Nordkirchener Tierarzt half bei der Geburt der eigenen Tochter im Auto

NORDKIRCHEN/LÜDINGHAUSEN Mit Geburten kennt René Becker sich aus. Viele Hunde- und Katzenkinder hat der Tierarzt in seiner Nordkirchener Praxis schon zur Welt gebracht. Doch nun musste er seine Erfahrungen auch für ein menschliches Baby einsetzen. Ausgerechnet bei der Geburt seiner eigenen Tochter - und unter ziemlich dramatischen Umständen.

von Von Matthias Münch

, 14.10.2008, 11:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es passierte am vergangenen Donnerstag. Gegen 19 Uhr setzten bei Beckers Lebensgefährtin Anke Herzog die Wehen ein. René Becker und Anke Herzog setzten sich ins Auto und fuhren Richtung Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster-Hiltrup. Anke Herzogs Schwester folgte in einem zweiten PKW. Doch sie kamen nur bis kurz hinter Senden.Fruchtblase platzte unterwegs

"Die Wehen wurden stärker, die Fruchtblase platzte", erzählt René Becker. "Da bog ich in den nächsten Feldweg ein. Ich habe dreimal tief durch geatmet und mir gesagt: Jetzt nur keine Panik." Dann lief alles wie in Trance. René Becker handelte automatisch. Das Baby kam im VW Touareg zur Welt, der Tierarzt befreite die Atemwege vom Schleim und wickelte das Baby warm ein. Um 19.15 hielten Vater und Mutter ein Mädchen namens Romy in ihren Armen.Alles richtig gemacht Wenig später trafen Notarzt und Rettungswagen ein, die Anke Herzogs Schwester von einer nahen Gärtnerei aus benachrichtigt hatte. Der Krankenwagen brachte Mutter und Kind in die Hiltruper Klinik, wo die Ärzte nicht mehr viel tun mussten.   Denn René Becker hatte alles richtig gemacht. Schon am Samstag wurden Anke und Romy gesund und munter nach Hause entlassen.

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