Notunterkunft am Schlosspark ist geschlossen

Flüchtlinge in Nordkirchen

Rund 600 Flüchtlinge waren seit September vergangenen Jahres in der Notunterkunft im Hallenbad am Schlosspark in Nordkirchen untergebracht. Jetzt sind die letzten Bewohner ausgezogen. Die Unterkunft ist geschlossen, 15 Mitarbeiter des DRK verlieren ihren Arbeitsplatz. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst.

NORDKIRCHEN

, 16.06.2016, 15:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Notunterkunft am Schlosspark ist geschlossen

Die Notunterkunft im Hallenbad Nordkirchen wird zum 30. Juni geschlossen. Die letzten Bewohner sind schon jetzt ausgezogen.

Aus der Notunterkunft für Flüchtlinge im Hallenbad am Schlosspark sind am Mittwoch die letzten Bewohner ausgezogen. Damit ist die Unterkunft jetzt offiziell geschlossen. Wie es dort jetzt weitergeht, was mit den Mitarbeitern des Roten Kreuzes passiert und was das für die Gemeinde Nordkirchen bedeutet hier im Überblick:

Eigentlich sollte die Notunterkunft erst am 30. Juni geschlossen werden. Warum der frühere Auszug? Das DRK brauche eine gewisse Vorlaufzeit, um abzubauen und aufzuräumen, erklärt DRK-Vorstand Christoph Schlütermann auf Anfrage. Es sei logistisch nicht möglich, innerhalb eines Tages die Unterkunft komplett zu räumen, daher der frühe Auszug.

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So sieht es in der leeren Notunterkunft am Schlosspark aus

Rund 600 Flüchtlinge waren seit September vergangenen Jahres in der Notunterkunft im Hallenbad am Schlosspark in Nordkirchen untergebracht. Jetzt sind die letzten Bewohner ausgezogen, die Unterkunft ist geschlossen. Wir waren vor Ort und zeigen, wie es dort aussieht.
16.06.2016
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Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Die Notunterkunft im Nordkirchener Hallenbad ist geschlossen, das DRK wickelt den Standort bis zum offiziellen Auszugsdatum ab. Am Mittwoch zogen diel letzten Bewohner aus, große Teile der Einrichtung waren einen Tag später bereits zusammengeräumt.© Foto: Karim Laouari
Schlagworte Nordkirchen

Was passiert jetzt mit dem Inventar, das extra für die Unterkunft angeschafft wurde? Anne Büscher, Sprecherin der Gemeinde Nordkirchen, erklärt auf Anfrage, dass die Bezirksregierung in Münster angekündigt habe, das Inventar – also unter anderem Betten und Matratzen – den jeweiligen Kommunen zu überlassen. Was damit im Einzelnen passiert, darüber will die Gemeinde jetzt kurzfristig beraten.

Was passiert mit den Mitarbeitern? Wie in der Notunterkunft in Seppenrade auch, haben auch in Nordkirchen einige Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes ihren Arbeitsplatz verloren. Das DRK versucht jetzt, die 15 betroffenen Mitarbeiter, in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, wieder in neue Jobs zu vermitteln.

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Wie viele Flüchtlinge waren zuletzt noch im Hallenbad und wo sind sie jetzt hin? Zuletzt waren 40 Menschen in Nordkirchen untergebracht. Laut Christoph Schlütermann lebten einige von ihnen über fünf Monate in der Schlossgemeinde. Eine Familie wurde nach Aussage des DRK-Vorstands nach Meschede gebracht, alle übrigen in die DRK-Einrichtung in Werne verlegt. Insgesamt haben im Hallenbad-Komplex rund 600 Flüchtlinge gelebt.

Gibt es eine Folgenutzung für Hallenbad und Sporthalle? „Sie werden leer stehen“, sagt Mechtild Kammert, Leiterin Bürgerservice, Familie, Soziales bei der Gemeinde Nordkirchen. Die Sporthalle unabhängig vom Hallenbad zu betreiben sei aus mehreren Gründen nicht möglich: Einerseits sei es technisch nicht möglich, die Sporthalle unabhängig vom Schwimmbad zu beheizen und mit Strom zu versorgen. Man müsse immer beides beheizen und das sei unwirtschaftlich, so Mechtild Kammert. Außerdem müsste das leere Hallenbadbecken erst gesichert werden – ein zu großer Aufwand.

Was hat die Schließung der Notunterkunft jetzt für Auswirkungen auf die Zahl der Flüchtlinge in Nordkirchen? Mit der Einrichtung der Notunterkunft im September 2015 wurde die Gemeinde Nordkirchen vorerst aus der Verteilung von festzugewiesenen Flüchtlingen herausgenommen. Für die Gemeinde hatte das einen entscheidenden Vorteil: Die Notunterkunft im Hallenbad ist eine Landeseinrichtung, folglich musste das Land für die Unterbringung und entstandene Kosten zahlen. Für festzugewiesene beziehungsweise kommunale Flüchtlinge muss die jeweilige Kommune finanziell aufkommen und den entsprechenden Wohnraum schaffen. Das ist eine der großen Aufgaben, die die Gemeinde jetzt bewältigen muss: neuen Wohnraum zu schaffen.

In Südkirchen hat die Gemeinde bereits ein Wohnhaus für 20 Flüchtlinge gekauft, in Capelle soll noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Hauses begonnen werden, das Wohnraum für 25 Menschen bieten soll. 640.000 Euro soll der Bau komplett kosten, wie Bauamtsleiter Josef Klaas bereits Ende April sagte.

Wie viele kommunale Flüchtlinge Nordkirchen zugewiesen bekommt, sei nicht vorherzusehen, sagt Mechtild Kammert. Auch könne niemand sagen, wie viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen und wie viele auf NRW verteilt werden. 

So war es beim Einzug der ersten Geflüchteten:

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