gesamtschule und mit ihr die Photovoltaikanlage auf dem Dach.© Foto: Matthias Münch
Mit dieser Information über die Aktion zur Sonnenfinsternis begrüßte die Johann-Conrad-Schlaun-Schule gestern Schüler und Besucher auf dem großen Monitor am Haupteingang der Schule.© Foto: Matthias Münch
Physiklehrer Udo Kötter bei den Vorbereitungen zur Beobachtung der Sonnenfinsternis.© Foto: Matthias Münch
Der Mond wirft seinen Schatten auf die Erde: Mit diesem natürlich nicht maßstabgetreuen Modell simulierten die Physiklehrer der Gesamtschule Nordkirchen die Sonnenfinsternis.© Foto: Matthias Münch
Mit diesem Modell und einer Smartphone-App simulierten die Physiklehrer der Gesamtschule die partielle Sonnenfinsternis.© Foto: Matthias Münch
Vier Physiklehrer und ein Physikprofessor am Modell der Sonnenfinsternis in der Gesamtschule Nordkirchen (v.l.): Udo Kötter, Agnes Löchteken, Hermann Lamann, Franz-Josef Rethmann und Prof. Reinhard Volmer.© Foto: Matthias Münch
Hier betrachten die Schüler das Modell der Sonnenfinsternis, das ihre Pysiklehrer mit einem Erdglobus, einer Mondkugel und einer Lampe als Sonne aufgebaut hatten.© Foto: Matthias Münch
Auf diesem Monitor sahen die Nordkirchener Gesamtschüler ein Bild von einer totalen Sonnenfinsternis, die es über Nordkirchen erst wieder in 66 Jahren geben wird.© Foto: Matthias Münch
Physiklehrer Udo Kötter vor der Leinwand, auf der ein NDR-Livebild der Sonnenfinsternis um 10 Uhr zusehen ist. Der Mond bedeckt einen Teil der Sonne.© Foto: Matthias Münch
Prof. Reinhard Volmer (l.), Physiker, Mathematiker und einer der Geschäftsführer der Bürgersolar Gesellschaft Nordkirchen, erklärte den Schülern einiges zur Solaranlage und zur Sonnenfinsternis.© Foto: Matthias Münch
Als Physiklehrer Udo Kötter das Teleskop draußen aufbaute, herrschte noch Hoffnung auf Sonne. Aber der Nebel verzog sich nicht bis zum Ende der Sonnenfinsternis.© Foto: Matthias Münch
Physiklehrer Udo Kötter zeigt an, wo die Sonne gestern Vormittag eigentlich zu sehen sein sollte. Der Dichte Nebel machte einen Strich durch die Rechnung.© Foto: Matthias Münch
Sonnenfinsternis im Nebel: Trotzdem war das Interesse der Schüler gestern groß. Physiklehrer Franz-Josef Rethmann stellt das Teleskop ein.© Foto: Matthias Münch
Auch ohne freie Sicht auf Mond und Sonne warfen viele Schüler einen Blick durch das Teleskop.© Foto: Matthias Münch
Prof. Dr. Reinhard Volmer, einer der Geschäftsführer der Bürgersolar GbR Nordkirchen, auf dem Dach der Johann-Conrad-Schlaum-Gesamtschule, auf dem die Module der Bürgersolaranlage liegen.© Foto: Matthias Münch
Trotz des Nebels, der die Sonne verdeckte, war das Interesse der Schüler an der Funktionsweise der Teleskope sehr groß.© Foto: Matthias Münch
Trotz des Nebels war die Auswirkung der Sonnenfinsternis auf die Leistung der Bürgersolaranlage sehr deutlich. Nur 11,3 Kilowatt betrug sie gegen 10.30 Uhr auf dem Höhepunkt der Finsternis. Zu Beginn der Sonnenabdeckung war sie doppelt so hoch.© Foto: Matthias Münch
Dieses Monitorbild zeigt den Stromertrag der Bürgersolaranlage auf dem Dach der Gesamtschule Nordkirchen in der Zeit der Sonnenfinsternis. Trotz des dichten Nebels ist die Auswirkung der Sonnenbedeckung durch den Mond sehr deutlich. Auf dem Maximum der Finsternis gegen 10.30 Uhr war die Leistung am geringsten.© Grafik: Gesamtschule Nordkirchen
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In einem nahen Raum zeigten die Physiklehrer auf einer großen Leinwand einige Internetbilder der Sonnenfinsternis, die in anderen Teilen des Landes, aufgenommen wurden wo die Sicht besser war. Außerdem hatten die Fachlehrer ein pfiffiges Modell aufgebaut: Mit einem Globus der Erde, einer kleinen Kugel als Mond und einer Lampe als Sonne simulierten sie die Finsternis sehr anschaulich. Als die Mondkugel in diesem Modell ihren Schatten auf den Globus warf, wurde deutlich, was es mit dem Spektakel einer Sonnenfinsternis auf sich hat.  

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Und dann nutzten Lehrer auch noch die große Bürgersolaranlage auf dem Dach der Gesamtschule, um die Auswirkungen der Sonnenbedeckung zu messen. Dazu war Prof. Dr. Reinhard Volmer, einer der Geschäftsführer der Bürgersolar Gesellschaft, in die Schule gekommen. Und weil Prof. Volmer Physiker und Mathematiker ist, konnte er auch einiges erklären.

Auswirkungen auf Solaranlage spürbar

Zwar war die Leistung der Solaranlage wegen des dichten Nebels nur sehr gering. Aber die Unterschiede zu Beginn und auf dem Höhepunkt der Sonnenfinsternis waren dennoch gravierend. Lag die Leistung am Anfang um 9.35 Uhr noch bei 22,4 Kilowatt, so sank sie auf dem Maximum der Finsternis eine Stunde später auf nur noch 11,3 Kilowatt. Im Wochenverlauf war der Wert jedoch nicht auffällig:  

Und so wurde die Sonnenfinsternis in der Region erlebt:

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