Nordkirchens Kitaplätze: Zusagen kommen im März

Infos zum Vergabeverfahren

Eltern, deren Kinder ab August den Kindergarten besuchen sollen, können ab Mitte März mit Post von den jeweiligen Trägern rechnen. Das teilte die Gemeinde Nordkirchen mit. Wir haben nachgefragt: Warum können die Einrichtungen Eltern erst im März informieren - und wie funktioniert das Vergabeverfahren?

NORDKIRCHEN

, 04.02.2017, 16:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nordkirchens Kitaplätze: Zusagen kommen im März

Mitte März – nachdem der Jugendhilfeausschuss des Kreis Coesfeld getagt hat – werden Nordkirchener Eltern wissen, welchen Kita-Platz ihr Kind bekommt.

Warum können die Einrichtungen den Eltern erst im März Bescheid sagen?

  • Bevor die Kindergartenplatzvergabe öffentlich gemacht werden kann, muss erst der Jugendhilfeausschuss des Kreises entscheiden. „Bis vor vier, fünf Jahren hat darüber der Kreistag entschieden“, sagt Detlef Schütt, Dezernent der Kreisverwaltung. Ohne die politische Entscheidung im Rücken über den Kindergartenbedarfsplan würden die jeweiligen Träger ein planerisches Risiko eingehen, erklärt Schütt.
  • Erst mit dem Beschluss, der in diesem Jahr am 9. März (Donnerstag) gefasst werden soll, werde der Plan verbindlich. Der Kreis halte die Träger an, erst nach diesem Datum Verträge mit den Eltern zu schließen. „Erst dann ist für die Träger eine Refinanzierung möglich“, sagt der Dezernent. Auch vorläufige Zahlen für die Gemeinde Nordkirchen gibt es noch nicht, so Detlef Schütt. Diese können sich im Detail noch ändern, teilweise sogar noch wenige Tage vor der Sitzung des Jugendhilfeausschusses.
  • Schon jetzt habe sich aber gezeigt, dass in allen Städten und Gemeinden des Kreises Coesfeld der Bedarf an Betreuungsplätzen steigt. In Einzelfällen sei die Anmeldequote bei einjährigen Kindern von 30 auf 70 Prozent gestiegen, berichtet Detlef Schütt.

Könnte der Jugendhilfeausschuss den Kindergartenbedarfsplan ablehnen?

Grundsätzlich könnte er das. Allerdings ist dem Ausschuss laut Detlef Schütte ein Unterausschuss vorgeschaltet, um die Kindergartenbedarfsplanung genau zu durchleuchten. Detlef Schütt ist aus den vergangenen Jahren kein Fall bekannt, in dem der Jugendhilfeausschuss gegen die Bedarfsplanung des Kreisjugendamtes gestimmt hat.

Welche Einflussmöglichkeit haben die Kommunen?

„Wir sind nur Beteiligter“, erklärt Nordkirchens Bürgermeister Dietmar Bergmann (SPD) die Rolle der Schlossgemeinde. Es gebe aber zum Beispiel Gespräche, unter anderem zwischen Gemeindeverwaltung und den Trägern, unter anderem nach dem Anmeldeverfahren. Die Vergabe solle einvernehmlich zwischen dem Kreisjugendamt und der Gemeinde ablaufen, sagt Detlef Schütt zum Beispiel Nordkirchen. „Letztendlich entscheiden aber die Träger“, fügt er hinzu.

Wie wahrscheinlich ist es, dass mein Kind in den Wunschkindergarten kommt?

Es gibt einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, allerdings nicht auf den Wunschplatz. „Bisher hat es immer geklappt, dass alle Kinder einen Platz bekommen haben“, sagt Dietmar Bergmann. Bei einigen Familien bedeutet das aber auch, dass ihr Kind den Kindergarten in einem anderen Ortsteil besuchen müssen.

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