Im Kreis Coesfeld ist nun die Omikron-Variante aufgetaucht. © dpa
Coronavirus

Omikron: Erster bestätigter Fall im Kreis Coesfeld – trotzdem Hoffnung

Im Kreis Coesfeld ist der erste Omikron-Fall bekannt worden. Das bestätigt der Kreis Coesfeld. Es gibt aber trotzdem auch eine gute Nachricht.

Omikron ist nun auch im Kreis Coesfeld angekommen. „Das kann ich bestätigen“, sagt Kreissprecher Christoph Hüsing am Dienstag, 7. Dezember, auf Anfrage der Redaktion. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Bei der Person, die betroffen ist, handele es sich um einen jungen Mann, sagt Kreissprecher Hüsing. Nähere Details – wie den Wohnort oder auch das genaue Alter – verrät der Kreis nicht, da er nicht möchte, dass die Person in irgendeiner Art identifizierbar ist. Zusätzlich gibt es noch zwei weitere Verdachtsfälle: Ein Mann mittleren Alters, er komme aus der Familie des bereits mit Omikron infizierten Mannes. „Hier besteht ein dringender Verdacht“, sagt Hüsing.

Außerhalb der Familie gebe es einen weiteren Verdachtsfall. Auch hier handele es sich um einen Mann mittleren Alters. Die Infizierung mit der zuerst in Südafrika entdeckten neuen Virus-Variante namens Omikron war durch eine Sequenzierung entdeckt worden. „So eine Sequenzierung kann bis zu zehn Tage dauern“, sagt Hüsing. Bei dem jungen Mann sei es aber schneller gegangen, etwa fünf bis sechs Tage seien vergangen, seit die Sequenzierung an ein Labor gegangen war. Bei den anderen beiden Männer stehe das endgültige Ergebnis noch aus.

Variante Omikron breitet sich aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Omikron gilt als ansteckender als die bisher dominierende Variante Delta. Experten der ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) gehen davon aus, dass sich Omikron innerhalb weniger Monate gegen Delta durchsetzen könnte. Die ersten Fälle in Deutschland wurden am 27. und 28.11. bei Reiserückkehrern aus Südafrika bekannt, inzwischen breitet sich diese Variante weiter aus. So gibt es auch in den benachbarten Kreisen Borken und Steinfurt Omikron-Verdachtsfälle. Ob die auch gefährlicher ist oder weniger gut auf die bisher vorhandenen Impfstoffe anspricht, ist aber noch unklar.

Trotzdem Hoffnung im Kreis Coesfeld

Zumindest bei den Fall und den beiden Verdachtsfällen aus Coesfeld gibt es bislang gute Nachrichten, wie Christoph Hüsing sagt: „Wir haben leichte Verläufe, die Patienten haben wenig Symptome, das macht uns Hoffnung.“

Derweil meldet der Kreis Coesfeld für den Dienstag 46 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 205,7.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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