Online-Umfrage zur Mobilität: Gemeinde Nordkirchen sammelt Ideen für neue Mobilstationen

rnFragebogen

Mit einem Fragebogen will die Gemeinde Nordkirchen von ihren Bürgern wissen: Wie kann sie das Mobilitätsangebot verbessern? Schon jetzt ist die Umfrage für die Gemeinde ein Erfolg.

Nordkirchen

, 19.10.2019, 09:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde Nordkirchen will es ganz genau wissen: Wie ist es um die Mobilität in Nordkirchen, Südkirchen und Capelle bestellt? Wer nutzt welches Angebot? Und vor allem: Welches Angebot fehlt in der Schlossgemeinde?

Dazu ist am 26. September eine Online-Befragung an den Start gegangen, an der sich alle Nordkirchener, Südkirchener und Capeller beteiligen können - und, wenn es nach Manuel Lachmann, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Nordkirchen geht, auch sollten. Parallel zum Online-Fragebogen ist auch an jeden Nordkirchener Haushalt ein gedrucktes Exemplar der Umfrage gegangen.

Fünf Prozent der Haushalte haben sich bereits beteiligt

Bislang sei der Rücklauf sehr positiv, sagen sowohl Lachmann als auch Björn Paulus, dessen Ingenieurbüro Infinite IITP (Ingenieurbüro für Innovation und Transfer) die Umfrage begleitet. Mehr als 200 Fragebögen seien bislang (Stand: 16. Oktober) ausgefüllt zurückgekommen, sagt Manuel Lachmann. Den Großteil machen die Online-Formulare mit rund 140 aus.

Die Zahlen entsprechen damit zurzeit einer Abdeckung von rund fünf Prozent der Haushalte in Nordkirchen, erklärt der Wirtschaftsförderer. Etwa 4000 Haushalte seien es in der Schlossgemeinde insgesamt.

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„Wir wollten fünf bis zehn Prozent der Haushalte erreichen“, nennt Lachmann das Ziel der Verwaltung vor dem Start der Umfrage. „Wir hoffen auf eine weiterhin gute Beteiligung“, fügt er hinzu, damit die Zehn-Prozent-Marke erreicht wird.

Einen Anreiz, sich zu beteiligen, will die Gemeinde mit einer Verlosung schaffen. Alle, die teilnehmen, können Nordkirchen-Gutscheine gewinnen, oder ein Wochenende lang einen E-Scooter oder einen Tesla testen.

Viele Nordkirchener dürften das Angebot aber auch einfach nutzen, um das Mobilitätsangebot in der Gemeinde zu verbessern. Die Umfrage lässt auch individuelle Vorschläge zu, wie sich das Mobilitätsangebot in Nordkirchen verbessern lassen könnte.

Es gibt bei den Vorschlägen bestimmte Tendenzen

Welche Ideen bislang eingegangen sind, will Manuel Lachmann allerdings noch nicht verraten. Das hat einen einfachen Grund: „Wir wollen die Befragung nicht beeinflussen“, erklärt der Wirtschaftsförderer.

Es seien bei den Vorschlägen aber bestimmte Tendenzen festzustellen, welche Angebote sich ein großer Teil der Befragten wünsche, so Lachmann.

Ziel der Befragung ist es, die insgesamt sechs Mobilstationen, die in Nordkirchen, Südkirchen und Capelle gebaut werden sollen, bestmöglich auszustatten. Heißt: mit Mobilitäts-Angeboten, die auch wirklich gewünscht sind und in den Lebensalltag der Nordkirchener passen.

Mobilstationen sind flexibel veränderbar

Auch wenn die Gemeinde schon seit einigen Monaten an den Mobilstationen arbeitet, sei die Planung so flexibel, dass auch neue Ideen noch einfließen können. „Das Gute ist, dass die Mobilstationen modular aufgebaut sind“, sagt Manuel Lachmann. Die Stationen lassen sich also, je nachdem, welches Angebot benötigt wird, anpassen.

Einen konkreten Anbieter gibt es noch nicht. Es werde eine öffentliche Ausschreibung geben, um einen geeigneten Anbieter zu finden, kündigt die Gemeinde an. Wichtig: Der Anbieter soll nicht nur die Mobilstationen aufstellen, sondern anschließend auch als Dienstleister dafür zuständig sein.

Bei Störungen oder anderen Fragen soll nicht die Gemeinde zuständig sein, sondern der Anbieter der Stationen.

Über eine halbe Million Euro vom Land

Bis zum 10. November (Sonntag) läuft die Umfrage noch. Danach steigen Gemeinde und Ingenieurbüro in die Auswertung ein. Schon jetzt gesichert ist die Förderung für die Mobilstationen: 558.013 Euro bekommt die Gemeinde vom Land NRW.

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